Wenn der Virus zwei Mal klopft

Schon wieder ein Brettspiel? Ja, wir sind gerade sehr analog unterwegs. Manche Dinge sind aber auch zu gut, um sie euch vorzuenthalten – wie zum Beispiel dieses Weltenrettungs-Kleinod.

Pandemie ist ein Wort, das vor nur wenigen Jahren mehr durch sämtliche Medien geschliffen wurde, als es uns lieb war. Klar, wer will denn schon ständig davon hören, dass das eigene Leben doch nicht ganz so sicher und kuschelig sein könnte, wie man es sich vorstellt? Von einer Pandemie wären wir nämlich alle betroffen, denn laut Definition versteht man darunter eine Infektionskrankheit, die sich schnell über Länder- und Kontinentalgrenzen hinweg ausbreitet – hoch infektiös, oft mit tödlichem Ausgang.

Hui. Und das kann man spielen? Klar doch, und Spaß macht es auch noch!

Eine Weltkarte, ein paar Spielfiguren, viele Viren. Das ist die Grundausstattung für die Weltenrettung. //Bildrechte bei 4players.de

Eine Weltkarte, ein paar Spielfiguren, viele Viren. Das ist die Grundausstattung für die Weltenrettung. //Bildrechte bei 4players.de

In Pandemie übernehmt ihr (und ein bis drei weitere Mitspieler) die Kontrolle über jeweils einen von fünf Experten. Sie haben unterschiedliche Fähigkeiten, die im Spielverlauf geschickt eingesetzt werden müssen, um das Ziel zu erreichen: ein Heilmittel für alle vier vorhandenen Seuchen zu finden. Diese brechen von Zeit zu Zeit in unterschiedlichen Städten rund um den Globus aus, gesteuert durch Abheben vom Ereigniskartenstapel – und dann beginnt die richtige Action. Denn während man als Team an den unterschiedlichen Heilmitteln forscht, muss man auch noch die unterschiedlichen Krankheitsausbrüche eindämmen. Das geht meist nur langsam und schrittweise – und vor allem kooperativ.

Einer der besonderen Kniffe von Pandemie ist es nämlich, dass die Spieler nicht untereinander konkurrieren. Stattdessen spielt man als Team gegen das Spiel und seine zufälligen Ereignisse – was die Sache aus dem üblichen Brettspiel-Muster ausbrechen lässt. So müsst ihr euch mit euren Mitspielern absprechen, wer denn in seinem Zug den neuesten Ausbruch eindämmen fährt, wer Forschungskarten für die Heilmittel besorgt und wer das Zeug dann noch in die jeweiligen Forschungslabors bringt.

Gibt es zu viele Viren einer Sorte, habt ihr das Spiel verloren.

Passieren zu viele Ausbrüche, habt ihr verloren.

Könnt ihr keine Karten mehr ziehen, habt ihr verloren.

Kurz: Es gibt mehr Möglichkeiten, das Spiel zu verlieren als zu gewinnen. Aber gerade die ständige Gefahr des Verlierens und die Notwendigkeit von Teamplay machen Pandemie zu einem Kleinod in der Brettspielelandschaft – und die Kosten von 30 € halten sich auch gut im Rahmen.

Und noch ein kleiner Insider-Tipp: Versucht, den Sanitäter spielen zu können. Ihr werdet mir danken.

Written by: Alexander Schuh

Kaffeemaschinenbelagerer Und auf einmal bin ich wieder mittendrin. Eingestiegen in diese Branche ungefähr zwei Jahre vor dem Ende des großen C, hatte ich schnell einen Narren an den Irrungen, Wirrungen und Spaßungen gefressen, die das Erstellen von interessantem Content für Leser so bieten. Umso bitterer, als die Zeit dort endete und mich zurück ins Studium trieb. Nach dem ging´s dann den “klassischen” Weg mit seriösem Job entlang – was aber auf die Dauer auch nicht reicht, wenn man einen ganzen Affenzirkus im Kopf hat, den man gerne auch mal entlüften würde. Deswegen gibt´s diese Seite mit dieser Nase und denen links und rechts von hier. Feedback gerne unter schuh@continue-magazin.at oder über Twitter.