Uncharted – die beste PlayStation-Serie aller Zeiten

Gute Videospiele benötigen viele Dinge. Die Uncharted-Serie hat sie alle. Zum Release der Uncharted-Collection folgt hier der Beweis – völlig objektiv – versprochen.

Liebenswerte Charaktere: Eine der größten Stärken der Serie und ein Mitgrund, warum die Spiele so vielen Menschen ans Herz gewachsen sind. Neben liebenswerten Nebenfiguren wie der bezaubernden Elena Fisher oder dem treuen Mr. Sullivan führt der Hauptcharakter Nathan Drake in allen Beliebheitsskalen. Smart, witzig und ein Abenteurer durch und durch. Der Indiana Jones der Videospielgeschichte. Man MUSS ihn lieben.

Humor: Viel zu selten in Videospielen, weil schwierig. Nathan, aber auch seine Co-Stars, agieren hier auf Hollywood-Niveau. Tolle Dialoge, auch wenn es mal ruhiger ist.

Action: Massig. Ballern bis der Arzt kommt. Stellenweise ufert das sogar ein wenig zu sehr aus, weil die Schießereien oft ein wenig eintönig ablaufen. Mit späteren Teilen wird die Action zwar imposanter, die zahlreichen Auseinandersetzungen mit Gegnern sind aber meist zu lang geraten und ermüden. Ihren Tiefpunkt haben diese Einlagen in den viel zu mühsamen Endkämpfen.

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Rätsel: Leider zu kurz gekommen. Zwar verteilen sich mehr oder weniger anspruchsvolle Rätsel im Spiel, eine Serie, die allerdings so nahe am großen Vorbild „Indiana Jones“ läuft, hätte noch mehr davon bieten sollen. Meist sind diese auch mit Geschicklichkeitspassagen verknüpft, sodass der Grips zu wenig eingesetzt werden muss. Klar, es handelt sich um ein Actiongame, aber hier wäre mehr tatsächlich mehr gewesen.

Story: Alle Teile warten mit Überraschungen auf. Ein wenig Drama, Liebesgeschichte und Pathos dürfen nicht fehlen. Allein bei den Antagonisten zeigen sich die Entwickler nicht besonders kreativ. Zwar bekommen diese ein Gesicht, dennoch hätte man hier noch mehr Gehirnschmalz investieren können, um diese einprägsamer zu machen.

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Präsentation: Spiele, die wie Filme sein wollen, laufen oft Gefahr, ihre Kernkompetenz – den Spielspaß – auf der Strecke liegen zu lassen. Bei Uncharted gelingt dieser Balanceakt und zwischen wichtigen Zwischensequenzen warten cineastisch inszenierte Szenen, die gut in das restliche Gameplay eingebettet sind. Hinzu kommen wunderschöne Animationen, die mit jedem Teil besser werden und das Spiel noch lebendiger wirken lassen. Die Schauspieler wirken im Gegensatz zu vielen anderen Spielen auch nicht mit der Tonisierung überfordert, sondern spielen souverän ihre Parts ein. Der orchestrale Soundtrack und ein paar WTF-Momente in jedem Teil tun ihr Übriges, um die Serie zu einer der am besten inszenierten der Videospielgeschichte zu machen.

Zahn der Zeit: Ich habe große Sorge gehabt, dass ich speziell den ersten Teil noch sehr verklärt in Erinnerung habe. Positiv überrascht habe ich aber festgestellt, dass man auch ohne rosarote Nathan-Brille das Spiel heute noch wunderbar ansehen kann. Klar, mit jedem Teil merkt man den technischen Fortschritt, aber bis auf ein paar kleinere Grafikfehler und sich mehrmals wiederholende Animationen kann man nicht viel aussetzen. Auch spielerisch wirkt alles noch zeitgemäß. Gratulation an die Entwickler!

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 Fazit

Am Ende des Tages stellt sich völlig unabhängig von den oben genannten Punkten die Frage: Soll ich mir diese Sammlung holen? Mein Fazit: Ja. Egal, ob ihr die Serie damals gespielt habt oder nicht, Uncharted gehört wie die alten „Star Wars“-Filme in jeder Neuinszenierung gekauft und ins Regal gestellt. Die leichten Überarbeitungen sind minimal, aber aufgrund der guten Alterung kann man alle drei Teile heute noch so genießen wie guten Wein. Speziell, weil man sich damit sehr gut die Wartezeit auf Teil 4 verkürzen kann, der im März 2016 endlich erscheinen soll.


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Written by: Alexander Amon

Motivator Ich bin seit ca. 12 Jahren redaktionell mit Videospielen verbunden und war zuletzt Chefredakteur des Fachmagazins für Computer- und Videospiele consol.AT und ihren deutsch-schweizerischen Ableger consolPLUS. Aktuell bin ich PR Manager beim Spieleentwickler Sproing, gebe auf dieser Website allerdings nur meinen privaten Senf zur allgemeinen Situation ab. CONTINUE betreue ich redaktionell und emotional, diene in vielen Punkten als Ansprechpartner und Koordinator. Bei Fragen und/oder Anmerkungen schreiben Sie mir doch einfach an amon@continue-magazin.at. Besten Dank und bis bald.