The Witcher 3: Was ihr zum Start wissen müsst

Das dritte und letzte Epos rund um Geralt von Riva steht in den Startlöchern. Wir blicken zurück, checken die ersten Tests und hitzige Diskussionen, damit ihr perfekt auf das Open-World-RPG vorbereitet seid.

Ich erinnere mich, als ob es gestern war: 11. Klasse, Informatikunterricht; Nase vorm Rechner, Rücken zur Wand. Um dem trockenen Stoff zu entkommen, verlor ich mich im Netz und stieß in einem Preview auf das Erstwerk des polnischen Entwicklerstudios CD Projekt RED. Das schlicht als The Witcher betitelte Rollenspiel konnte mit seiner düsteren Fantasywelt und seinem weißhaarigen Protagonisten, Geralt von Riva, sofort bei mir punkten. Je mehr ich davon erfuhr, desto stärker riss es mich in den Bann und das machte die Wartezeit auf das Release (und die der kommenden Teile) nur noch schwerer.

Zehn Jahre sind seitdem vergangen und morgen soll die (Videospiel-)Geschichte des Hexers mit The Witcher 3: Wild Hunt ihr wohlverdientes Ende finden. Falls ihr neu im Hexer-Universum seid und daher keine Zeit für die Bücher oder die beiden Spiele habt oder einfach nur euer Wissen auffrischen wollt, helfen euch 4players.de mit einem Video oder Kotaku in Textform gut auf die Sprünge.

Wo ein Monster, da auch eine fette Beute. // Bildrecht: CD Projekt RED

Wo ein Monster, da auch eine fette Beute. // Bildrecht: CD Projekt RED

Großartig und performant

Die Redaktionen weltweit sind sich einig, CD Projekt RED lässt einen Hit auf uns los: Mit einer derzeitigen Metascore von 92% (PS4) scheinen die Polen, nach den ohnehin guten bis sehr guten Rezensionen der Vorgänger (86 und 88%, PC-Version), noch eine Schippe drauf zu legen und einen Hexer-würdigen Abschluss zu liefern. Zu den größten Pluspunkten werden (wieder einmal) Story, Präsentation und Charaktere aufgezählt. Auch sei die Questgestaltung mitsamt Dialogen selbst nach Stunden noch abwechslungsreich und fesselnd (man bedenke, dass es sich um ein Open-World-RPG handelt!). Schwächen gibt’s bei solchen Werken ebenso, neben ein paar kleineren Bugs, nörgelten erste Tester über die seichte Charakterentwicklung, die teils hakeligen Menüs und das Balacing aufgrund der schieren Questüberflutung. Ein 500MB-Day-One-Patch, der für PS4 und Xbox One schon erhältlich ist, will diese und weitere Probleme beheben, ebenso wird noch an der Performance geschraubt.

Vor allem Effekte wie Rauch zwingen die PS4 in die Knie, auch kommt es häufig zu nervigen Textur-Nachladern. Die Xbox One-Version wurde noch nicht getestet, eine dynamische Auflösung (900-1080p) sollte das einzige „Manko“ zu Sony darstellen. PCler dürfen sich indes auf die hübscheste Version freuen und ein Performancewunder erwarten: So berichtet PC Games Hardware, dass für 1080p samt Ultra-Details bereits eine Grafikkarte vom Schlag GTX 770 / R9 280X genüge, einen mittelmäßig flotten Vierkerner vorausgesetzt. Der Patch zum Release soll nicht nur weitere Grafikeffekte ins Spiel bringen, er verbessere ebenso die Darstellung von Vegetation und Texturen.

Viel zu tun: mindestens 40 Stunden soll euch allein die Haupthandlung bei Laune halten. // Bildrecht: CD Projekt RED

Viel zu tun: mindestens 40 Stunden soll euch allein die Haupthandlung bei Laune halten. // Bildrecht: CD Projekt RED

Downgrade, Upgrade, Whatsoever

Ein heikles Thema entfachte im Vorfeld zu einem möglichen Grafik-Downgrade. Als zur E3 2013 der erste Trailer gezeigt wurde, schnellte meine Kinnlade auf den Boden, zeitgleich fragte ich mich allerdings auch, welch sündhaft teure Hardware diesen Detailgrad flüssig darstellen kann. Egal ob Machbarkeitsstudie oder wirkliches Gameplay, wenn der Welt so etwas präsentiert wird, dann lechzen die Spieler nach dem Gesehenen, umsetzbar oder nicht. In einem Vergleichsvideo zwischen der finalen PC-Version und des E3-Trailers fallen vor allem schwächere Texturen, eine weniger komplexe Beleuchtung, geringere Fernsicht und ein nun fast kunterbuntes Abenteuer auf.

Nichtsdestotrotz scheint The Witcher 3: Wild Hunt ein äußerst schönes und lebendiges Rollenspiel zu werden, dessen Grafik sich dieses Jahr vor kaum einem anderen Titel verstecken muss. Gepaart mit den angeblich recht genügsamen Hardwareanforderungen und einer guten Optimierung auf allen drei Plattformen, dürften PC-Spieler als auch Konsoleros ungehindert von technischen Problemen tief in die Welt eintauchen.

Wir werden unsere Reise morgen beginnen und uns selbst ein Bild von der Grafikpracht machen, dann mit einem Day-One-Patch in Petto und hoffentlich auch einem angepassten Grafikkartentreiber; Nvidia hat diesen schon veröffentlicht, AMD schweigt sich noch aus. Allerdings wollen wir dann doch schnellstens diese nebensächliche Debatte vergessen und uns von der Geschichte und ihren Charakteren erobern lassen.

Sobald wir uns in Wyzima und Co. vertraut gemacht haben, melden wir uns mit einem Zwischenbericht!

Written by: Christoph Liedtke

Luftpolsterzerdrücker Vor über 20 Jahren entstand die Liebe zu Videospielen – SNES sei Dank. Es dauerte einige Zeit, bis ich auch der Hardware verfallen war. Nach Jahren der nerdigen Bildung mit diversen Spiele- und Technikmagazinen, entschloss ich mich 2012 erstmals über meine Passion zu schreiben. Es folgte ein Blog, ein Volontariat bei consol.AT sowie Gamers.at und derzeit schreibe ich als freier Redakteur für E-MEDIA. Um die Zeit neben Artikeln, Studium, Freundin und Hündin noch weiter zu dezimieren, entstand parallel unser Projekt namens CONTINUE, denn Videospiele und Technik dürfen niemals zu kurz kommen! Fragen, Anregungen, Feedback oder harsche Kritik bitte an: liedtke@continue-magazin.at Danke für’s Lesen und auf bald.