StarCraft Prolog und Beta

Bereits seit Juli können Vorbesteller der zweiten und letzten StarCraft II Erweiterung Legacy of the Void drei Prolog-Missionen genannt Whispers of Oblivion spielen. Wir haben uns ran gewagt und auch gleich ein paar Runden in der Beta verbracht.

Ein wenig ist der Hype um StarCraft II verflogen. Kein Wunder, ist das Spiel doch bereits seit vier Jahren am Markt und die eSport-Konkurrenz (auch aus dem eigenen Haus) spielt mittlerweile Karten oder das beliebte Genre genannt MOBA. Ein letztes Mal wirft sich Blizzard aber noch für das Spiel ins Zeug. Die letzte Erweiterung Legacy of the Void soll bis spätestens Anfang 2016 erscheinen. Wer sich das Spiel vorbestellt, darf jetzt schon drei Missionen mit den Protoss in Angriff nehmen und online sein Können beweisen.

SC2_x64 2015-08-02 13-45-31-49

Quelle alle Bilder: Blizzard

Die Story ist schnell erzählt. Der Bösewicht Amon, klingt nach diesem Blog, ist zurück und will mit Hilfe der Protoss-Splittergruppe Tal’darim alles platt machen, was sich ihm in den Weg stellt. Als Zeratul versuchen wir bereits seit vier Jahren alle Rassen vor diesem Schreckgespenst zu warnen, doch nun wartet die finale Auseinandersetzung auf uns. Die drei Missionen spielen sich sehr klassisch. In zwei Missionen baut ihr eine kleine Basis, um Truppen nachzubauen und Verbesserungen zu entwickeln, die letzte Aufgabe schickt euch mit Zeratul und ein paar Einheiten auf eine Geheimmission.

Wie dieser Artikel setzt auch Legacy of the Void ein wenig Vorwissen voraus, um sich nicht völlig verloren zu fühlen. Zwar werden Teile der Story und auch die Steuerung grundsätzlich erklärt, ohne den Vorgängern macht die Sache aber nur wenig Sinn bzw. Spaß. Wer den Plot kennt, erfreut sich an rund einer Stunde StarCraft-Story, die die Wartezeit auf die richtige Fortsetzung ein wenig verkürzt. Wirklich befriedigend ist die Art und Weise, wie Blizzard uns hinhält, dennoch nicht. Was dauert da so lange? Sitzen die wichtigen Leute etwa bei Heroes of the Storm? Bitter. Vielleicht bin ich deshalb selbst seit einem Jahr nicht mehr regelmäßig online und spiele stattdessen Hearthstone.

SC2_x64 2015-08-02 14-06-19-15

Im Multiplayer finden sich fünf neue Einheiten und auch sonst versuchen die Entwickler das Spiel ein wenig aufzufrischen. Doppelt so viele Drohnen warten zum Start auf eure Kommandos, 12, damit die langatmige Startphase verkürzt wird – eine Maßnahme, die wohl primär für die Turniere eine Verbesserung darstellen wird. Auch geringere Ressourcenlager zwingen euch zur schnelleren Expansion. Mal schauen, was das für Auswirkungen auf das Balancing hat. In jedem Fall werden Anfänger noch schneller die Lust verlieren, da viel schneller mehr von ihnen verlangt wird. Aber gut, viele Neuankömmlinge wird das Game nicht mehr ansprechen. Der Multiplayer war die letzten Jahre schon befüllt mit Veteranen und Dauerspielern. Ähnlich wie in vielen anderen Online-Games ist auch in StarCraft II kein Platz für Zärtlichkeiten. Immerhin kann man sich im Archon-Modus zu zweit die Arbeit teilen. Für Gelegenheitsspieler wohl die einzige Chance, online wenigstens ein bisserl mithalten zu können.

Fazit

StarCraft II ist eines dieser Spiele, die ich lange Zeit unglaublich gern gespielt habe. Gegen das Internet, gegen und mit Freunden und sogar den Storymodus. Ob ich nochmal so in die Materie reinkippen werde wie in den Jahren zuvor – ich weiß es nicht. Mein Umfeld ist auch vorsichtig gespannt. Ich freu mich in jedem Fall auf die Erweiterung und vielleicht sieht man sich auch in der Beta. En taro Tassadar!

SC2_x64 2015-08-02 14-11-02-98

Written by: Alexander Amon

Motivator Ich bin seit ca. 12 Jahren redaktionell mit Videospielen verbunden und war zuletzt Chefredakteur des Fachmagazins für Computer- und Videospiele consol.AT und ihren deutsch-schweizerischen Ableger consolPLUS. Aktuell bin ich PR Manager beim Spieleentwickler Sproing, gebe auf dieser Website allerdings nur meinen privaten Senf zur allgemeinen Situation ab. CONTINUE betreue ich redaktionell und emotional, diene in vielen Punkten als Ansprechpartner und Koordinator. Bei Fragen und/oder Anmerkungen schreiben Sie mir doch einfach an amon@continue-magazin.at. Besten Dank und bis bald.