Sigils – eine subjektive Produktbeschreibung

Als Mitarbeiter des Entwicklerstudios Sproing darf ich zwar nicht an unseren FB-Gewinnspielen teilnehmen, aber da wir keinen Dev-Blog haben, nutze ich diese, meine Plattform, um zum Release unseres neuen Games Sigils – Battle for Raios (iPad) ein paar subjektive Worte los zu werden.

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Spieleentwicklung ist ein schwieriger Prozess geworden. Trends ziehen dieser Tage schneller vorbei als Zugvögel und die Diversität an Plattformen macht Exklusivtitel mittlerweile zu einem schwer kalkulierbaren Risiko. Selbst oder gerade der App-Store, mit seinen grob geschätzten 100k Neuerscheinungen pro Tag, ist schon lange nicht mehr ein garantierter Schritt in die kommerziell erfolgreiche Richtung. Das klassische 79 Cent … pardon, 89 Cent Spiel ist zur Ausnahme geworden. Entweder versucht man sein Glück etwas höherpreisiger oder aber man geht den von den Medien oft verteufelten Free-2-Play Weg. Letzteren gehen wir übrigens auch mit Sigils.

Sigils zu beschreiben fällt uns seit den ersten Whiteboard-Skizzen im Jahr 2012 schwer. Das Stichwort MOBA ist sexy und trifft aufgrund der Levelstruktur, die einer Arena gleicht, auch in etwa zu. Ansonsten ist es allerdings eher ein für die Plattform optimierter PvP- und PvE-Sidescroller mit RPG-Elementen. Tricky für die Marketing- und PR-Abteilung, das in knackige Headlines zu verpacken, das könnt ihr mir glauben.

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„Für die Plattform optimiert“ heißt zweierlei: Erstens trifft das auf die Spielsessions, d.h. zum Beispiel das Clearen eines Dungeons, zu, die in der Regel 5-10 Minuten lang sind. Zweitens haben wir eine sehr direkte Touch-Steuerung, die nicht nur von den flinken 2D-Figuren profitiert, sondern auch vom Moveset der Charaktere, das auf vier Specials beschränkt ist. So ist der Einstieg ins Spiel einfach und bleibt zu jeder Zeit übersichtlich. Die Herausforderung, abgesehen vom action-reichen Gameplay, kommt mit den „Sigils“, die gefunden werden müssen, um den eigenen Charakter abseits von klassischen Levelaufstiegen aufzuwerten. Bei späteren Gegnern bzw. im PvP hört es sich mit der Casualigkeit nämlich auf. Ausprobieren und sich im Forum/Chat beraten lassen wäre mein Tipp. So kann man wohl das Maximum aus dem eigenen Champion, so nennen wir unsere von Tieren inspirierten Helden, herausholen.

Obwohl das Spiel einen Story-Modus hat, in welchem man die Welt Raios vor einer brutalen Insekteninvasion retten muss, den man auch alleine bis zum Boss durchspielen kann, empfehle ich Sigils gemeinsam mit anderen zu spielen. Egal ob im PvE oder später im PvP, die Fähigkeiten von mehreren Champions ergänzend einzusetzen macht einfach mehr Spaß. Die Kombination Tank, Heiler, Damage-Dealer funktioniert auch bei diesem Spiel am besten. Zumindest bestätigen das unsere Testsessions bzw. das interne Turnier, das ich nebenbei erwähnt mit zwei Kollegen gemeinsam gewonnen habe. Boomshakalaka!

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Viel mehr möchte ich an dieser Stelle auch gar nicht mehr schreiben. Ich weiß ja, wie sich die Aufmerksamkeitsspanne des durchschnittlichen Lesers in den letzten Jahren verkürzt hat. Deshalb bedanke ich mich an dieser Stelle einfach mal beim Team, das seit ich bei Sproing bin an diesem Spiel Tag und Nacht gearbeitet hat und obwohl es auch sehr schwere Zeiten im Entwicklungsprozess gab nie die gute Laune verloren hat. Ich hoffe, das Game bekommt „da draussen“ die Liebe, die es verdient hat. Es wird nicht einfach, aber das ist es für keinen Entwickler mehr. Ich drücke die Daumen und möge die Macht mit uns sein.

Für Raios!

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Für alle Interessierten gibt es noch ein kurzes Q&A mit mir selbst. Das wollt ich immer schon mal machen.

Q: Ist das Spiel geil?
A: Danke für die Frage. Ja, das Spiel ist geil!

Q: Muss man Geld einwerfen um das Spiel durchzuspielen, Stichwort Paywall?
A: Nein. Das wird zwar die Kollegen von der Monetarisierungsabteilung nicht freuen, aber man kann das Game auch ohne Geldeinwurf durchspielen. Alle Charaktere freizuspielen wird allerdings ein Kraftakt. Da hoffen wir auf die Ungeduld der Spieler, die sich auch mal einen Champion mit Echtgeld kaufen, weil sie ohnehin so begeistert von Sigils sind, dass sie gerne ein paar Euro investieren.

Q: Kommt bald eine Android-Version?
A: Das hängt natürlich nicht unwesentlich vom Erfolg des Spiels auf iPad ab. Aktuell ist es exklusiv für die Apple-Plattform, aber hoffen darf man immer.

Q: Was ist die größte Stärke des Spiels?
A: Der Multiplayer. Egal ob im PvE oder im PvP. Ausprobieren. Und natürlich die überschaubar langen Spielsessions. Am iPad ist man einfach dankbar, wenn man in kurzen Etappen spielen kann. Das ist zumindest auch meine persönliche Erfahrung.

Q: Ihr hattet in manchen Ländern einen Softlaunch. Was ist das und was hat es euch gebracht?
A: Um technische Dinge zu testen kannst du im Appstore auch lokal in Märkten erscheinen, bevor du weltweit dein Spiel released. Wir haben uns z.B. Skandinavien ausgesucht und sind dort schon seit einigen Monaten online. Die Reaktionen der Spieler zu sehen war beeindruckend. Manche davon schlagen mittlerweile unsere QA-Leute. Das nagt am Selbstbewusstein, zeigt aber auch, wie viele Leute das Spiel bereits in ihr Herz geschlossen haben.

Q: Was sind die nächsten Ziele mit Sigils?
A: Ein erfolgreicher Launch wäre wünschenswert. Wir liefern in jedem Fall in den nächsten Wochen und Monaten neue Helden nach und dann muss man sehen. Im Idealfall wird uns Sigils noch ein paar Jahre begleiten. Das wäre schön.

Hinweis: diese Zeilen wurden von einem Sproing-Mitarbeiter geschrieben und von der restlichen Redaktion nicht auf ihre Wahrhaftigkeit überprüft. Deshalb: Vorsicht! Warning! Der Text kann Spuren von reinster Subjektivität enthalten!

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Written by: Alexander Amon

Motivator Ich bin seit ca. 12 Jahren redaktionell mit Videospielen verbunden und war zuletzt Chefredakteur des Fachmagazins für Computer- und Videospiele consol.AT und ihren deutsch-schweizerischen Ableger consolPLUS. Aktuell bin ich PR Manager beim Spieleentwickler Sproing, gebe auf dieser Website allerdings nur meinen privaten Senf zur allgemeinen Situation ab. CONTINUE betreue ich redaktionell und emotional, diene in vielen Punkten als Ansprechpartner und Koordinator. Bei Fragen und/oder Anmerkungen schreiben Sie mir doch einfach an amon@continue-magazin.at. Besten Dank und bis bald.