Review: Xenoblade Chronicles 3D

3D Remakes auf Nintendos erfolgreichem Handheld waren in den letzten Jahren gang und gäbe. Erst kürzlich hat man mit Zelda: Majora’s Mask 3D einen erfolgreichen Ableger der Zelda Serie neu erleben dürfen. Nun folgt das ursprünglich für die Wii erschienene Xenoblade Chronicles, welches für viele nicht nur ein Geheimtipp, sondern auch als Spiel des Jahres galt, aber insgesamt dann doch nicht den groß erhofften Erfolg brachte. Gibt es am New 3DS nun die zweite Chance?

Die Geschichte erzählt von Shulk, einem 18-jährigen Jungen, der in einer Welt lebt, die vom Krieg zwischen den menschenähnlichen Homs und den maschinenartigen Mechons überschatten wird. Die Spielwelt ist dabei auf den leblosen Körpern zweier Götter angesiedelt, die einen endlos scheinenden Kampf führten, bis am Ende nur noch deren Hüllen übrig blieben. Durch die plötzliche Invasion der Mechons in Shulks Heimat, beschließt dieser, sein mysteriöses Schwert Monado zu packen und zusammen mit seinen Freunden die Invasion zu stoppen.

Xenoblade Chronicles

Viel hat sich dabei im Vergleich zur Wii Version nicht verändert. Xenoblade Chronicles hatte damals nicht nur frischen Wind in das RPG Genre gebracht, sondern auch ein einmaliges Spielerlebnis geboten. Es wurden viele angestaubte RPG Elemente aufgegriffen und komplett über den Haufen geworfen. Zufallskämpfe, die Jagd nach generischen Quests oder Charakteren, die eine Halbwertszeit einer Eintagsfliege haben, gehörten der Vergangenheit an. Das Echtzeit-Kampfsystem und die riesige, frei erkundbare Welt sind nur das Tüpfelchen auf dem „i“. Großes Augenmerk wurde hier auch auf die Story und die Entwicklung der Charaktere gelegt und das merkt man deutlich.

Erledigt man regelmäßig Quests, die einem von den interessanten Figuren im Spiel aufgetragen werden, so gewinnt man nach und nach deren Vertrauen und erfährt gleichzeitig mehr über die einzelnen Lebensgeschichten. Mit die Zeit kann man so viele andere Charaktere miteinander verbinden und es ergibt am Ende ein großes Ganzes. Quests muss man fortan auch nicht mehr nach kilometerlangem Backtracking abliefern, sondern sie werden automatisch abgeschlossen, wenn man das Quest-Ziel erreich hat.

Xenoblade Chronicles

Hat man sich dazumal noch vor zufällig erscheinenden unsichtbaren Gegnern gefürchtet, findet man seine Kampfziele in Xenoblade Chronicles in freier Wildbahn. Man kann selbst entscheiden, ob man den Angriff wagt oder lieber außer Sichtweite bleibt und dem Gerangel entgeht. Die Kämpfe selbst laufen in Echtzeit und nicht rundenbasiert ab. Man hat Cooldowns auf verschiedene Fähigkeiten und muss so geschickt den Angriffen ausweichen. Eure Freunde kämpfen dabei selbstständig an eurer Seite, ihr solltet dennoch ein Auge auf sie haben und gegebenenfalls unterstützen oder Heilfähigkeiten anwenden. Alles in allem: Es macht einfach Spaß zu kämpfen!

Die Unterschiede zwischen der Wii Version und dem New 3DS Port sind marginal. Optisch sehen beide fast identisch aus, die 3DS Version hat etwas an Texturqualität eingebüßt, bietet jedoch flüssiges Spielgeschehen ohne Einbrüche und einen angenehmen 3D Effekt. Damit dies jedoch möglich ist, läuft das Spiel ausschließlich auf dem kürzlich erschienenen New Nintendo 3DS, um von der stärkeren Rechenleistung zu profitieren. Das Spielerlebnis profitiert von der englischen Sprachausgabe und bietet mit deutschen Untertiteln auch jenen, die der Englischen Sprache nicht mächtig sind, ein immersives Abenteuer. Der zusätzliche Stick passt sich ebenfalls gut in das Spielgeschehen ein und der amiibo und Streetpass Support bietet ein nettes Extra, um Ingame-Boni freizuschalten.

Xenoblade Chronicles

Xenoblade Chronicles ist eine klare Kaufempfehlung und für alle, die noch einen normalen Nintendo 3DS besitzen, ein triftiger Grund, den Upgrade auf den New Nintendo 3DS zu tätigen.

WERTUNG: 9/10


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Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at