Review: Mario vs. Donkey Kong: Tipping Stars

Der Klempner und der Affe bekommen einfach nicht genug! Die beiden Nintendo-Ikonen konkurrieren im eben erst erschienenen Ableger der Mario vs. Donkey Kong Reihe erneut miteinander. Kann das neueste Duell der beiden wieder überzeugen?

Das Spiel startet, das Intro schnellt in Windeseile über den Bildschirm und ehe man sich versieht ist man bereits mitten im Geschehen. Erneut ist es euer Ziel, die kleinen Mario Figuren nach Hause zu bringen. Das könnt ihr in Tipping Stars nun sowohl auf dem Nintendo 3DS als auch der Wii U bewältigen. Kauft ihr eines von beiden Spielen, bekommt ihr einen Code für die jeweils andere Plattform gleich dazu. Yay!

Mario vs. Donkey Kong: Tipping Stars

Aber nun zum Wesentlichen: Die Steuerung des Spielablaufs erfolgt ausschließlich über den Touchscreen des Geräts. Tippt man die kleinen Figuren mit dem Stylus an, setzt man diese in Bewegung. Der Kniff dabei ist, dass die kleinen Racker sich jedoch als Zombies tarnen und immer nur in eine Richtung gehen können, bis sie sich den Kopf an einer Wand oder einem Hindernis stoßen. Denn dann geht’s wieder in die entgegengesetzte Richtung. Und das mit den Zombies war übrigens ein Scherz. Damit das Ganze nicht langweilig wird, könnt ihr unter anderem Brücken bauen, Sprungfedern platzieren, Förderbänder anbringen oder auch Marios ursprünglich angelernter Tätigkeit nachgehen, bevor er zum Superstar wurde: Rohre verlegen.

Damit das Grübeln noch etwas Würze bekommt, tummeln sich auch andere altbekannte Charaktere aus dem Pilz-Königreich, wie Peach oder auch Toad, auf dem Spielfeld rum, die hin und wieder auch eigene Tore haben, durch die sie gelotst werden müssen. Donkey Kong selbst ist natürlich auch dabei: Seine Mini-Mes lassen euch durch die Lüfte wirbeln und können mit einem Hammer, der immer wieder auf eurem Weg platziert ist, kurzzeitig außer Gefecht gesetzt werden, damit ihr euch an ihnen vorbeischleichen könnt. Am Ende eines jeden Kapitels gesellt sich dann auch noch ein kleiner Schattenfluch auf eine eurer Figuren, den es ebenfalls mit einem Schlag auf die 12 zu vertreiben gilt. Schafft man das alles in einer respektablen Zeit und sammelt noch dazu alle gut verteilten Münzen ein, kann man am Ende bis zu drei Sterne absahnen und den Goldpokal im Menü funkeln sehen. Und wir alle streben ja nach dem Besten, nicht?

Mario vs. Donkey Kong: Tipping Stars

Wem die mehr als 70 Level nicht genug sind, kann sich auch selbst an den Designertisch setzen. Ihr habt die Möglichkeit nicht nur Rätsel selbst zu erstellen, sondern auch diese Online der Community zur Verfügung zu stellen. Alle Kreationen können dann kostenlos heruntergeladen, bewertet oder auch mit Sternen „bezahlt“ werden. Letzteres ist quasi als Spende für den Baumeister gedacht, der dadurch mehr Tools und Bausätze für den Level-Editor freischalten kann. Nintendo selbst wird die nächsten 50 Wochen lang jede Woche ein neues Level online stellen. Langeweile wird also euer geringstes Problem mit Tipping Stars sein.

Was jedoch in der Tat ein Problem darstellt, sind nicht die fehlenden Innovationen oder der letzte Kick, der das Spiel zu einem Must-Have machen würde, sondern der fehlende Cross-Plattform Support. Installiert man das Spiel nämlich auf beiden Konsolen, so sind diese komplett unabhängig voneinander und es gibt auch keine Möglichkeit, den Spielstand zu übertragen (wie es beispielsweise bei Monster Hunter Tri der Fall war). Schade, denn so ist der zweite Code, den man prinzipiell ja mitkauft, bei einem Freund besser aufgehoben und man hätte den Preis senken können. Wenn man jedoch bedenkt, dass es theoretisch unendlich viele Level zu spielen gibt, wird man hier sein Jausengeld dennoch gut investieren. Und wer Spaß an solchen Knobeleien hat, kann ohnehin nichts falsch machen. Ich geh’ jetzt mal weiterspielen …

WERTUNG: 8/10


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Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at