Review: Mario Kart 8 DLC Pack 2

Der zweite DLC zu Mario Kart 8 ist da! Auf The Legend of Zelda folgt Animal Crossing, diesmal legt Big N noch ein kostenloses Update drauf, das die Geschwindigkeit auf 200ccm anhebt.

Konnte nach dem brillianten ersten DLC-Paket zu Mario Kart 8 im November noch etwas schiefgehen? Vermutlich nicht, denn zum gleichen (kleingehaltenen) Preis gibt’s den gleichen (großzügigen) Inhalt: Zwei neue Cups à vier Strecken, vier neue Fahrzeuge (P-Wing!) und drei spielbare Charaktere (Dry Bowser!) für acht bzw. im DLC-Paket mit Zelda für jeweils sechs Euro.

Als bekennender Fan der TLoZ-Reihe war es ein geiles Erlebnis mit Link samt passendem Gefährt über die Hyrule-angehauchte Strecke zu düsen und Rubine statt ollen Münzen einzusammeln. Ganz anders verhält es sich bei diesem DLC: Mit Animal Crossing hab ich so wenig am Hut, wie Kollege Amon mit Monster Hunter oder unser McPölzl mit GTA. Und auch der erste Trailer entlockte mir so viel Vorfreue, wie ein auf 5:30 Uhr gestellter Wecker – Hint: Keine! Erste Einblicke auf die weiteren Strecken machten hingegen Hunger auf mehr.

Frisches Reifenfutter mit enormer Vielfalt

Also ab auf die Piste und die je vier neuen und neu aufgelegten Strecken abfahren. Wie auch beim vorangegangen DLC-Pack macht’s mal wieder die Liebe zum Detail sowie die Mischung aus verschiedenen Settings (und Marken). Verspielt (Baby Park, Party Straße), tradtionell (Animal Crossing), löchrig (Käseland), großstädtisch (Koopa Großstadt Fieber, Marios Metro), verwuchert (Wilder Wipfelweg) oder rasant (Big Blue). Die Entwickler liefern ein wunderbares Kartenreportoire ab, das vor Abwechslung nur so strotzt und den Spagat zwischen Neu und Alt ideal meistert. Nörgelbedarf gibt‘s allerdings auch, denn ein wenig zu schläfrig geht’s auf den Strecken von Animal Crossing und Baby Park zu und mitunter wären weitere Antigravitionspassagen nicht verkehrt gewesen.

Die Lichtblicke sind jedoch in mächtiger Überzahl, zu den continue‘schen Highlights zählen insbesondere Wilder Wipfelweg und Big Blue. Erstere erfüllt meine hohen Ansprüche an neue Mario Kart-Strecken: Ein unverbrauchtes und vor Farben explodierendes Setting fernab vom grauen Asphalt gepaart mit kurvigen Passagen unter Vollspeed, einigen Abkürzungen zur Skillverfeinerung und (fast) grenzenloser Detailverliebtheit. Letztgenannter Parcours schleicht sich direkt in mein nostalgisches Herz ein: F-Zero meets Mario Kart, again! Nachdem der erste DLC mit Mute City vorlegte, wird direkt nachgezogen. Diesmal gibt’s ein Remake von Big Blue, welches in höheren ccm-Klassen für schweissnasse Gamepads sorgt.

150ccm war gestern!

Apropos ccm-Klassen: Nintendo fährt nicht nur mit dem neuen DLC auf Platz 1, die Japaner holen direkt Doppel-Pole. Parallel zum neuen Content schießt ein kostenloses Update ums Eck, das neben weiteren Mii-Suits auch die 200ccm-Klasse einführt und Spieler zu neuen Geschwindigkeitsrekorden anheizt. Um in diesem Modus überhaupt eine Chance zu haben, müsst ihr nicht nur die Strecken und alle Kniffe blind beherrschen, sondern auch sämtliche Skillregister ziehen: Windschatten ausnutzen, gekonnt driften und eine längst verstaubte Taste, besser bekannt als Bremse, betätigen. Ohne geht’s nicht, sonst fliegt ihr hoffnungslos von der Piste. Doch ohne Fleiß kein Preis, denn die 200ccm werden erst freigeschaltet, wenn ihr alle anderen Cups in 150ccm samt goldener Trophäe gemeistert habt.

Continue-Fazit: Das zweite DLC-Paket macht genau dort weiter, wo das erste aufhörte: Acht (überwiegend) abwechslungsreiche und liebevoll überarbeitete Strecken fügen sich bestens in den Mappool von Mario Kart 8 ein und erhöhen die Anzahl spielbarer Cups auf insgesamt 12! Zusammen mit der 200cc-Klasse, die zum kostenlosen 4.0-Update gehört, zaubert Nintendo Spielern ein Highspeed-Dauergrinsen auf die Gesichter und lässt den lockeren Funracer zum bockschweren Skill-Festival mutieren – mehr davon!

WERTUNG: 9/10

Written by: Christoph Liedtke

Luftpolsterzerdrücker Vor über 20 Jahren entstand die Liebe zu Videospielen – SNES sei Dank. Es dauerte einige Zeit, bis ich auch der Hardware verfallen war. Nach Jahren der nerdigen Bildung mit diversen Spiele- und Technikmagazinen, entschloss ich mich 2012 erstmals über meine Passion zu schreiben. Es folgte ein Blog, ein Volontariat bei consol.AT sowie Gamers.at und derzeit schreibe ich als freier Redakteur für E-MEDIA. Um die Zeit neben Artikeln, Studium, Freundin und Hündin noch weiter zu dezimieren, entstand parallel unser Projekt namens CONTINUE, denn Videospiele und Technik dürfen niemals zu kurz kommen! Fragen, Anregungen, Feedback oder harsche Kritik bitte an: liedtke@continue-magazin.at Danke für’s Lesen und auf bald.

  • Michael Ferstl

    darum blinkt meine WiiU seit Tagen wie verrückt