Pac-Man Championship Edition 2

Der kleine gelbe Vielfraß ist wieder auf Geisterjagd.

Pac-Man ist ein alter Haudegen in der Szene. Seit sage und schreibe mehr als 35 Jahren rollt er schon über unsere Bildschirme und sein Bekanntheitsgrad reicht wohl von den Kids in der Volksschule bis hin zu Großeltern, die nicht unbedingt hinter dem Mond leben. Jeder kennt ihn, jeder liebt ihn und so ist es wieder an der Zeit, sich in ein neues Abenteuer zu schmeißen. Diesmal aber wieder zurück zu den Wurzeln, was auch gut so ist. Pac-Mans Versuche, die Welt mit neuen Ideen zu erobern sind mehr oder weniger gescheitert und so konnte man die Fanbase vor wenigen Jahren aber wieder zurückgewinnen, indem man mit Pac-Man Championship Edition das Core-Konzept genommen und in die Jetzt-Zeit adaptiert hat. Ohne Schnickschnack und ausgefallenen Ideen, die ohnehin überflüssig sind. Pac-Man ist im Kernkonzept genial genug, um auch heute noch zu überzeugen und so dürfen wir uns nun über den zweiten Teil der Championship Edition freuen.

Das Grundkonzept bleibt gleich, der Rest wurde state-of-the-art aufpoliert.

Das Grundkonzept bleibt gleich, der Rest wurde state-of-the-art aufpoliert.

Wie auch schon der erste Teil schickt euch Pac-Man Championship Edition 2 mit High-Speed durch die Labyrinth-Gänge und fordert eure Reaktionsfreudigkeit heraus. Ihr sammelt nach wie vor kleine Kügelchen auf und müsst den nervigen Geistern aus dem Weg gehen. Die Kügelchen sind im Labyrinth jedoch so angeordnet, dass man quasi den roten Faden durch das Level erkennen kann, dem man auch folgen sollte, um den perfekten Run hinzulegen. Schafft man das, kann man nicht nur Geister-frei ans Ziel kommen, sondern ist dem maximalen Highscore auch um ein Stückchen näher. Jedoch bergen die unterschiedlichen Level so ihre Tücken. Warp-Punkte, die euch an einen anderen Warp-Punkt im Labyrinth bringen sind anfangs vielleicht noch auf den ersten Blick nachvollziehbar, verhalten sich jedoch zunehmend anders. Apropos anders: Auch das Verhalten der Geister hat sich ein wenig geändert. Diesmal verliert ihr nicht gleich ein Leben, wenn ihr einen davon berührt, sondern macht ihn nach wiederholtem Male zornig, ehe er euch tatsächlich wutentbrannt angreift. Das ist auch gut so, denn durch die enorme Geschwindigkeit des Spiels werden Kollisionen unausweichlich sein.

Je länger die Geisterschlange, desto mehr Punkte winken am Ende.

Je länger die Geisterschlange, desto mehr Punkte winken am Ende.

In den Labyrinthen verteilt findet ihr auch kleine schlafende Geister-Minions, die ihr nacheinander aufweckt, solltet ihr ihnen zu nahe kommen. Jedoch ist dies kein Nachteil für euch, sondern sollte fokussiert werden, denn diese schließen sich dann dem großen Geist an und bilden eine Kette. Diese ist dann einerseits zwar schwerer zu umgehen, andererseits bringen all diese Geister im Finish enorme Punkte, solltet ihr alle auf einen Ruck fressen, habt ihr die Power-Pille geschluckt. Diese erscheint, nachdem ihr eine gewisse Anzahl an Kügelchen gefressen habt. In Leveln, wo es keine Power-Pille gibt, erscheint stattdessen eine Frucht, die das Level abschließt und euch zum nächsten weiterkatapultiert. Die Modi des Spiels setzten sich aus dem eben beschriebenen Hauptmodus zusammen; dem Score Attack, wo es zehn Level so gut wie möglich abzuschließen gilt und dem Adventure Mode, welcher gewisse Herausforderungen unter einer Zeitvorgabe und Bossfights bietet.

Habt ihr die Power-Pille geschluckt, räumt ihr richtig ab.

Habt ihr die Power-Pille geschluckt, räumt ihr richtig ab.

Fazit

Pac-Man Championship Edition 2 macht süchtig. Das Grundkonzept ist so genial, dass es nicht viel Schnickschnack benötigt, um interessant zu sein. Die Modi machen sind kurzweilig und machen Spaß, die grafischen Effekte lassen ein wenig Spielhallen-Feeling aufkommen und der Soundtrack ist ohnehin eine Klasse für sich. Kurzum: Suchtfaktor over 9000!

WERTUNG: 8/10

Wir bedanken uns bei Bandai Namco für die Bereitstellung eines Testmusters.

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at