Kung Fury – Die Sucht hat einen Namen

Wir alle lieben Highscores. Zumindest die ältere Generation unter uns, die noch in diversen Spielhallen aufgewachsen ist. Damals konnte man noch damit angeben, wenn sein dreistelliger Buchstabensalat am Bildschirm in den Top-Scores flimmerte. Stundenlang vor einem Spiel lungern und sich die Finger blutig tippen? Klingt nach Musik in meinen Ohren! Und genau hier kommt Kung Fury ins Spiel.

Eigentlich ist Kung Fury ein schwedischer Indie-Kurzfilm. Dieser wurde über Kickstarter finanziert und ist eine Hommage an die guten alten 80er Trash-Action-Movies mitsamt Titelsong von David Hasselhoff und absolut einzigartigem Look! Die Geschichte des Films lasse ich hier mal außen vor, da ihr euch diesen hier selbst in voller Länge ansehen könnt:

Das Spiel zum Film beschränkt sich auf ein einziges Element: Nazis vernichten!

So simpel das Ganze auch klingt, ist es im Endeffekt auch. Die Steuerung benutzt dazu lediglich zwei Tasten: die linke und rechte Richtungstaste. Von beiden Seiten erscheinen nach und nach verschiedene Nazi-Offiziere und Kämpfer, blonde Kung-Fu-Spezialistinnen oder auch Ninjas und Roboter. Allesamt sind mit gezielten Schlägen und Tritten auszuschalten. Benötigt ein normaler Kämpfer einen simplen Schlag ins Gesicht, verträgt ein Offizier bereits zwei Volltreffer. Damit es nicht ganz so simpel bleibt, sorgen dafür weitere Gegner-Typen. Hier werden auch Rechts-Links-Rechts Kombos benötigt, damit eurer Kombozähler in die Höhe schnellt. Und damit sind wir auch schon beim Key-Element des Spiels: je höher die Kombo, desto mehr Punkte bringt ein besiegter Gegner. Verfehlt ihr einen Schlag, sinkt euer Zähler drastisch und nehmt ihr einen Gegenschlag, gar noch mehr. Davon könnt ihr übrigens zwei einstecken. Danach heißt’s wieder zurück zum Start!

In Kung Fury ist schnelle Reaktion und perfekte Ausführung gefragt

In Kung Fury ist schnelle Reaktion und perfekte Ausführung gefragt

Es ist schier unbegreiflich, wie simpel und doch so fesselnd ein Spielprinzip sein kann. Kung Fury hat mir in den letzten Wochen einige Stunden gekostet. Die „eine Runde geht noch“ Floskel kennen wir alle. Dass es bei der nicht bleibt, ist uns auch allen klar. Noch dazu kommt der Freundes-Faktor, bei dem man seinen Score natürlich mit seinesgleichen misst. Und so steigt mein Highscore fast täglich immer wieder um einige Tausend Punkte…

Kung Fury ist für PlayStation 4 im PSN, Google Play, App Store, Windows Store, und auf Steam zum Preis von ca. EUR 2,00 – 4,00 und teilweise auch kostenlos erhältlich. Die auf 200 Stück limitierte C64 Version wäre ein Hingucker in jeder Sammlung, wird jedoch sehr schwer zu bekommen sein 😉

KUNG-FU-80S-TRASH-MOVIES-HOMMAGE-WERTUNG: 5/5

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at