Hollywood Justice. Selbstjustiz im amerikanischen Film 1915 – 2015

Die Geschichte des Films ist noch jung und bietet Raum für Forschung und Aufarbeitung. Der Autor Peter Vogl hat sich dem Thema Vigilantenfilme angenommen, welches bis dato noch unberührt in der Filmwissenschaft blieb. Sein Buch über die Selbstjustiz im amerikanischen Film soll diese Lücke schließen.

Es ist dies die weltweit erste Veröffentlichung, die alle wichtigen (und einige weniger wichtige) Vertreter dieses besonderen Genres vereint (und die nebenbei auch einen Blick auf die einschlägige Videospiel-Kultur wirft). Von der Ku Klux Klan-Verherrlichung in Birth of a Nation (1915) bis zum Kampf gegen Mexikos Drogenmafia im Dokumentarfilm Cartel Land (2015) nehmen immer wieder filmische Protagonisten das Recht in die eigene Hand.

Der Vigilant ist ein dominanter und immer wiederkehrender Mythos der amerikanischen Kultur. Er ist kein bloßer Rächer, sondern vehementer Verfechter von tödlicher Selbsthilfe, die einer gerechten Sache dient. Charles Bronson in Death Wish (Ein Mann sieht rot); Clint Eastwood als Dirty Harry; Batman – sie und viele andere greifen dort hart durch, wo der Rechtsstaat versagt.

„Hollywood Justice“ ist Nachschlagewerk, historischer Überblick und Analyse in einem. Eine Enzyklopädie filmischen Faustrechts.

Das Buch ist im März 2016 erschienen und als Taschenbuch über Amazon zu bestellen sowie auch in allen gängigen Buchläden erhältlich. Das eBook kann über den Mühlbeyer Filmbuchverlag bezogen werden.

Fazit

Der Autor hat hier sehr ausgiebige Recherche betrieben. Das Buch bietet einen angenehmen Einstieg in das Thema, indem es zunächst die Thematik auf leicht verständliche Weise beleuchtet. So wird auch Lesern, die mit dem Thema bislang noch nichts anfangen konnten, alles ausgiebig erläutert. Die Filmbeispiele und deren Aufarbeitung erstrecken sich über die letzten 100 Jahre der Filmgeschichte und lassen auch Klassiker wie Taxi Driver, Der blutige Pfad Gottes oder Christopher Nolan’s Batman-Trilogie nicht aus. Ein zusätzliches Kapitel beleuchtet auch Vigilanten in Videospielen, sowie eine komplette Auflistung von betroffenen Filmen und relevanten TV-Sendungen. Das Buch bietet alles Wissenswerte zum Thema in kompakter Taschenbuchform und angenehm verständlich geschriebenem Text. Hollywood Justice ist ein beispielloses Nachschlagewerk für Filmfans.

Wir bedanken uns beim Autor Peter Vogl für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at