Gartenkrieg Teil 2 – Die Zombies sind zurück!

Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2 bringt nicht nur neue Klassen, sondern auch massenhaft neuen Umfang mit sich. Lasset die Spiele beginnen!

Zugegeben, das Konzept von Garden Warfare ist einfach zu schrill, um es eigentlich glauben zu können: Sonnenblumen, die einen mit Lichtstrahlen verfolgen; Zombies, die als Ingenieure getarnt sind; Maiskörner, die einen auf John Rambo machen … den abgedrehten Ideen scheint kein Ende gesetzt zu sein. EA bringt mit dem Nachfolger des doch recht erfolgreichen Fun-Shooters nun endlich frischen Wind in eure Gärten. Let’s have a look.

Größer. Abgedrehter. Größer.

Größer. Abgedrehter. Größer.

Gärtner aufgepasst! Verstärkung naht!

Insgesamt sechs davon könnt ihr in Garden Warfare 2 zusätzlich zu den bereits bekannten aus dem ersten Teil spielen. Da wäre zu allererst einmal Major Mais, welcher schnelle Schusswechsel, Rocket Launcher und Luftangriffe mit sich bringt. Mit seinem MG-Geschoss teilt er zwar heftig aus, wird aber aufgrund der langsamen Fortbewegung schnell zur Zielscheibe der Zombies.

Zitron hingegen ist das genaue Gegenteil. Der mit Samus Aran schnell zu verwechselnde Charakter schießt seinen Orangensaft mit geringerem Schaden auf Gegner, kann aber durch seine Wendigkeit und einem Schild punkten. Der Morph-Ball-Modus mit Boost lässt dann sämtliche Zweifel ausräumen, dass man sich hier an der Protagonistin aus dem Metroid Universum orientiert hat.

Dann wäre da noch Rosie, welche seit dem Release merklich abgeschwächt wurde. Sie hat nicht nur die Fähigkeit, Gegner zu lähmen, sondern auch, diese in Ziegen zu verwandeln. Ihr könnt euch schlussendlich auch noch in eine Geist-Form verwandeln und einen vernichtenden Schlag gegen die Hirn-Nager ausführen.

Die neuen Helden der Pflanzen-Garde

Die neuen Helden der Pflanzen-Garde

Neue Klassen braucht das Zombie-Land

Auf der Seite der Zombies macht Super Brainz den Anfang. Sieht ein wenig wie ein Verschnitt aus Superman und Fritz Phantom aus, lässt seinem Namen jedoch alle Ehre gerecht werden. Mit seinen Tornado-Wirbel versetzt er alle Pflanzen schnell mal in einen Drehwurm, ehe er ihnen mit seinem Laserstrahl den Garaus macht.

Der Wicht ist einfach nur nervenraubend. Spielt man gegen ihn, wird man den Verstand verlieren. Durch seine kleine Größe und hohe Agilität, ist er ein schwer auszumachendes Zielobjekt. Mit geringer Lebensenergie ist er bei einem Volltreffer jedoch schnell von der Bildfläche verschwunden. Wollt ihr mit dem kleinen Racker jedoch mal so richtig auftrumpfen, könnt ihr zu eurem Z-Mech greifen, der euch zwar massiv verlangsamt und für Pflanzen ein gefundenes Fressen ist, aber ihr teilt ja immerhin auch kräftig aus und könnt sogar die Explosion des Z-Mech nutzen, um Pflanzen zu eliminieren.

Käpt’n Totbart, der Pirat unter den Untoten, hat zwar ganz ordentliches Kanonenfutter, lässt jedoch mit seiner Hauptwaffe etwas zu wünschen übrig. Er ist wohl der Schwachpunkt unter den neuen Klassen.

Aye! Wo ist mein Rum?

Aye! Wo ist mein Rum?

Neue Modi für alle!

Der Online-Modus, bei dem ihr an einem 12 vs. 12 Kampf teilnehmt, ist gleichzeitig lustig, aber auch extrem hektisch. Ihr müsst eure Basis verteidigen und verhindern, dass die gegnerische Meute diese in einer vorgegebenen Zeit einnimmt. Schafft sie dies unglücklicherweise doch, geht’s weiter zur nächsten Basis. Ein Game Over ist in dem Fall noch weit entfernt und das ist auch das, was das Spiel so interessant macht. Insgesamt gilt es sechs Basen einzunehmen, ehe der finale Gong ertönt. Somit ist es möglich, das Spiel auch noch in letzter Sekunde komplett zu drehen, sollte man in den Anfangsmomenten unter die Räder gekommen sein. Ein gelungenes Konzept, um frustrierte Spieler an einem Ragequit zu hindern. Außerdem bleibt so das gesamte Match spannend bis zum letzten Augenblick.

Zusätzlich werdet ihr noch einige andere Modi vorfinden, wie beispielsweise, wenn ihr die Flagge im Hinterhof hisst und im nächsten Moment von Opponenten überrannt werdet. Dann heißt es verteidigen, bis zum letzten Atemzug! Ihr könnt dasselbe Spielchen sowohl alleine, als auch im Co-op Modus online oder per Splitscreen in Angriff nehmen, wie auch sämtliche anderen Modi.

Das Questboard hält Aufgaben für euch parat, welche euren Erfahrungsbonus steigern!

Das Questboard hält Aufgaben für euch parat, welche euren Erfahrungsbonus steigern!

Gotta get ´em all

Um noch ein nettes ’90s Gimmick ins Spiel zu bringen, werdet ihr kleine Kartenpäckchen vorfinden, die es mit euren verdienten Münzen zu kaufen gilt. Darin enthalten sind diverse Unterstützerkarten, die Pflanzen für beide Seiten enthalten und in dafür vorgesehene Gefäße während des Kampfes platziert werden können. Manchmal schummeln sich dann auch etwaige Sticker darunter, die, wenn sie komplettiert sind, neue Charaktere für eure Klassen mit unterschiedlichsten Fähigkeiten freischalten. Und davon gibt es eine erstaunliche Menge! Das Spiel wurde übrigens um dieses Feature herum designed, Päckchen um Echtgeld gibt es erst seit dem letzten Update zu kaufen und ist durch regelmäßiges Spielen auch nicht erforderlich.

Fazit

Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2 hat mich positiv überrascht. Ich hatte Teil 1 nie gespielt und nur aufgrund der Empfehlung eines Freundes bin ich darauf Aufmerksam geworden. Seither hat es mich förmlich an die Konsole gefesselt. Es macht richtig viel Spaß an dem ganzen Unfug teilzuhaben, neue Charaktere auszuprobieren, Klassen zu wechseln oder gleich die ganze Seite. Diese spielen sich alle so unterschiedlich, dass nie Platz für Langeweile ist und man immer was Neues entdecken kann. Der Online-Modus funktioniert tadellos und auch der freischaltbare Umfang beschäftigt einen wohl mehrere Monate. Lediglich die Singleplayer-Missionen sind etwas schwach, aber der Fokus liegt ohnehin wo anders. Wer mal einen abgedrehten Fun-Shooter der etwas anderen Art sucht, wird hier definitiv fündig!

WERTUNG: 8/10

Wir bedanken uns bei Electronic Arts für die Bereitstellung eines Testmusters.


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Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at