Eagle Flight VR

Schon mal davon geträumt, fliegen zu können? Mit Eagle Flight wird euer Traum Wirklichkeit …

Eagle Flight ist ein simples, dennoch sehr liebevoll gestaltetes Spiel für die PlayStation VR und die Geschichte ist recht einfach: 50 Jahre nachdem der Menschheit der Garaus gemacht wurde und die Erde wieder frei ist, hat sich die Natur diese wieder zurückerobert. Mit ihr auch eine Vielfalt an Tieren, die sich inmitten vom mittlerweile überwucherten Paris eingenistet haben. Ihr übernehmt die Rolle eines Adlers, dem König der Lüfte.

Das verlassene Paris ist leicht im Comic-Stil gehalten

Das verlassene Paris ist leicht im Comic-Stil gehalten

Eagle Flight bietet euch einen Story-Modus an, welcher durch verschiedensten Aufgaben führt. Nach und nach schaltet ihr neue Gebiete und Herausforderungen frei, die vom simplen „durch-die-Ringe-fliegen“ bis hin zum erbitterten Kampf in luftigen Höhen führen. Die Steuerung übernimmt dabei komplett die VR-Brille. Ihr seht einfach in die Richtung, in die ihr fliegen wollt – egal ob rauf, runter, links oder rechts. Um eine schöne Wende zu fliegen, neigt ihr den Kopf einfach in die gewünschte Richtung. Euer Blickfeld verändert sich, je nach Lage und schränkt euch gegebenenfalls ein, wodurch ihr tatsächlich das Gefühl bekommt, der Adler selbst zu sein.

Auch in der U-Bahn heißt es immer wieder Nerven bei Wettrennen bewahren

Auch in der U-Bahn heißt es immer wieder Nerven bei Wettrennen bewahren

Habt ihr euch erst mal an die Steuerung gewöhnt, kommt dann doch auch der Controller zum Einsatz. Diesen könnt ihr nicht nur für die Auswahl in Menüs hernehmen, sondern bremst oder beschleunigt auch euren Flug damit. Das war’s, so simpel, so einfach – und es funktioniert erstaunlich gut und präzise. Ihr werdet in der rund vierstündigen Kampagne aber nicht nur mit dem Sammeln von Federn (Assassin’s Creed lässt grüßen) oder Fliegen durch Ringe beschäftigt sein. Der Kampf um die Lüfte ist neu entfacht und fordert euer Geschick. Nicht nur in Verfolgungen, sondern auch als Beschützer dürft ihr euch einen Namen machen, indem ihr geschickt auf eure Gegner hin navigiert und sie mit einem gekonnten Adlerschrei verjagt. Besser gesagt, mit der furchteinflößenden Schockwelle eures Geschreis. Immer wieder kreuzen auch Windböen euren Flugweg und geben euch einen ordentlichen Boost. Das kann beim Fliegen durch Ringe oder schmale Passagen oftmals auch ein Rendezvous mit dem nächsten Hindernis bedeuten, was eher zu vermeiden wäre, da sonst eure Lichter ausgehen. Aber das Gefühl von hoher Geschwindigkeit kommt dabei gut rüber und man schreit bald nach mehr.

Optisch ist das Spiel ein Augenschmaus

Optisch ist das Spiel ein Augenschmaus

Außerdem mit an Bord ist ein Multiplayer-Modus. In diesem an „Capture-the-Flag“ angelehnten Modus macht ihr Jagd auf Wild, welches in Paris rumliegt. Es ist ein etwas ulkiges, dennoch witziges Erlebnis, durch Paris‘ Lüfte zu gleiten und dabei einen Hasen im Maul und etliche Verfolger im Nacken zu haben. Eure Teamkameraden können euch nur beschränkt unterstützen, da ihr auf eure Schreie limitiert seid. Ebenso ihr selbst, sollte einer eurer Teamkameraden das Tier im Maul haben. Die Lernkurve von Eagle Flight ist oft steil, aber niemals frustrierend. Ein kurzes, dennoch lustiges Vergnügen. Einzig und allein den Preis könnte man etwas bemängeln, ansonsten kann man hier seinen inneren Frieden finden.

Fazit

Eagle Flight hat mir einigen Spaß bereitet. Erst war ich skeptisch, da ich dachte, es gäbe mehr als nur eine Stadt. Aber auch wenn es lediglich auf Paris beschränkt ist, gibt es eine Menge zu finden. Der Story-Fortschritt geht recht flott über die Bühne, außer, man möchte in jeder Mission seine drei Sterne ergattern. Dafür ist jedoch maximales Geschick und Ausdauer gefragt. Der Multiplayer-Modus ist witzig, aber wohl zu wenig umfangreich, um auf Dauer Anreiz zu bieten. Demnach ist Eagle Flight ein wunderbarer Titel zum Ausprobieren und Entspannen. Wer sich also den Traum vom Fliegen erfüllen will, kann dies damit nun tun.

WERTUNG: 7.5/10

Wir bedanken uns bei Ubisoft für die Bereitstellung eines Testmusters.


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Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at