Dragon Ball Fusions

Einmal mehr heißt es für Dragon Ball Fans auf in den Kampf, doch lohnt sich dieser überhaupt?

Die Dragon Ball Franchise hatte auf Heimkonsolen immer wieder für spannende Momente am TV gesorgt. Manche Spiele des Kult-Anime bzw. Mangas konnten dabei mehr überzeugen, als andere. Nun geht man mit Dragon Ball Fusions ganz neue Wege und fusioniert (haha) die Xenoverse-Reihe mit dem RPG Genre und bringt einen Ableger auf den Nintendo 3DS.

Dragon Ball Fusions

Ihr übernehmt im neuesten Teil der Reihe die Rolle eines von euch selbst erstellten Charakters, welchen ihr sowohl im Aussehen und Geschlecht, als auch der Rasse anpassen könnt. Die Story des Spiels ist schnell erzählt: Ihr habt wieder mal alle sieben Dragon Balls gefunden und wünscht euch gemeinsam mit eurem Freund Pinich von Shenlong ein absolutes Knaller-Turnier herbei, um den ultimativen Kämpfer im Universum zu krönen! That’s it. Danach ist es eure Aufgabe ein Team zusammenzustellen und dieses hochzuleveln. Dabei erscheinen euch die verschiedensten Charaktere aus unterschiedlichen Zeitlinien. Dies ist euch aufgrund der Tatsache, dass ihr Zeitrisse öffnen und besagte Charaktere herbeirufen könnt, möglich.

Dragon Ball Fusions

Euer Team muss auf insgesamt fünf Kämpfern bestehen. Daher heißt es rekrutieren, was das Zeug hält. Habt ihr die ersten Kämpfe bestritten und höhere Level erreicht, könnt ihr gegen stärkere Gegner und Gruppen antreten und diese wiederum von eurer Gruppe überzeugen. Außerdem sammelt ihr unterschiedliche Energie in Kämpfen, wenn sich Kämpfer verschiedener Rassen euch anschließen. Diese braucht ihr, damit Energiebarrieren, die auf den Inselgruppen verteilt sind, zerstört und passiert werden können. So kommt ihr dann auch in der Story voran.

Das Interessanteste ist jedoch das neue Kampfsystem, welches auf den ersten Blick recht simpel erscheinen mag, unter der Haube aber recht komplex ist. Sämtliche Charaktere befinden sich auf einer Linie, welche Runde für Runde abgearbeitet wird. Dabei können einige Charaktere jedoch schneller sein, als andere, was wiederum bedeutet, dass ihr nicht immer abwechselnd an der Reihe sein müsst. Dafür können andere Rassen eher in Punkto Stärke brillieren. Ist es an der Zeit eure Attacke zu landen, könnt ihr aus drei verschiedenen Arten auswählen: Nahkampf, Ki-Explosionen oder Spezial-Move. Es ist dabei wichtig, wen ihr angreift, da das Kampfgeschehen dem Prinzip von Schere-Stein-Papier folgt, jedoch noch etwas obendrauf setzt: die Position!

Dragon Ball Fusions

Es ist äußerst wichtig, die Richtung eurer Attacke durch die Position zu bestimmen, da nach erfolgtem Angriff der Kontrahent über das Spielfeld geschleudert wird. Das kann bedeuten, dass er dann zu einem Kämpfer eurer Gruppe gelangt, welcher ihm nochmals zusätzlichen Schaden aufbrummt oder auch zu einem Mitstreiter seiner Gruppe, der dann ebenfalls Schaden nimmt und auf Reisen geht. Schafft ihr es, jemanden aus dem Kampfring zu befördern, bekommt ihr obendrein einen Schadensbonus und habt die Möglichkeit am Ende eines Kampfes neue Attacken zu lernen. Außerdem wird seine Position auf der Zeitlinie zurückgesetzt und seine Angriffsmöglichkeit wieder nach hinten gereiht. Attacken können jedoch auch geblockt und die Auswirkungen dadurch reduziert werden. Neben der Position am Spielfeld wählt ihr nämlich auch die Richtung der Attacke aus einem 8-Wege Kreis. Geblockt werden kann durch die simple Richtungs-Auswahl mit dem Analog-Stick. Ihr deckt dabei die Hälfte des Kreises ab. Je nachdem, aus welcher Richtung die Attacke kam, könnt ihr einen perfekten Angriff landen oder die Attacke mehr oder weniger effektiv abblocken.

Dragon Ball Fusions

Wie der Titel des Spies schon verrät, könnt ihr in Dragon Ball Fusions auch fusionieren. Es gibt aber nicht nur die Möglichkeit der aus Dragon Ball Z bekannten Zweier-Fusionen, sondern auch eine Fusion aus allen fünf Kämpfern, sowie eine, die auch außerhalb von Kämpfen durchgeführt werden kann. Die Fusionen bleiben dann auch unterschiedlich lange bestehen. Da euch jedoch Kämpfer aus Dragon Ball, Dragon Ball Z, Dragon Ball GT und sogar schon Dragon Ball Super zur Verfügung stehen, lassen sich so über 1.000 verschiedenen Fusionen und somit spielbare Charaktere erzeugen.

Die grafische Repräsentation ist stimmig gehalten, protzt jetzt aber nicht mit gewaltigen Effekten oder beeindruckenden Landschaften. Zweckdienlich würde ich sie nennen. Schade ist, dass die Texte – sollten diese zu lang sein – einfach zusammengequetscht werden, anstatt zu scrollen. Der Charaktereditor ist zwar im Spiel integriert, um euer Aussehen und die Kleidung, die ihr im Spiel findet, jederzeit zu ändern, bleibt aber in seinem Umfang begrenzt. Wer Dragon Ball kennt und liebt wird eine Menge Spaß mit dem Spiel haben, das jedoch mehr Potential hat, als im Endeffekt ausgeschöpft wurde.

Fazit

Mit Dragon Ball Fusions hatte ich mir einen netten kleinen Ableger für den 3DS erwartet, der nichts weiter ist, als ein Kampfspiel nach dem üblichen Prinzip. Herausgekommen ist jedoch ein recht komplexes Kampfsystem, welches man auf den ersten Blick nicht erwartet. Von Fire Emblem oder Advance Wars angehaucht verleiht die Positionswahl und Richtung der Attacken dem Spiel das gewisse etwas, wodurch es sich vom Rest abhebt. Und das ist ein purer Genuss. So stört es mich auch nicht, dass die Kämpfe gegen Ende hin etwas länger werden, da man hier eben bis zum letzten Zug Taktieren muss und es dann ein hart erarbeiteter Erfolg war. Schade also, dass man nicht das komplette Potential des Spiels ausgereizt hat und der Rest etwas zu kurz gekommen ist. Allenfalls sei das Spiel jedem empfohlen, der mit Dragon Ball wertvolle Kindheitserinnerungen verbindet oder den etwas anderen Prügler am 3DS sucht.

WERTUNG: 8/10

Wir bedanken uns bei Namco Bandai für die Bereitstellung eines Testmusters.


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Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at