BioShock: The Collection

Aller guten Dinge sind drei und die gibt’s ab sofort in einer Collection zu finden – die Rede ist natürlich von der BioShock Trilogie!

Was war das nicht für ein überwältigender Anblick, als man sich das erste Mal mit der Unterwasser-Kapsel durch die Gewässer von Rapture bewegte. Eine riesige Stadt unter Wasser, inspiriert von Jules Verne, streckte sich vom Meeresboden empor und wartete darauf, von uns erkundet zu werden. Dazu noch ein leicht melancholischer Soundtrack auf der Geige und der Funkspruch eines Unbekannten. Fertig war das Gänsehaut-Feeling.

BioShock: Die erste Begegnung mit Mr. Bubbles bleibt unvergessen

BioShock: Die erste Begegnung mit Mr. Bubbles bleibt unvergessen

All jenen, die BioShock nie gespielt haben oder deren Erinnerungen etwas eingerostet sind, helfen wir bezüglich Handlung gerne auf die Sprünge.

BioShock

Im ersten Teil der Reihe findet ihr euch anno 1960 in einem Flugzeug wieder. Ihr habt einen Drink in der Hand und zieht genüsslich an einer Zigarette, ehe das Flugzeug plötzlich abstürzt. Ihr überlebt den Aufprall im Atlantik allerdings und könnt aus den Untiefen des Gewässers an die Oberfläche zurückschwimmen und rettet euch zum nahegelegenen Leuchtturm, welcher aus dem Wasser emporragt. Dort angekommen findet ihr eine Kapsel vor, die euch erneut ins kühle Nass führt. In Rapture angekommen werden euch ziemlich bald umfangreiche Informationen zu einem gewissen Andrew Ryan, dem Gründer und Herrscher der Stadt, zugesteckt. Größtenteils dafür verantwortlich zeichnet sich Atlas, ein Unbekannter, der euch per Funk kontaktiert und bittet, seine Familie zu suchen und zu retten – denn Rapture ist ein Ort, den man am Besten meidet. Die Bewohner sind fast gänzlich Opfer einer gewissen Substanz namens ADAM geworden und nicht mehr zurechnungsfähig. Außerdem wurde die Stadt von Little Sisters und Big Daddies heimgesucht, denen ihr am besten nur mit ausreichendem Geschick entgegentretet. Aber ADAM lohnt sich auch für euch, denn es wird für Upgrades und Plasmide verwendet, die euch beinahe schon übernatürliche Kräfte verleihen und eine gelungene Abwechslung zu den herkömmlichen Schusswaffen bilden. So macht ihr euch also auf die Suche nach Antworten…

BioShock 2: Die Rückkehr nach Rapture birgt neue Gefahren

BioShock 2: Die Rückkehr nach Rapture birgt neue Gefahren

BioShock 2

Ganze acht Jahre nach den Ereignissen vom ersten Teil betretet ihr erneut die Stadt unter dem Meeresspiegel. Rapture wird mittlerweile von Sofia Lamb geleitet, die es sich als Ziel gesetzt hat, den menschlichen Egoismus abzuschaffen. Im Gegensatz zu Jack, dem Protagonisten aus BioShock, übernehmt ihr im Sequel die Rolle eines Big Daddy-Prototypen namens Delta. An eurer Seite steht Eleanor, die Tochter von Sofia Lamb, welche euch wieder ins Leben gerufen hat, nachdem ihr vorübergehend außer Gefecht gesetzt wart. Gemeinsam habt ihr nur ein Ziel: Den Kopf der Herrscherin.

BioShock Infinite

Der dritte Teil der Serie spielt erstmals nicht in der Unterwasserstadt, sondern versetzt euch in luftige Höhen. Ort des Geschehens ist diesmal eine ebenfalls von Jules Vernes inspirierte Stadt über den Wolken: Columbia. Diese ist eine Personifikation der Vereinigten Staaten von Amerika und wird von einem futuristischen Szenario im Jahre 1912 untermalt. Der Spieler schlüpft dabei in die Rolle von Booker DeWitt, einem ehemaligen Detektiven. Eure Suche gilt Elizabeth, mit deren Fund ihr alte Schulden begleichen wollt. Auf eurem Weg kreuzt ihr allerdings immer wieder Schlachten zwischen den Gründern von Columbia und der Vox Populi. Später stellt sich heraus, dass Elizabeth eine nicht unwichtige Rolle in diesen Auseinandersetzungen spielen sollte. Auf euren Fersen klebt ständig ein sogenannter Songbird, ein riesiger Roboter-Vogel, der als Beschützer von Elizabeth gilt und ihre Befreiung durch Booker mit aller Kraft verhindern will. Im Spielverlauf durchlebt ihr immer wieder Abenteuer und Szenarien an verschiedensten Schauplätzen, die Dimensionsrissen geschuldet sind, welche durch die übernatürlichen Fähigkeiten eurer weiblichen Begleitung durchschritten werden können. Für Überraschungen auf eurer Reise ist gesorgt, der Ausgang der Geschichte steht jedoch in den Wolken.

BioShock Infinite: Höhenflüge auf Columbia

BioShock Infinite: Höhenflüge auf Columbia

BioShock: The Collection

Alle drei Spiele waren ursprünglich für die letzte Generation an Konsolen, sowie für PC und Mac erschienen. Wer diese nicht besitzt oder auf eine ultimative Collection gewartet hat, darf sich freuen. Sämtliche Spiele und deren Einzelspieler-DLC Inhalte (siehe Anhang) wurden nun auf zwei Discs gepresst und erfreuen sich einer optischen, sowie technischen Überarbeitung. Das wohl markanteste Detail stellt die Performance dar, welche Spieler die Abenteuer in Full HD sowie konstanten 60fps erleben lassen. Optisch wurde an einigen Stellen geschraubt: Texturen wurden getauscht, Bump Mapping hinzugefügt und auch die Kulisse ein wenig überarbeitet. Kleine Seesternchen hier und da; Fische und andere Lebensformen schwimmen nun durch das Meer an Stellen, wo vorhin keine waren oder auch Seegras und Efeu schmücken nun einige neue Stellen und sorgen für ein immersiveres Erlebnis unter Wasser und in luftigen Höhen. Außerdem findet ihr in der überarbeiteten Version von BioShock, dem ersten der drei Spiele, goldene Filmrollen verteilt, welche die brandneue Director-Kommentar-Serie namens „Imagining BioShock“ freischalten. Diese bietet euch bis zu zwei Stunden an Director-Kommentaren u. a. von Ken Levine, dem Creative Director bei BioShock und BioShock Infinite, sowie von Shawn Robertson, dem Animation Lead bei BioShock und Animation Director bei BioShock Infinite. Also selbst für erfahrene BioShock Fans ein kleines Gustostückerl zum erneuten Durchspielen.

Fazit

Über die BioShock Spieleserie bedarf es eigentlich keinerlei großer Worte. Diese ist nicht nur eine der bestbewertesten Spielereihen der letzten Konsolengeneration, sondern auch eine große Lücke in der eigenen Videospielerfahrung, sollte man die Trilogie ausgelassen haben. Alle drei Titel zählen für mich zum Besten, was es am Markt zu kaufen gibt und ich lege jedem einzelnen da draußen vor allem Teil eins wärmstens ans Herz. Nicht nur die packende Story, sondern auch die Kombination aus Kampfwaffen und Plasmiden ist eine gelungene Abwechslung zum üblichen 08/15 Shooter, weshalb ich BioShock auch nicht als solchen sehe, sondern eher in die Kategorie Survival-Horror geben würde. Wie dem auch sei, BioShock: The Collection ist ein Pflichtkauf für jeden Videospieler.

WERTUNG: 10/10


Information zum Inhalt der Collection

BioShock: The Collection wird auf zwei Discs veröffentlicht und umfasst die kompletten Einzelspieler-Inhalte von BioShock, BioShock 2 und BioShock Infinite, inklusive aller Einzelspieler-Erweiterungen. 

Erweiterungsinhalte von BioShock: The Collection:

BioShock

  • Museum of Orphaned Concepts
  • Challenge Rooms

BioShock 2

  • Minerva’s Den
  • Protector Trials

BioShock Infinite

Alle episodischen Erweiterungsinhalte:

  • Erweiterungspaket ‚Clash in the Clouds‘
  • Erweiterungspaket ‚Burial at Sea – Episode 1‘
  • Erweiterungspaket ‚Burial At Sea – Episode 2‘

Alle Zusatzinhalte:

  • Belohnungs-Paket ‚Industrial Revolution‘
  • ‚BioShock Infinite‘-Upgrade-Paket
  • ‚Columbia’s Finest‘-Paket
  • Comstocks ‚China Broom‘-Schrotflinte
  • Comstocks ‚Bird’s Eye‘-Scharfschützengewehr

Wir bedanken uns bei 2K für die Bereitstellung eines Testmusters.


Wer uns unterstützen möchte, kann über unseren Amazon-Partnerlink oder direkt über folgende Auswahl einkaufen. Der Preis bleibt unverändert; uns kommt jedoch ein kleiner Betrag zugute, über den wir uns natürlich freuen würden 🙂

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at