Auf der Suche nach dem Zen bei Hint Hunt Vienna

Wir haben uns ins Real-Life gewagt, um nach der ultimativen Herausforderung zu suchen – und wir haben sie gefunden!

Müsste man das Team des Continue-Magazins in einem Satz beschreiben, würde man dies unweigerlich damit zusammenfassen können, dass wir eigentlich alle nur Menschen sind, die spielen wollen. Und damit wir endlich auch vom Bildschirm wegkommen, haben wir die Räumlichkeiten von Hint Hunt Vienna aufgesucht, um auch im echten Leben von Knobeleien und knackigen Rätseln gefordert zu werden.

Wie kann man Hint Hunt kurz und knackig beschreiben? Man befindet sich in einem Raum und sucht nach Schlüsseln, Hinweisen, Codes, Zahlenkombinationen oder ähnlichen Dingen, um kontinuierlich ein Rätsel nach dem anderen abzuhaken, welche uns wieder aus dem Raum entkommen lassen. Dabei hängt einem ein Countdown im Nacken, welcher die Intensität des Fluchtversuchs enorm erhöht. Und weil das allen sehr viel Spaß gemacht hat, möchten wir unsere Erlebnisse mit euch teilen und haben dazu auch einen Podcast aufgenommen, welchen ihr am Ende des Artikel findet.

Der Eingang zum Untergang? Im U-Boot warten einige Aufgaben auf euch.

Der Eingang zum Untergang? Im U-Boot warten einige Aufgaben auf euch.

Blex

Ich hatte mir schon ewig vorgenommen, endlich mal eines der Myriaden an Escape the Room-Spiele zu probieren, welche gerade wie die berühmten Schwammerl aus dem Wiener Boden schießen. Praktisch, dass wir uns das als Gruppenübung vorgenommen haben – und die Erfahrung habe ich definitiv nicht bereut. Mit fünf Leuten in einem relativ kleinen Raum eingesperrt sein, klingt im ersten Moment nicht so verlockend, doch in Verbindung mit einer Masse an Rätseln macht das Ganze ordentlich Spaß. Wichtig ist dabei, dass die Teammitglieder ordentlich miteinander kommunizieren (und keine Rätsel doppelt machen, hüstel) – ansonsten wird das mit dem Ausbruch aus dem Zimmer innerhalb einer Stunde nix.

Der Zen Room bei HintHunt Vienna war auf jeden Fall ein gebührender Einstieg in die Welt der Escape the Room-Spiele für mich. In einem stimmig japanisch dekorierten Zimmer, das sich nach der Absolvierung einiger erster Rätsel auch noch erheblich verwandelt hat,  mussten wir einige Artefakte und anschließend den Schlüssel zur Ausgangstür finden, bevor die Polizei vor Ort eintraf. Das klappte im Großen und Ganzen sehr gut: Da jeder Teilnehmer unterschiedliche Stärken, Schwächen und Vorgangsweisen mitbringt, ergänzen sich diese hervorragend. Ein leichtes Gespür für Zahlenrätsel und eine gewisse Kombinationsgabe sind aber auf jeden Fall sehr hilfreich, um rechtzeitig aus dem Raum zu entwischen. Wenn wir dann doch einmal an einer mentalen Barriere gestrandet waren, bekamen wir von unserer Game-Masterin per Bildschirm kleine textbasierte Schubser in die richtige Richtung – sehr angenehm, wenn das Hirngetriebe mal für ein paar Sekunden aussetzt.

Unangenehmerweise hatten wir die Tipps teilweise auch notwendig, denn der Raum war vor unserem Eintreten nicht komplett korrekt präpariert worden. Einige Detailrätsel konnten wir dadurch nicht in ihrem vollem Umfang genießen, und als der Ausgang aufging, suchten wir noch weiter nach dem Schlüssel – er hätte nämlich so nicht aufgehen sollen. Das ist zwar ärgerlich und hinterlässt einen leicht unangenehmen Beigeschmack, den allgemeinen Eindruck des Abends kann es aber dennoch nicht schmälern. Der Raum wurde von uns quasi vor der offiziellen Eröffnung getestet, und so kann es schon passieren, dass Fehler passieren. Mir hat es jedenfalls so viel Spaß gemacht, dass ich mir die gesamte Rabaukentruppe für zwei weitere Besuche gesichert habe. Team Continue: Wir lösen Ihre Fälle!

Cori

Wegen meiner Zuneigung zu Point ’n Clicks, habe ich mich schon mit Helden wie Guybrush Threepwood, Brian Basco, Victoria McPherson und Edna auf große Reisen durch komplett verquere Welten mit unzähligen Rätseln gemacht. Umso lustiger war es, jetzt einmal selbst die Position derer zu übernehmen und in einem Raum mit zwei verschlossenen Türen komplett aufgeschmissen zu sein. Gott sei Dank hatte ich ja liebe Leute dabei, die mit mir in der selben Situation festsaßen. Heiße sechzig Minuten hatten wir Zeit, um den Raum vollkommen auf den Kopf zu stellen und ich muss sagen, es war die perfekte Mischung aus Spaß und Stress! Ich nenne es „Spess“. In jeder Ecke saß einer von uns und drehte Gegenstände wie Vasen oder Fächer in alle Richtungen, um weitere Hinweise zu finden. Ich erwischte mich oft selbst auf dem Boden liegend, mit dem Kopf unter einem Regal, auf der Suche nach Schlüsseln oder Codes. Hint Hunt ist eine wirklich lustige Sache, in der Teambuilding groß geschrieben wird. Ob ich gehooked bin? So sehr wie El Pollo Diablo ein gefürchteter Riesenhahn ist!

Teambuilding ist gefragt! Ansonsten könnte es auch so enden.

Teambuilding ist gefragt! Ansonsten könnte es auch so enden.

Michael

Ich war ja schon immer ein Fan von Knobeleien. Die The Room Spiele habe ich ja förmlich auf meinen iOS-Geräten verschlungen. Nun sollte es also auch im Real-Life soweit sein und wow, das war ja mal richtig cool. Als die verbleibenden 60 Minuten auf der Anzeigetafel aufschienen, war mein Körper sofort mit Adrenalin vollgestopft. Wo ist der erste Schlüssel oder der Hinweis, welcher uns voran bringt? Hier ein Zettel, dort eine Vase, unterhalb ein Zahlenschloss – die Übersättigung an möglichen Fortschritten knallt anfangs so richtig rein. Plötzlich schreit jemand aus dem Team, er hätte einen Schlüssel gefunden. IT – IS – ON! Was danach kam war reine Schweißtreiberei. Aber nach dem erfolgreichen Abschluss fühlt man sich wie der König der Welt. Man hat etwas geschafft und das Team war erfolgreich. Beim Drink danach konnte man richtig spüren, wie die Freundschaften ein Stückchen mehr zusammengeschweißt wurden. Wird es ein nächstes Mal geben? Das ist wohl so sicher, wie das Amen im Gebet!

Ronja

Myst war mein erstes Rätselspiel wie für sicher einige Leute. Die The Room Games sind an mir nur vorüber gegangen, weil ich immer entweder das richtige Smartphone oder zu wenig Geduld dazu hatte. Dementsprechend gehyped war ich, endlich mal eines von diesen viel besprochenen Real Life Rätseldingern auszuprobieren. Und ich wurde nicht enttäuscht. Noch sehr neu im Continue-Team gaben mir die 60 Minuten adrenalingetränktes Rumgewusele und -rätsele Gelegenheit, meine KollegInnen ein wenig besser kennen zu lernen. Mein persönliches Highlight war, als Cori und ich das Sudoku wieder neu lösen mussten, und zwar komplett von Anfang an, nachdem Alex es vorher schon gelöst hatte – nur weil wir alle in der Hitze des Gefechts aneinander vorbeigeredet hatten (naja, und uns unsere Game-Masterin ein wenig quälen wollte, den Clue hatten wir dort nämlich eigentlich schon gefunden). Die Erfolgserlebnisse – nämlich die eigenen und die der anderen Teammitglieder – haben mir den richtigen Kick gegeben. Mit der schönen Deko und viel Liebe zum Detail hat mich der Zen-Room überzeugt. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Empfehlung. Mit diesen Kollegen lass ich mich gern wieder einsperren (auf Zeit versteht sich, ahem).

Gewinnspiel

Seid ihr auf den Geschmack gekommen? Dann haben wir ein kleines Goodie für euch! Wir verlosen 1x einen Besuch für 3-5 Personen bei Hint Hunt Vienna. Was ihr dafür tun müsst? Nennt uns einfach euer Liebling-Rätsel-Spiel in den Kommentaren oder schickt uns ein E-Mail mit eurer Antwort an gewinnspiel@continue-magazin.at!

Teilnahmeschluss ist der 01.05.2016, 23:59 Uhr. Der Gewinner wird schriftlich verständigt. Gerne könnt ihr diesen Beitrag auch teilen. Barablöse ausgeschlossen. Viel Glück!

Podcast


Direkter Download-Link: Continue-Magazin Podcast #006
iTunes Feed des Podcasts: https://itunes.apple.com/podcast/continue-magazin-podcast/id1071099466
RSS Feed des Podcasts: http://www.continue-magazin.at/podcast/

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at