YO-KAI WATCH BLASTERS: Weiße-Hunde-Brigade & YO-KAI WATCH BLASTERS: Rote-Katzen-Kommando

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YO-KAI WATCH BLASTERS: Weiße-Hunde-Brigade & YO-KAI WATCH BLASTERS: Rote-Katzen-Kommando Review

Yo-kai-Action mal anders.

Yo-kai Watch ist eines der Phänomene aus dem Land der aufgehenden Sonne, welches langsam aber sicher auch im westlichen Raum Fuß fasst. Keinesfalls in der Größenordnung, wie es in Japan der Fall ist, aber eine zwar sehr spärlich, aber immerhin deutsch synchronisierte TV-Serie, eigene Manga-Bände und jede Menge Merchandise sprechen definitiv dafür, dass der Markt da ist. Aber wer kann es der Franchise verdenken? Immerhin ist die Pokémon-Zielgruppe keinesfalls mehr bei der Jugend, sondern eher bei 30-jährigen Spielern angesiedelt und Yo-kai Watch bietet so ziemlich das gleiche Erlebnis und modernisiert gleichzeitig viele Aspekte der Sammelwahn-Spiele, um die Kids heutzutage zu überzeugen. Yo-kai Watch Blasters hingegen ist ein ganz anderes Thema. Hier wird der Spieler in ein Action-RPG-Setting geworfen, welches eher an Diablo & Co. erinnert. Alleine oder zusammen mit Freunden, die sich sowohl offline als auch online hinzugesellen können, geht es darum, die Unfug treibenden Yo-kai in der Stadt zu bändigen. Dabei gestaltet sich ein ganz anderes Spielerlebnis, je nachdem, wie viele Freunde ihr mit auf die Jagd nach den Yo-kai nehmt.

Die Yo-kai in Yo-kai Watch Blasters sind in vier verschiedene Klassen eingeteilt, aus denen ihr insgesamt vier verschiedene gleichzeitig in eure Truppe aufnehmen könnt. Zum einen wären da die Kämpfer, welche gute Allrounder sind; Tanks fangen den meisten Schaden aus der Nähe ab, um den Rest der Truppe zu schützen; Heiler schlürfen Kaffee und greifen dann ein, wenn es brenzlig wird und zu guter Letzt gibt es mit den Rangers noch die kreativste Klasse, welche die Yo-kai mit Fallen und anderen interessanten Ideen schwächen. Im Einzelspieler-Modus könnt ihr alle vier eurer Yo-kai steuern und zwischen ihnen jederzeit umschalten. Im Mehrspieler-Modus übernehmen Freunde oder auch völlig unbekannte Spieler über das Internet die Kontrolle über die anderen Racker. Die Missionen von Schleifer, eurem Drill Sergeant, sind recht simpel: sammelt diverse Items, bekämpft kleinere Yo-kai, freundet euch mit neuen Yo-kai an oder bekämpft die richtig dicken Dinger. Das Anfreunden mit den Yo-kai basiert auf Glück. Nachdem ihr einen mit euren drei verfügbaren Attacken oder eurem Super-Angriff niedergestreckt habt, gibt es eine klitzekleine Chance, dass ihr neue BFFs werden könnt. Dazu müsst ihr dann nur im richtigen Rhythmus eure Herzen in einem Minispiel versprühen und schon ist es passiert! Neue Yo-kai sind anfangs natürlich nicht unbedingt die stärksten, können aber durchaus interessante Statuswerte oder Fähigkeiten haben, die für euch von Vorteil sind. Die gute Nachricht zuerst: mittels Oni-Kugeln lassen sich diese jederzeit im Fitnessstudio hochleveln, unabhängig davon, ob ihr sie mit zu Kämpfen genommen habt oder auch nicht.

Die schlechte Nachricht ist aber, dass Oni-Kugeln für alles verwendet werden: Yo-kai hochleveln, neue Items, Ausrüstungsgegenstände oder gar völlig neue Yo-kai kaufen. Im Einzelspieler-Modus ist dies daher vor allem im späteren Verlauf mit einem gewissen Grind verbunden, um die Level stressfrei bewältigen zu können. Abhilfe schafft hier aber der Mehrspieler-Modus, der euch viel mehr Oni-Kugeln gewährt, als wenn ihr alleine spielt. Ähnliche Systeme haben auch Diablo & Co. implementiert, um das Spielen mit anderen zu fördern. Wer keine Freunde mit Yo-kai Watch Blasters hat, schaut hier aber leider durch die Finger. Dennoch kann man das Spiel mit genügend Investition eurer Freizeit ohne Weiteres problemlos bewältigen. Natürlich gibt es auch das berühmte Pokémon-Problem: wer sämtliche über 400 neuen und alten Yo-kai sammeln möchte, der kommt nicht umhin, auch Spieler mit der zweiten Version des Spiels zu finden und mit ihnen zu tauschen. Insgesamt 50 exklusive Yo-kai gibt es pro Spielversion. Außerdem könnt ihr in jeder von ihnen auch noch zwei exklusive Bosskämpfe bestreiten. Apropos Bosskämpfe: diese sind der eigentliche Fokus der Blasters-Reihe. In recht aufwändig inszenierten und gut durchdachten Abläufen, liefert ihr euch mehrmals einen Härtetest gegen die wild gewordenen Ausreißer. Speziell hier ist Taktik und der geschickte Einsatz der richtigen Yo-kai gefragt, als natürlich auch das richtige Level eurer Schützlinge.

Prinzipiell läuft der ganze Kampf aber immer nach Schema F ab, indem ihr den Gegner attackiert und dementsprechend ausweicht, wenn dieser angreift. Es gibt keine rundenbasierten Kämpfe, wie ihr diese vielleicht aus anderen J-RPGs gewohnt seid. Dafür lädt dies natürlich sehr dazu ein, dass man als Elternteil mit seinen Kindern oder mit anderen Freunden einfach unkomplizierten Spaß haben kann. Denn das macht es auf alle Fälle! Die Welt rund um Yo-kai Watch ist schräg genug, dass man auch als alter Pokémon-Narr bzw. Action-RPG-Fan seinen Gefallen findet. Außerdem erinnert das Gameplay auch ein wenig an Pokémon Rumble, was für Fans dieses Spinoffs wohl schon Argument genug für einen Kauf sein sollte. Ich hatte jedenfalls sehr viel Spaß mit meiner Hunde-Brigade, welche ganz objektiv betrachtet natürlich das bessere Team darstellt. Komasan bleibt einfach mein Held. Liegt aber vielleicht auch an meiner Katzenallergie und dem Australian Shepherd, der mir beim Schreiben dieser Zeilen gerade die Füße wärmt. Aber wie dem auch sei: Yo-kai Watch Blasters bekommt von mir den berühmten Daumen nach oben – alleine schon wegen der vielen Ghostbusters-Anspielungen!


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YO-KAI WATCH BLASTERS: Weiße-Hunde-Brigade für Nintendo 3DS
YO-KAI WATCH BLASTERS: Rote-Katzen-Kommando für Nintendo 3DS

The Good

  • Yo-kai Watch als unkompliziertes Action-RPG
  • Sämtliche Yo-kai mit beiden Versionen zum Sammeln
  • Online- und Offline-Mehrspieler-Modus

The Bad

  • Im Einzelspieler-Modus wird man ein wenig benachteiligt
8

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at