Wissen ist Macht

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Wissen ist Macht Review

Eure eigene Quiz-Show im Wohnzimmer.

Ein Spiel, welches in meinem Freundeskreis immer wieder mal für Unterhaltung sorgt, ist The Jackbox Party Pack. Das Package ist eine Mischung aus verschiedenen Minispielen, die allesamt recht lustig sind und jederzeit mit dem eigenen Smartphone gespielt werden können. Wissen ist Macht bedient sich nun dieser Idee und weiß vor allem mit zwei Vorteilen zu punkten. Erstens ist es im Gegensatz zur Jackbox komplett für den deutschen Raum lokalisiert und thematisiert worden und zweitens fackelt Wissen ist Macht nicht ewig lange rum, um auf den Punkt zu kommen. Zwei wichtige Argumente, die uns am Ende dann doch immer wieder von The Jackbox abbringen. Vor allem, wenn man mit Fragen aus der Politik oder dem Fachwissen inklusive Fachbegriffen auf Englisch nicht wirklich etwas anfangen kann. Doch Sonys neuer PlayLink-Titel deckt nun auch diese Zielgruppe ab und das auf wirklich lustige Art und Weise. Ihr steuert das Knobelspiel ausschließlich mit eurem Smartphone. Beginnend mit eurer Charakterauswahl und dem passenden Selfie dazu, könnt ihr ein Spiel mit bis zu sechs Spielern starten, indem es darum geht, so viele Fragen wie möglich richtig und vor allem schnell zu beantworten. Dabei könnt ihr am Beginn jeder Runde immer aus vier verschiedenen Kategorien wählen. Sollte das Ergebnis nicht einstimmig ausfallen, wählt der Zufallsgenerator aus – außer jemand zieht seinen Joker (einmal pro Spiel), um die von ihm gewählte Kategorie fix zu bestimmen.

Danach gibt’s die Unschönheiten, die ihr euren Kontrahenten noch aufhalsen könnt, um ihnen die Auswahl der hoffentlich richtigen Antwort zu erschweren. Ihr habt die Wahl aus drei zufällig angezeigten Gadgets: Bomben behindern eure Auswahlfelder und verursachen eine Zeitstrafe, solltet ihr eine davon antippen; Schleim verunstaltet euer Smartphone-Display und verdeckt die Antworten, sodass diese vor der Auswahl erst sauber gewischt werden müssen; Knabber-Viecher stehlen euch den ein oder anderen Buchstaben aus den Antworten; Eis friert eure Antworten ein, wodurch diese erst freigetippt werden müssen und eine Kombination aus Schleim und den Knabber-Viechern ist wohl ein Freundschaftsbrecher, den ihr nicht zu oft auf jemanden einsetzen solltet. Bei einem Spiel zu zweit bleibt einem nicht viel Auswahl, auf wen diese Bestrafungen fallen, bei bis zu sechs Spielern macht es jedoch schon mehr Sinn. Die Fragen sind dann per Multiple-Choice zu beantworten. Je schneller ihr das tut, desto mehr Punkte bekommt ihr. Landet ihr am falschen Feld, geht ihr leer aus. Frage vier und acht sind dann meist Schiebefragen, bei denen ihr zwei Kreishälften thematisch richtig zusammenfügen oder Antworten einfach nach links oder rechts schieben müsst. Beispielsweise: „wer spielt in welchem Film mit?“ oder „UK oder US Musikband?“. Die zwölfte Frage ist dann das Finale, indem es darum geht, sich auf die Spitze der Quiz-Pyramide zu katapultieren. Je schneller ihr die richtige Antwort wählt, desto mehr Stufen überspringt ihr pro Frage. Wer als erstes oben ankommt, hat gewonnen.

Und das war’s dann auch schon mit Wissen ist Macht. Durch den ziemlich beschränkten, jedoch enorm schnellen und lustigen Ablauf, macht es einfach Spaß daran teilzuhaben. Der Fragenkatalog ist ebenfalls ziemlich groß und das Wichtigste: die Frage „spielen wir gleich nochmals?“ kam nicht nur einmal sofort nach der Siegerehrung auf. Und das ist ein gutes Zeichen, denn dort wo The Jackbox scheitert, kann Wissen ist Macht auf voller Linie punkten! Einzig und allein der Preis ist im Vergleich etwas zu hoch. Bekommt man bei The Jackbox ingesamt fünf Spiele für sein Geld, bleibt einem bei Wissen ist Macht eben nur dieses eine. Aber ungeachtet dessen können wir das Spiel nur wärmstens für einen geselligen Spieleabend empfehlen.

Wir bedanken uns bei Sony für die Bereitstellung eines Testmusters. Bitte beachtet auch unsere Wertungs-Richtlinien, an denen wir uns orientieren.


Wer uns unterstützen möchte, kann über unseren Amazon-Partnerlink oder direkt über folgende Auswahl einkaufen. Der Preis bleibt unverändert; uns kommt jedoch ein kleiner Betrag zugute, über den wir uns natürlich freuen würden 🙂

The Good

  • Ulkige Präsentation
  • Gesamter Fragenkatalog sprachlich und thematisch lokalisiert
  • Hoher Wiederspielwert
  • Perfekt für Zwischendurch

The Bad

  • Effekte der Übeltaten eher unausgeglichen
  • Preislich im Vergleich etwas hoch
8

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at