WipEout Omega Collection

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WipEout Omega Collection Review

Fans von WipEout können ihre Freudentränen nun wegwischen – die stören nämlich nur beim ultimativen High-Speed-Erlebnis der Omega Collection.

Das Rennspiel-Genre ist ziemlich breit gefächert. Die einen bevorzugen Arcade-lastige Spielevertreter; andere wiederum sind Verfechter von Simulationen; wiederum andere gönnen sich lustige Abende mit Mario Kart & Co. und dann sind da noch die High-Speed-Veteranen, die mit F-Zero groß geworden sind. Letztere werden auch das ein oder andere WipEout gespielt und gute Erinnerungen daran haben. Nun, zumindest für drei Titel der Franchise gibt es nun ein feines HD Remaster für die PlayStation 4.

Die Omega Collection setzt sich aus WipEout 2048, welches ursprünglich für die PS Vita erschienen war, und den beiden PlayStation 3 Titeln WipEout HD und Fury HD zusammen. Auf insgesamt 26 Strecken könnt ihr nicht nur jede der drei separaten Kampagnen spielen, sondern auch die mit in die Omega Collection gepackten Modi und Herausforderungen:

  • Die Modi „Zone“, „Tournament“, „Speed Lap“, „Time Trial“ und „Single Race“ aus WipEout HD.
  • Die Modi „Zone Battle“, „Eliminator“ und „Detonator“ aus WipEout HD Fury.
  • Sowie der Modus „Karriere“ aus WipEout 2048.

Der Modus „Racebox“ ist ebenfalls inkludiert und ermöglicht den Bau eigener Strecken und Implementierung dieser ins Spiel. Obendrein wurde dem Spiel auch Support für 4K-Auflösung mit HDR und stabilen 60 Frames pro Sekunde spendiert. Für Besitzer einer normalen PlayStation 4 nicht unbedingt relevant, aber alle PS4 Pro Spieler kommen dadurch in den vollen Genuss der Neuauflagen.

Spielerisch hat sich an den Titeln jedoch nichts geändert. Ihr habt nach wie vor den Adrenalinkick auf der Strecke, der euch ob der hohen Geschwindigkeiten und störenden Gegnern auf den Strecken geschuldet ist. Ihr müsst die Augen nicht nur auf dem Rundkurs selbst, sondern auch auf dem Status-Balken für das Schild eures Boliden richten. Gleichzeitig brettern nämlich auch noch eure Kontrahenten an euch vorbei und haben nur eines im Sinn: euch den Sieg wegzuschnappen – mit sämtlichen Mitteln! Da kann es schon mal passieren, dass ihr den ein oder anderen Rempler bekommt und Schaden nehmt oder auch gegen die Wand donnert, solltet ihr mal eine Kurve nicht ganz so schön kratzen können, wie gewollt. Zumindest die Gegner lassen sich mit aufgesammelten Items mehr oder weniger leicht ausschalten, um euch den Platz ganz oben am Podium zu sichern. Die Strecken selbst benötigen aber eine gute Kenntnis dieser. Kurzum: es ist stressig!

Kommt ihr mal nicht voran, könnt ihr jederzeit zwischen den einzelnen Spielen ohne jegliche Ladezeiten wechseln und euch anderen Herausforderungen annehmen. Dabei merkt man erst, wie unterschiedlich die einzelnen Spiele eigentlich sind. Sie mögen zwar alle dasselbe Konzept haben, aber spätestens hier schlägt dann der persönliche Geschmack zu. Ich konnte beispielsweise nie wirklich etwas mit WipEout 2048 für die PS Vita anfangen, WipEout HD und vor allem Fury HD sprechen mich hingegen schon um einiges mehr an. Vermutlich war früher einfach wirklich alles besser. Vor allem, wenn man auf das Streckendesign achtet, lässt sich leicht erkennen, dass die Oldies in der Omega Collection die Nase vorn haben.

Der Soundtrack ist teilweise genial, teilweise aber auch irritierend. Klar, das Spiel möchte dem Look gerecht werden und diesen mit futuristischen Sounds untermalen, aber es verfehlt hin und wieder das eigene Vorhaben mit unpassenden Titeln und verliert dadurch an Anreiz. Wenn man beispielsweise ein F-Zero oder Mario Kart als Vergleich nimmt, so haben die es nicht nur geschafft, ihren eigenen Charme optisch zu vermitteln, sondern auch durch ihren einprägsamen Soundtrack, welcher mich immer wieder zurück zu diesen Spielen kommen lässt. Selbst von einem Diddy Kong Racing kann ich 20 Jahre später immer noch jeden einzelnen Track mitsummen und habe den Soundtrack sogar in meiner iTunes Playlist. Das schafft WipEout leider bis heute nicht, genau so wenig, wie ein FAST Racing NEO, welches den wohl aktuellsten Kontrahenten für WipEout darstellt.

Das wohl größte Problem solch futuristischer High-Speed-Rennspiele (und der Grund, warum ich nicht warm damit werde) ist es wohl, dass sie einfach „kalt“ wirken und sich auch genau so spielen. Die WipEout Omega Collection ist ein großartiges Package für Fans des Genres, aber ihr fehlt leider der Charme, den Rennspiele für mich in meiner Kindheit ausgemacht hatten. Das soll nicht heißen, das WipEout für mich ein schlechter Deal ist. Es soll nur heißen, dass es noch einige Anläufe benötigen wird, bis ich mich Hals über Kopf in WipEout verliebe.

Wir bedanken uns bei Sony für die Bereitstellung eines Testmusters.


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The Good

  • 3 Spiele in einem Paket
  • 4K Auflösung
  • 60 Frames pro Sekunde
  • HDR
  • Online-Modus

The Bad

  • Nichts wirklich Neues
  • Teils unpassender Soundtrack
  • "Kalte" Präsentation
8

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at