That’s You!

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That’s You! Review

Sony bringt mit That’s You! das erste Spiel ihrer auf der E3 2017 angekündigten Playlink-Reihe gratis für PlayStation Plus Mitglieder auf die PS4.

Sony erfindet das Rad nicht neu, sondern reiht sich in die Vielfalt an Partyspielen ein, die bereits am Markt erhältlich sind. Man möchte damit Leute erreichen, die zuvor niemals einen Controller in der Hand hatten, diesen bei That’s You! aber auch gar nicht benötigen. Doch was erwartet einen bei diesem Partyhit überhaupt?

That’s You! kann man am besten mit Jackbox vergleichen. Jackbox ist eine Reihe von kleinen Minispielen, die in rund 15 Minuten abgeschlossen sind. Sämtliche Spieler verbinden sich mit ihrem Smart-Device (und der dazugehörigen App aus dem jeweiligen App-Store) in das selbe Netzwerk, worin sich auch die Konsole befindet und steuern das Spiel gänzlich mit ihren Touch-Eingaben am Gerät. That’s You! mimt dasselbe Prinzip, bietet jedoch keine Variation an separat selektierbaren Minispielen an, sondern verbindet quasi alles in einem. Anfangs erstellt man einen schicken Schnappschuss von sich und kann bei Bedarf einen ulkigen Filter anwenden, um so Gesichter zu verzerren oder anders zu verschlimmbessern. Danach geht’s weiter mit den Party-Aufgaben.

Spielt ihr zu zweit, landet ihr im Ko-op Modus, der euch herausfinden lässt, wie gut ihr euer Gegenüber kennt. Dabei werden euch lustige Fragen à la „Eine Frau nickt im Zug an [Spielername]’s Schulter ein. Wie würde er/sie reagieren?“ gestellt, bei denen auch Folgefragen oder -aufgaben angereiht werden. So müsst ihr dann beispielsweise mit eurem Smart-Device ein Bild der Frau zeichnen, die sich an die Schulter anlehnen würde. Oder jeder zeichnet ein Bild auf eine beschlagene Fensterscheibe, ehe für das beste davon am Schluss abgestimmt wird. Für die Punktejagd gibt es auch Joker, die ihr einsetzen könnt, um eure Punktzahl zu verdoppeln, solltet ihr euch absolut sicher sein, dass beide Spieler gleich geantwortet haben. Am Ende gibt’s noch das Resultat, das entweder eure besondere Freundschaft unterstreicht oder gar in Frage stellt.

Seid ihr mehr als zwei Spieler, könnt ihr am Party-Modus teilnehmen, der sich ähnlich spielt, aber gänzlich vom Ko-op Gedanken absieht. Außerdem solltet ihr ein wenig mehr Zeit dafür reservieren. Hat man den Ko-op Modus in rund 15 Minuten absolviert, kann es bei voller Spieleranzahl von sechs Spielern gut und gerne eine Stunde dauern, bis alles vorbei ist. Etwas zu lange für unseren Geschmack. Party lebt von Abwechslung und schnellen Runden. Hat man mehr als fünf Gäste zu sich eingeladen – was doch das ein oder andere Mal passiert –, kann dies zu langen Wartezeiten führen und eure Party schnell mal killen.

Insgesamt ist That’s You! mit einem riesigen Fragenkatalog (es können sogar selbst welche erstellt werden) jedoch ein gelungener Einstieg für Sony in die Welt der Couch-Partyspiele. Es gibt zwar auch einen Online-Modus, aber den lassen wir mal außen vor, da es gar keinen Sinn macht, mit wildfremden Menschen solch eine Art Spiel zu spielen. Es lebt von der Stimmung und dem Spaß im Raum und das bringt das Spiel sehr gut rüber. Es ist zwar im Vergleich zu Jackbox etwas abwechslungsarm, dennoch ein nettes Spielchen für Zwischendurch. Für PlayStation Plus Mitglieder gibt es das Spiel derzeit übrigens gratis.

That’s You! findet ihr hier:
PlayStation Store (gratis für PlayStation Plus Mitglieder, ansonsten EUR 19.99)
Apple App Store
Google Play Store

The Good

  • Mehrspieler-Spaß offline auf der Couch
  • Nette, zwischenmenschliche Interaktionen

The Bad

  • wenig Abwechslung
7

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at