Team Sonic Racing

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Team Sonic Racing Review

Gotta go fast!

Lange ist es her, seit wir das letzte Mal gemeinsam mit Sonic und seinen Kumpanen in pfeilschnellen Karosserien durch die Gegend düsen durften. Sonic & All-Stars Racing Transformed war 2012 der Nachfolger von Sonic & All-Stars Racing aus dem Jahre 2010, wovon ich Letzteren ausgiebig auf meiner Xbox 360 gespielt hatte. Transformed ist dann aber tatsächlich an mir vorbeigegangen und ich habe diesen Titel bis dato auch nicht nachgeholt – vermutlich aus Übersättigung. Doch in letzter Zeit hat mich wieder das Rennspiel-Fieber gepackt und da kommt der neueste Ableger der Racing-Reihe gerade recht. Mit Mario Kart 8 Deluxe auf der Nintendo Switch ist diese aber bereits prominent besetzt und quasi konkurrenzlos. Kann unser kleiner blauer Igel da überhaupt mithalten? Wir haben es für euch herausgefunden!

Wie der Titel es vermutlich schon erahnen lässt dreht sich im Spiel alles um Teamwork. Solltet ihr euer Ego nicht bündeln können, werdet ihr schneller auf dem Holzweg landen, als euch dies lieb ist. Diesmal müsst ihr stets gemeinsam gewinnen, denn am Ende zählt nicht euer individueller Sieg, sondern das Ergebnis all eurer Teammitglieder. Für die Positionen am Ende eines Rennens erhält jeder Fahrer Punkte, die dann in eine Teamwertung einfließen. Das Team mit den meisten Punkten trägt demnach auch den Sieg davon. Was nach fürchterlicher Abhängigkeit der K.I. klingt, funktioniert in der Praxis aber recht gut. Zudem könnt ihr auch den Verlauf des Rennens beeinflussen, indem ihr nicht nur die euch zur Verfügung stehenden Teamfähigkeiten nutzt, sondern eure Mitstreiter auch mit aufgesammelten Items beliefert, solltet ihr diese nicht benötigen. An erster Position bringen euch Raketen oder Turbo-Boosts nicht wirklich viel, dem Rest eures Teams aber vielleicht schon, sollten diese die hinteren Plätze belegen. Ihr könnt eure Items dann euren Kumpanen anbieten und werdet sie gegebenenfalls auch los. Außerdem könnt ihr jederzeit Items anfordern, solltet ihr diese nötig haben. All diese und weitere Aktionen, wie beispielsweise das Fahren im Windschatten oder das Anstoßen von ins Schleudern geratenen Fahrern, füllen eure Teamwork-Leiste, die bei vollem Stand als Mega-Turbo genutzt werden kann und euch einen mächtigen Vorteil im Rennen bringt. Somit ist klar: ohne Teamwork geht gar nichts und das ist erfrischend anders, als man das von Rennspielen sonst so kennt.

Interessant ist auch, dass das Spiel über einen Story-Modus verfügt, der euch wie in Super Mario Bros. 3 über eine Map führt, auf welcher ihr die einzelnen Herausforderungen starten könnt. Darunter befinden sich nicht nur einfache Team-Rennen, sondern auch Geschicklichkeitsrennen. Hier müsst ihr beispielsweise um Pole fahren, die euch entweder mehr Punkte bringen oder euren Multiplikator erhöhen. Oder aber ihr müsst Ringe einsammeln oder Zielscheiben abschießen, um eine der begehrten Medaillen zu ergattern, während ihr gleichzeitig gegen einen gnadenlos runter zählenden Timer ankämpft. Und dann wären da noch die Grand-Prix-Events, die euch in insgesamt vier aufeinander folgenden Rennen fordern. Anfangs fahrt ihr nur gegen ein einziges weiteres Team, doch mit jedem Abschnitt eines neuen Gebietes kommt ein weiteres hinzu, wodurch sich auch die Anzahl der Fahrer, die gleichzeitig auf der Strecke sind, drastisch erhöht und somit Spannung bis zur letzten Sekunde eines Rennes garantiert. Es ist nicht selten vorgekommen, dass ich mich in Sicherheit geglaubt hatte, bis dann auf den letzten hundert Metern vor der Ziellinie alles anders kam, als geplant, nachdem ich in diverse Blöcke gerast bin und auch noch die ein oder andere Rakete als Draufgabe abbekam. Doch das Glück im Unglück ist zumeist, dass ihr euch nicht lange ärgern müsst, wenn eure Teamkameraden nicht davon betroffen sind. Da könnt ihr auch mit einer Handvoll verlorener Positionen kurz vor Ende eines Rennes trotzdem gewinnen, da ja, wie schon erwähnt, die Teamwertung zählt und eure Kameraden euch da rausreißen können. Andersrum ist es natürlich auch möglich, dass ihr trotz eines Start-Ziel-Sieges den Kürzeren zieht, wenn eure Rennpartner kläglich versagen.

Auch der Mehrspieler-Modus ist sowohl online, als auf offline äußerst gelungen. Hier könnt ihr nach Belieben euren Lieblings-Modus starten, als auch ein paar eigene Regeln festlegen. Offline könnt ihr mit bis zu vier Spielern gleichzeitig zocken, wovon auf der Nintendo Switch jeder nur einen einzigen JoyCon benötigt. Online seid ihr aber auf euch alleine gestellt. Außerdem darf es beim Thema online natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass ihr mit eurem Gefährt ein wenig posen könnt. Ihr erhaltet mit jedem abgeschlossenen Rennen einige Münzen, die ihr in einen Kapsel-Automaten stecken könnt – quasi die Lootboxen dieses Spiels. Diese enthalten verschiedene Skins und Bauteile für all eure Charaktere und deren Fahrzeuge, die sich damit verändern und auch verbessern lassen können. Der Grund, warum ich nicht bereits im ersten Satz dieses Reviews darüber gewettert habe, ist, dass ihr diese lediglich mit den Münzen kaufen könnt, die ihr auch im Spiel verdient habt. Zudem ist hier auch keinerlei übler Grind erkennbar und bislang habe ich auch noch keine doppelten Teile für meine Boliden erhalten, was darauf schließen lässt, dass es hier absolut keinen Bullshit gibt. Kudos an Sega für diese Entscheidung, denn so macht es um einiges mehr Spaß, Rennen zu absolvieren, um vielleicht das ein oder andere brauchbare Teil zu ergattern. Abschließend sei noch erwähnt, dass die Nintendo Switch Version des Spiels, welche wir zum Testen hergenommen haben, lediglich in puncto Framerate mit 30fps den Kürzeren gegenüber anderen Pro-Konsolen-Ablegern zieht. Grafisch unterscheidet sich diese Version kaum vom Rest und ist daher mitsamt der Portabilität der Konsole auch die Version, die wir euch ans Herz legen würden.


Wir bedanken uns beim Publisher für die Bereitstellung eines Testmusters. Bitte beachtet auch unsere Wertungs-Richtlinien, an denen wir uns orientieren.

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Team Sonic Racing für PlayStation 4
Team Sonic Racing für Xbox One
Team Sonic Racing für Nintendo Switch

The Good

  • Rasante Team-Action, die für frischen Wind im Racing-Genre sorgt
  • Insgesamt 7 Gebiete mit verschiedenen 21 Strecken
  • 15 verschiedene Fahrer zur Auswahl mit unterschiedlichen Grund-Attributen
  • Mehrspieler-Modus sowohl offline als auch online empfehlenswert
  • Toller Soundtrack

The Bad

  • Eher uninspirierte Items aus den Aktions-Blöcken
  • Die Geschichte des Story-Modus ... mit Sprachausgabe von Big the Cat
8.5

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at