Sushi Striker: The Way of Sushido

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Sushi Striker: The Way of Sushido Review

Das Turbo-Sushi lässt grüßen.

Nintendo ist durchaus für seltsame Spiele aus der Vergangenheit bekannt und scheut sich nicht davor diesen Trend weiterhin aufrecht zu erhalten. Sushi Striker: The Way of Sushido ist ein weiterer solcher Titel, der bereits bei seiner Ankündigung vor wenigen Monaten interessante Gesichtszüge bei mir hervorgerufen hatte. Man kann wohl aus allem ein Spiel machen, man muss es nur richtig verkaufen können. Und um dies auch erfolgreich bewerkstelligen zu können, hat Nintendo vor Kurzem eine kostenlose Demo-Version im eShop veröffentlicht. Die Resonanz darauf war durchaus positiv, doch der Knackpunkt war schlussendlich der empfohlene Verkaufspreis von run EUR 39,99 für Nintendo 3DS bzw. EUR 49,99 für Nintendo Switch. Kann man am Ende wirklich alles nur am Preis festnageln oder ist unsere “Alles-muss-Gratis-sein-Generation” einfach nur unverschämt verwöhnt?

Sushi Striker: The Way of Sushido ist ein recht simples und dennoch gut durchdachtes Spiel für Zwischendurch. Durch einen neu entfachten Sushi-Krieg steht ihr jeder Menge Widersachern gegenüber, die es in einem Sushi-Duell zu bezwingen gibt. Eure Überzeugungen sind klar: Sushi ist etwas für jedermann! Doch das stößt bei vielen nur auf wenig Gegenliebe und Zustimmung. Daher gibt es nur einen Weg: den Weg des … Sushi-Showdowns? Genau! Ihr steht drei Sushi-Bahnen gegenüber, die eure Seite der Kampfzone darstellen, drei weitere Bahnen stehen eurem Gegner zur Verfügung und eine Bahn in der Mitte kann von beiden Seiten genutzt werden. Euer Ziel ist es, so viele gleichfarbige Teller, wie nur möglich, in maximal sieben Sekunden aneinander zu ketten. Das bewerkstelligt ihr entweder mittels Druck auf den A-Button und dem anschließenden Zielen des linken Sticks oder dem einfachen Ziehen eures Fingers über den Touchscreen. Solltet ihr das Limit von sieben Sekunden außer Acht lassen, gehen eure Teller verloren. Ansonsten mampft ihr das Zeug in Windeseile runter und habt dann einen mehr oder weniger hohen Tellerstapel für euren Angriff zur Verfügung.

Angreifen könnt ihr durch einen Wisch mit eurem Finger des gewünschten Tellerstapels nach oben oder dem Druck auf den X-Button. Bis zu fünf Tellerstapel könnt ihr vor euch aufreihen und zu einer möglichen Kombo aufbewahren. Teilweise werden euch auch Multiplikatoren spendiert, die dann nochmals den Schaden erhöhen. Dann wären da auch noch die Sushi-Geister, mit welchen ihr im Laufe des Spiels Pakte schließen könnt. Diese unterscheiden sich nicht nur in ihrem Aussehen, sondern auch in der Fähigkeit, die sie mit sich bringen. Beispielsweise könnt ihr mit Sushi-Segen alle Teller am Feld in gleichfarbige verwandeln, um so recht schnell eine starke Kombo aufbauen zu können; Elektroblitz lässt zusätzlich Blitze auf den Gegner herab schnellen, wenn ihr Tellerstapel auf ihn werft und Schlaraffenband verwandelt sämtliche Sushi auf euren Bahnen in Süßigkeiten, mit denen ihr eure Gesundheit aufpeppen könnt. Es gibt noch viele weitere Segen, wie beispielsweise Schutzschilde oder auch schnellere Bahnen, je nachdem, mit welchen Geistern ihr euch anfreundet. Diese könnt ihr im Übrigen, wie auch euch selbst, durch ständiges Training im Level steigen lassen und somit auch Gesundheit, Schaden und etwaige andere Statuswerte erhöhen.

Für jedes Level könnt ihr einen Rang erhalten und zusätzlich drei Sterne, sofern ihr gewisse Vorgaben für das jeweilige Level erfüllt habt. Später, wenn ihr ein Gebiet abgeschlossen habt, könnt ihr mit gesammelten Sternen auch noch weitere Bonus-Level freischalten, um noch mehr Sushi-Spaß zu inhalieren. Für einen normalen Durchgang, ohne auf die 100% zu schielen, werdet ihr gut und gerne 12-14 Stunden benötigen, was in meinen Augen ein unerwartet hoher Ertrag aus dem Spiel ist. Die Preis-Leistungs-Frage sollte demnach geklärt sein, da man Sushi Striker: The Way of Sushido wohl nicht am Stück, sondern immer wieder mal Zwischendurch spielen wird – auch wenn es durchaus süchtig macht und man immer noch eine Partie mehr spielen möchte. Die große Frage die sich mir jedoch stellt, ist, ob das Spiel nicht besser am Smartphone aufgehoben gewesen wäre. Leider hat sich unsere Gesellschaft dahingehend entwickelt, als dass man für nichts mehr Geld ausgeben möchte und quasi alles gratis sein muss. Daher geben viele dem Spiel von vornherein keine Chance, obwohl man mehr als genug Unterhaltung für sein Geld geboten bekommt. Ein Kinoabend zu zweit samt Popcorn und mittelmäßigem Film für zwei Stunden kostet bereits mehr als ein Sushi-Erlebnis mit unserem Protagonisten Musashi, der jedoch für weitaus mehr Stunden unterhalten kann. Aber mir geht es ja nicht darum, über unsere Gesellschaft zu urteilen, sondern über das Spiel. Und das finde ich großartig und ist bereits Teil meines Alltags geworden. Wann immer ich eine freie Minute habe, spiele ich ein oder zwei Sushi-Matches. Und das solltet ihr meiner Meinung nach auch ihr tun. Nom nom.


Wir bedanken uns beim Publisher für die Bereitstellung eines Testmusters. Bitte beachtet auch unsere Wertungs-Richtlinien, an denen wir uns orientieren.

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Sushi Striker: The Way of Sushido für Nintendo Switch
Sushi Striker: The Way of Sushido für Nintendo 3DS

The Good

  • Mehr als 12 Stunden Spielzeit für einen normalen Durchgang
  • Durch verschiedene Sushi-Geister sehr abwechslungsreich
  • Unterstützung sowohl für Controller- als auch Touchscreen-Steuerung
  • Anime-ähnliche Videosequenzen
  • Der Titelsong ist ein verdammter Ohrwurm
  • Sowohl als Nintendo 3DS als auch Switch Version erhältlich
  • Lokaler Multiplayer mit zwei Controllern oder zwei Nintendo Switch Konsolen

The Bad

  • Viele potentielle Käufer werden sicherlich durch den Preis abgeschreckt
  • Wirkt an einigen Stellen der Präsentation abseits des Gameplays nicht immer ganz polished
8

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at