Steep

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Euer Weg nach Olympia!

Wie aus unserem Review zu Steep, welches bereits 2016 erschienen war, hervorgeht, waren wir doch recht begeistert von dem extremen Treiben in den Alpen. Über die letzten Monate hinweg wurde das Spiel mit reichlich neuem Inhalt versorgt, wodurch man die Community bei Laune halten konnte. Nun steht rechtzeitig zu den Olympischen Spielen in Japan und Südkorea mit der Road to the Olympics Erweiterung das nächste große Ding ins Haus und bringt euch die Olympischen Spiele ins Wohnzimmer. Zumindest einen Hauch davon, denn wer sich ein vollwertiges olympisches Erlebnis erwartet, der wird wohl enttäuscht werden. Road to the Olympics ist, wie der Name schon sagt, der Weg zum Ziel. Ihr übernehmt die Rolle eines von euch gewählten Sportlers eurer Lieblingsnation und bestreitet einen Qualifikationsmarathon, um euch letztendlich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Wer mit Steep noch nicht vertraut ist, der sei beruhigt. Für Neulinge, die ausschließlich Interesse an Road to the Olympics haben, ist es lediglich erforderlich, das Tutorial des Spiels zu beenden. Danach könnt ihr euch direkt in die an diverse “Be a Pro”-Modi erinnernde Qualifikation stürzen und euch euren Weg an die Spitze bahnen.

Das Spiel bietet euch über 50 neue Missionen in zwei neuen und mit reichlich Schnee bedeckten Gebirgen. Zum einen gäbe es da die südkoreanische Schneewelt, welche lediglich die Events für die olympische Qualifikation beherbergt. Auf der japanischen Seite dürft ihr euch hingegen über das gewohnte Steep-Konzept freuen samt neuen Dropzones, Challenges und freier Erkundung. Der Werdegang zum sportlichen Superstar beinhaltet seltsamerweise jedoch nur Snowboard-Events in drei unterschiedlichen Kategorien: Big Air, Halfpipe und Slopestyle. Wollt ihr hingegen auf zwei Brettern durch das kühle Weiß düsen, müsst ihr separate Events anwählen, die zwar teilweise auch Zeitrennen anbieten, jedoch völlig optional sind und mit eurer Karriere nichts am Hut haben. Während der Qualifikation hingegen gibt es immer wieder Videosequenzen, in denen echte Sportler das Gefühl der Spiele vermitteln sollen. Es ist weder eine Dokumentation, noch ist es informativ. Es sind lediglich Videos, welche das immersive Empfinden der Erweiterung unterstreichen sollen. Auch ein Sprecher, welcher das gesamte Trainingsgeschehen kommentiert, trägt dazu bei, dass man ein wenig das Kribbeln in den Fingern spürt. Die einzelnen Trainings erfordern euch diverse Kunststücke ab. Prinzipiell gilt es immer in den Top-Positionen zu rangieren und gelungene Stunts hinzulegen. Stürzt ihr mal oder verliert zu viele Punkte, könnt ihr jederzeit einen neuen Versuch starten, welcher eure Punkte zurücksetzt und euch eine neue Chance gewährt. Teilweise gibt es auch mehrere Durchgänge, bei denen ihr kontinuierlich gut abschneiden müsst, um ganz vorne mitspielen zu können. Es wird euch nicht unbedingt schwer gemacht, aber auf die leichte Schulter solltet ihr es auch nicht nehmen. Ich finde jedenfalls, dass eine gute Balance des Schwierigkeitsgrades besteht.

Die Handhabung der einzelnen Sportarten hat sich ebenfalls ein wenig geändert – jedoch nur in den Road to the Olympics Events. Dadurch fühlen sich die Rennen nicht nur realistischer an, sondern sind auch leichter zu steuern. Für noch mehr Geschwindigkeitsgefühl könnt ihr nun auch in die First-Person-Ansicht wechseln, jedoch auch wieder nur bei speziellen Events, wie beispielsweise der Abfahrt oder dem Super-G auf euren Skiern. Auch dort gibt es einen Kommentator, der seine Begeisterung und Enttäuschung passend zu eurer Performance auf dem Schnee lauthals beurteilt. All dies reicht jedoch nicht, um ein vollwertiges “olympisches Feeling” vermitteln zu können. Die Standalone-Erweiterung, welche übrigens nicht im Season-Pass enthalten ist, macht all das, was enthalten ist, richtig – aber durch das Fehlen vieler Disziplinen und dem berauschenden Klang der Zuseher an den Rennstrecken fühlt es sich etwas einsam an. Klar, es ist ja auch kein vollwertiges Spiel zu den Olympischen Spielen und das wollte es auch nie sein – aber warum eigentlich nicht? Steep hätte die perfekte Grundlage dazu und die selbst die in Road to the Olympics enthaltenen Events versprühen bereits den nötigen Funken dafür. Aber für all jene, denen ein Funke dafür genügt, die werden auch mit dieser Erweiterung glücklich werden. Sie kann sich allenfalls sehen lassen und bietet nicht nur zwei völlig neue Gebiete und jede Menge neuer Events, sondern auch neue Möglichkeiten, richtig viel Zeit darin zu versenken.


Wir bedanken uns beim Publisher für die Bereitstellung eines Testmusters. Bitte beachtet auch unsere Wertungs-Richtlinien, an denen wir uns orientieren.

Wer uns unterstützen möchte, kann über unseren Amazon-Partnerlink oder direkt über folgende Auswahl einkaufen. Der Preis bleibt unverändert; uns kommt jedoch ein kleiner Betrag zugute, über den wir uns natürlich freuen würden :)

The Good

  • Zwei neue Gebiete
  • Mehr als 50 neue Events
  • Snowboard- und Skirennen

The Bad

  • Verpasste Chance mehr daraus zu machen
  • Lediglich Snowboard-Events für die Qualifikation relevant
7

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at

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