Resident Evil: Revelations 2

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Resident Evil: Revelations 2 Review

Resident Evil auf der Nintendo Switch – Kapitel zwei.

Zusammen mit dem ersten Teil der Resident Evil: Revelations Reihe bringt Capcom nun erstmals auch den Nachfolger auf eine Nintendo-Konsole. Dabei mussten einige Kompromisse eingegangen werden, die jedoch einem ungeschulten Auge kaum auffallen. Wir möchten euch in diesem Review nicht allzu viel über das Spiel selbst verraten, da dieses sehr storylastig in einzelne Episoden aufgeteilt ist und von jedem Spieler ohne jegliches Vorwissen erlebt werden sollte. Aber eine kurze Einleitung zum schmackhaft machen, wollen wir euch nicht vorenthalten. Die Geschichte beginnt mit dem Fokus auf Claire Redfield und Moira Burton, welche von unbekannten Gestalten entführt und auf die Insel Zabytij verfrachtet werden. Dort sehen sie sich einer Organisation namens “The Afflicated” konfrontiert und setzen folglich alles daran wieder zu fliehen bzw. ein Notsignal nach außen zu senden. Dieses wurde auch von Barry Burton, dem Vater von Moira, empfangen, wodurch dieser sich auf den Weg zur Inseln macht, um die beiden zu retten. Ihr übernehmt in Resident Evil: Revelations 2 abwechselnd die Rolle von Claire Redfield oder auch Barry Burton sowie deren jeweilige Begleiter, um den Geschichtsverlauf aus verschiedenen Perspektiven zu erleben. Ihr seid eigentlich auch immer zu zweit unterwegs, wodurch das Spiel auch vollends für den lokalen Mehrspieler-Modus geeignet ist.

Technisch gesehen braucht sich der Titel auf der Nintendo Switch auch keinesfalls verstecken. Zwar konnte man davor auf PlayStation 4 und Xbox One mit schaurigen Lichteffekten und flüssigen 60fps punkten, doch die schwächere Hardware der Nintendo Switch kann hier der Konkurrenz nicht ganz das Wasser reichen. Dynamische Schatteneffekte, die durch das Licht der Taschenlampe geworfen werden, gibt es hier nicht und auch sonst wurde an der ein oder anderen Textur geschraubt. Die Sichtweite wurde ebenfalls etwas eingeschränkt, wodurch beim Spielen so genannte “Popups” zu sehen sind, sprich: Gräser oder Büsche erscheinen plötzlich vor eurer Nase, die zuvor nicht in “Sichtweite” waren. Außerdem kann das Spiel maximal mit 30fps erlebt werden, die leider auch nicht konstant erreicht werden können. Somit hinkt das Spiel im Vergleich zu anderen Konsolen-Vertretern etwas hinterher, kann im Gegenzug jedoch mit Portabilität punkten. Vergleicht man dann die Nintendo Switch Version mit der PlayStation Vita Variante, verneigt man sich vor ersterer. Außerdem ist es euch möglich, mit den einzelnen JoyCon auch unterwegs gemeinsam zu zweit zu spielen, wobei sich der geteilte Bildschirm auf der Nintendo Switch im Tisch-Modus nicht unbedingt dafür anbietet (siehe Bild 3). Auf größeren Fernsehern ist es jedoch perfekt dafür geeignet.

Steuerungstechnisch hat sich, wie auch schon beim ersten Teil, enorm viel getan. Ihr könnt nun ebenfalls die Vorteile der Bewegungssteuerung nutzen, um beispielsweise euer Fadenkreuz perfekt auszurichten. Im Handheld-Modus könnt ihr auch über die Ränder des Touchscreens wischen, um einen schnellen Waffenwechsel durchzuführen und auch die JoyCon finden wieder ihre perfekte Verwendung für Steuerung und das innovative Nachladen. Außerdem könnt ihr zwischen klassischem Rumble und Nintendos exklusivem HD-Rumble wählen, welches euch ein wenig mehr Immersion verspricht.

Wer die vier Episoden der rund zehnstündigen Kampagne dann hinter sich gebracht hat, darf auch noch den Raid-Modus konsumieren, welcher bereits in Resident Evil: Revelations enthalten war. Natürlich gibt es hier die Umgebungen des zweiten Teils zu spielen und ihr müsst wieder mit Monstern und B.O.W.s um die Wette metzeln. Je mehr davon ihr dem Erdboden gleichmacht, desto besser schneidet ihr ab. Waffenupgrades und sonstige Verbesserungen rüsten euch dann wieder für weitere Versuche – wie üblich.

Fazit

Wie auch schon Resident Evil: Revelations kann Teil zwei auf der Nintendo Switch überzeugen. Die Kompromisse, die dafür eingegangen werden müssen sind überschaubar und fallen nicht wirklich ins Gewicht. Vor alle nicht für Nintendo-Fans, die keinerlei andere Konsolen besitzen. Für die ist es ohnehin eine Premiere. Aber auch für Kenner überwiegt der Hauptaugenmerk auf das Wesentliche im Spiel und dieses wird in keiner Weise beeinträchtigt. Schade ist, dass der Raid-Modus zwar online gespielt werden kann, die Hauptgeschichte jedoch nicht. Abgesehen davon bleibt Resident Evil: Revelations 2 eine solide Fortsetzung, die sicherlich nicht alle Geschmäcker trifft, dennoch interessant zu spielen ist – vor allem im Koop-Modus.

Achja, auch bei Resident Evil: Revelations 2 hat man in Europa bislang von einer Veröffentlichung auf Modul abgesehen und es ausschließlich im eShop zur Verfügung gestellt. Als Import gibt es die Spiele jedoch in schicker Verpackung zu erwerben, welche durch den fehlenden Region-lock auch auf jeder Konsole abgespielt werden können.

Wir bedanken uns bei Capcom für die Bereitstellung eines Testmusters. Bitte beachtet auch unsere Wertungs-Richtlinien, an denen wir uns orientieren.


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The Good

  • Interessante Geschichte
  • Gute Cliffhanger durch die Episodenfinali
  • Waffen-Upgrades und Crafting-System
  • Koop-Modus
  • Portabilität

The Bad

  • Technisch nicht ganz auf Augenhöhe mit anderen Versionen
  • Lange Ladezeiten
7

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at

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