Playerunknown’s Battlegrounds

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Playerunknown’s Battlegrounds Ersteindruck

Winner Winner Chicken Dinner.

Völlig überraschend und teilweise auch nicht ganz nachvollziehbar hat sich im letzten Jahr ein riesiger Hype um den innovativen Online-Shooter Playerunknown’s Battlegrounds gebildet. Woran andere Firmen mit Millionenbudget scheitern, ist dem Entwickler Bluehole etwas gelungen, wo wohl viele neidisch rüberblicken. Das Spiel besteht aus lediglich einer einzigen Map und dem Nervenkitzel, am Ende als einziger Überlebender aus vormals 100 Spielern hervorzugehen. Am PC boomt der Titel wie verrückt und nun darf man auch die erste Beta-Version auf der Xbox One probespielen. Wir haben uns daher gleich in die Schlacht geworfen.

Mit eurem rudimentär selbst erstellten Charakter springt ihr von einem Flugzeug aus auf die riesige und völlig unüberschaubare Map herab. Der Fallschirm bremst euren Sturz, sodass ihr sicher am Boden des von nun an heiß umkämpften Gebiets landet. Euer primäres Ziel ist, euch nun auf die Suche nach Ausrüstung, Waffen und Gesundheitsmitteln zu begeben, da ihr nichts von alledem mit euch führt – ihr seid sogar barfuß. Häuser oder auch Lagerhallen beinhalten völlig zufällig verteilt die Objekte der Begierde. Dabei ist jedoch keine Runde, wie die vorige. Habt ihr im letzten Spiel die beste Ausrüstung an einem Ort gefunden, so kann dieser beim nächsten Mal nur durch gähnende Leere beeindrucken. Habt ihr dann brauchbare Utensilien eingesackt, gilt es zu überleben. Klingt prinzipiell recht einfach. Lediglich in einem der vielen Häuser einsperren und auf bessere Zeiten warten, richtig? Falsch gedacht! Denn die Kuppel, die in Form einer Halbkugel über der Map schwebt, begrenzt die Zone, in der ihr keinen Schaden nehmt. Sobald ihr euch außerhalb dieses Bereichs befindet, werdet ihr langsam aber sicher den Löffel abgeben. Und damit die nötige Würze in jede Runde kommt, wird der “sichere” Bereich nach wenigen Minuten verkleinert, sodass ihr gezwungen seid mit bis zu weiteren 99 Spielern auf engerem Raum zu kämpfen. Dies wiederholt sich so lange, bis euch der Bereich dazu zwingt, in Aktion zu treten, solltet ihr bis dahin tatsächlich ohne Feindkontakt überlebt haben – was wir jedoch bezweifeln. Am Ende siegt derjenige, der übrig geblieben ist.

Playerunknown’s Battlegrounds ist am PC bereits ein Riesenhit, wodurch der Pre-Release auf der Xbox One mit großer Euphorie erwartet wurde. Leider war der Start mehr als nur holprig, sodass wir auch mit unserem Eindruck darüber ein wenig warten mussten. Anfangs war das Spiel aufgrund von spielbeeinträchtigenden Bugs und enormen Lags de facto unspielbar. Das hat sich mittlerweile aber geändert, da die Entwickler drauf und dran sind, die Erfahrung auf der Konsole in Windeseile zu optimieren. Doch es versteht sich natürlich von selbst, dass man an vielen Ecken noch ordentlich schrauben muss, bis man den Goldstatus verkünden darf. Nervige Bugs, wie beispielsweise das ungewollte Wechseln der Perspektive während man in der Map navigiert, sind dabei schwerwiegender, als das Fehlen von Animationen beim Ein- bzw. Aufsteigen in Autos oder Motorräder. Die Physik-Engine ist auch nicht unbedingt das Realistischste, das diese Welt je gesehen hat, aber am Ende macht es dann ja doch irgendwie Spaß – auch mit diesen Mängeln. Wären da nicht die ersten rund 10-15 Minuten, in denen quasi nichts passiert. Natürlich kann man Pech haben und in einem Gebiet landen, in dem auch unzählige Gegenspieler mit von der Partie sind, welche einen im Handumdrehen dem Erdboden gleichmachen. Solltet ihr jedoch etwas abseits landen, steht ihr nach dem anfänglichen Looten einer ziemlich weitläufigen und leeren Landschaft gegenüber, wo es durchaus sein kann, dass ihr minutenlang keinem Menschen begegnen werdet. So sehr das Spiel gegen Ende hin an den Nerven kitzelt, so langweilig und öde kann es in der Anfangsphase sein. Aber Geschmäcker sind ja nun mal verschieden und so wird sich der eine halt mehr und der andere wiederum weniger damit anfreunden können.

Wer solche Shooter nicht gerne alleine spielt, dem kann man nur den Modus an Herz legen, der euch als Team zu zweit oder viert in ein Gefecht schmeißt. So könnt ihr gemeinsam überleben und euch nebenbei auch noch über den Chat unterhalten. Erfahrungsgemäß ist das der bevorzugte Weg, solltet ihr mindestens einen Mitspieler für euch gewinnen können. Der Vorteil, auf den ihr nämlich alleine verzichten müsst, ist, dass ihr nach einem verheerenden Treffer nicht gleich sterbt, sondern zu Boden geht und von einem Kameraden geheilt werden könnt. Man kann dabei nicht wirklich von fairem Balancing sprechen, da hiermit Teams permanent einen Vorteil gewinnen, aber dieses Feature sollte wohl dazu anregen, mit Freunden zu spielen.

Ersteindruck

Wie ihr sicherlich bereits aus dem Text rauslesen konntet, ist Playerunknown’s Battlegrounds bislang noch ein suboptimales Erlebnis auf der Xbox One. Es ist mittlerweile zwar nicht mehr unspielbar, aber verträgt definitiv noch einiges an Optimierungen. Auch der Umfang ist derzeit noch sehr begrenzt, wird jedoch aktuell am PC gerade mit einer zweiten Map erweitert. Wir nehmen an, dass im weiteren Entwicklungsverlauf noch viele Features und Content in das Spiel finden werden, können jedoch zu diesem Zeitpunkt weder eine Wertung, noch eine volle Kaufempfehlung für das Spiel aussprechen. Early-Access Spiele sind immer ein zweischneidiges Schwert, da sie nicht unbedingt das finale Produkt widerspiegeln müssen und man auch nicht sicher davon ausgehen kann, ob das Spiel jemals fertig gestellt wird. Wer sich dieses Risikos jedoch bewusst ist und wem der Ersteindruck zusagt, kann jedoch gerne sofort ins Flugzeug steigen und sich seinen Loot schnappen.

Wir bedanken uns beim Publisher für die Bereitstellung eines Testmusters. Bitte beachtet auch unsere Wertungs-Richtlinien, an denen wir uns orientieren.


Gewinnspiel

Passend zu unserem Erfahrungsbericht könnt ihr euch auch gleich stilvoll für eure nächsten Runden in Playerunknown’s Battlegrounds kleiden.

Zu gewinnen gibt es:

  • 1x graues T-Shirt (Large) mit weißem Logo-Aufdruck

Wir bedanken uns recht herzlich bei Microsoft für die Unterstützung und Bereitstellung der Gewinnspiel-Preise!

Schreibt uns einfach in die Kommentare oder schickt uns ein E-Mail mit dem Betreff “Winner Winner Chicken Dinner” an gewinnspiel@continue-magazin.at, um am Gewinnspiel teilzunehmen.

Gerne könnt ihr diesen Beitrag auch teilen. Viel Glück!

Teilnahmeschluss ist der 26.01.2018, 23:59 Uhr. Teilnahmeberechtigt sind Personen, die alle Anforderungen des Gewinnspiels erfüllen, mindestens 18 Jahre alt sind und einen festen Wohnsitz in Österreich oder Deutschland haben. Der Gewinner wird nach Ablauf des Gewinnspiels zufällig unter allen teilnahmeberechtigten Personen ermittelt und schriftlich verständigt. Es entstehen keine zusätzlichen Kosten für Teilnehmer. Barablöse ausgeschlossen.


Wer uns unterstützen möchte, kann über unseren Amazon-Partnerlink oder direkt über folgende Auswahl einkaufen. Der Preis bleibt unverändert; uns kommt jedoch ein kleiner Betrag zugute, über den wir uns natürlich freuen würden :)

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at

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