PLANET ALPHA

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PLANET ALPHA Review

Ein Planet voller Gefahren.

Team17 hat bereits eine lange Laufbahn hinter sich. Das Studio, welches bereits am AMIGA um Aufmerksamkeit gerungen hatte, aber im Endeffekt wohl am bekanntesten für seine Worms-Spiele ist, tritt längst nicht mehr nur als Entwickler ins Rampenlicht, sondern seit geraumer Zeit auch als Publisher für Spiele anderer Entwickler. Nun hat man ein kleines Jubiläum zu feiern: die Veröffentlichung des 100. Spiels unter der eigenen Haube! Diese Ehre wird dem Titel PLANET ALPHA des Studios Planet Alpha ApS zuteil, welches obendrein auch noch ein fantastisches Abenteuer verspricht. Fans der Spiele Limbo oder auch Inside sollten jetzt ganz Ohr sein, denn wer Nachschub in ähnlicher Form sucht, wird hier definitiv fündig.

In PLANET ALPHA steuert ihr einen Astronauten, welcher anfangs nur durch die Gegend hinkt, ehe ihr euch wieder zusammenrappelt und die herrliche Gegend dieses unbekannten Planeten erforscht. Das Spiel präsentiert sich in den schönsten Facetten, kunterbunt und recht idyllisch. Man möchte fast meinen, es wäre der perfekte Urlaubsplanet, um ein wenig Erholung zu genießen. Doch da wären noch all die Roboter und anderen tödlichen Gefahren, die euch gar nicht willkommen heißen. Kommt ihr diesen zu Nahe, war’s das mit eurer Erholung und ihr könnt die Radieschen von unten beobachten. Doch zu jeder Gefahr gibt es das passende Rätsel, welches ihr in diesem seitlich scrollenden Puzzle-Plattformer lösen müsst. Wie in den beiden bereits erwähnten Spielen habt ihr auch hier Passagen, die einfach nur zum Genießen und Betrachten der Umgebung dienen und zwei Kopfnüsse miteinander verbinden. Mal müsst ihr langsam und verdeckt an Gegnern vorbeischleichen, mal Objekte rumschieben, um höher gelegene Stellen zu erklimmen. Dann wiederum könnt ihr Gegner aufeinander hetzen, damit sie sich gegenseitig den Garaus machen. Die Rätsel sind dabei recht abwechslungsreich gestaltet und bis auf wenige Ausnahmen auch recht logisch.

In den insgesamt zehn Kapiteln, welche rund drei bis vier Stunden in Anspruch nehmen, gibt es aber noch einen recht interessanten Kniff. Ihr könnt mittels Schultertasten die Zeit verändern und so die Sonne auf- oder untergehen lassen. Je nachdem, ob es gerade hell oder dunkel ist, verändert sich auch eure Umgebung. Pflanzen ziehen sich zusammen und bilden plötzlich einen Sichtschutz vor Gegnern, andere blühen wiederum auf und schießen explodierende Samen heraus, mit denen ihr neue Wege öffnen könnt oder auch ganze Plattformen fangen an, sich durch die Lüfte zu bewegen. Diese ändern ihr Niveau nicht nur in der Vertikalen, sondern auch über die Z-Achse, sprich: sie bewegen sich aus dem Bildschirm hinaus oder in diesen hinein und können so ebenfalls Gegner treffen, wodurch sich euch dann ein neuer Weg öffnet. Alles in allem ist PLANET ALPHA ein recht unterhaltsames und angenehm zu spielendes Abenteuer gewesen. Leider hat es die Qualitätskontrolle nicht geschafft, das Produkt mit dem letzten Feinschliff zu versehen. Es kann durchaus mal passieren, dass ihr mit eurem Astronauten irgendwo durchclipped oder auch einen Checkpoint beim Scheitern eines Rätsels überspringt. Vor allem Letzteres ist mir einige Male passiert, was zwar dem Spielspaß keinen Abbruch tut, aber dennoch nicht im Sinne des Erfinders ist. Nichtsdestotrotz würde ich aber eine Empfehlung für PLANET ALPHA für Fans solcher Spiele aussprechen. Nur beim Ende musste ich ein wenig schmunzeln – da hätte man ruhig etwas kreativer sein dürfen. Ihr werdet wissen, was ich meine …


Wir bedanken uns beim Publisher für die Bereitstellung eines Testmusters. Bitte beachtet auch unsere Wertungs-Richtlinien, an denen wir uns orientieren.

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PLANET ALPHA für Nintendo Switch
PLANET ALPHA für PlayStation 4
PLANET ALPHA für Xbox One
PLANET ALPHA für PC

The Good

  • Abwechslungsreicher Puzzle-Plattformer
  • Farbenfrohes Art-Design
  • Faire Checkpoints

The Bad

  • Hätte etwas mehr Feinschliff vertragen
  • Checkpoint-Bug lässt euch Rätsel überspringen
8

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at