Overcooked! 2

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Overcooked! 2 Review

The kitchen is on fire!

Overcooked! war vor rund zwei Jahren eine herrlich erfrischende Überraschung am Horizont der endlosen Videospiel-Neuerscheinungen. Ghost Town Games hatte mit der kleinen, aber feinen Küchensimulation einen wahrlich grandiosen Couch-Koop-Titel geschaffen, welcher von Hektik, Schweiß und Spannung geprägt war. Nun, rund zwei Jahre später erschien der lang ersehnte Nachfolger und bringt neben neuen Aufgaben mit den “Unbroten” auch eine neue Bedrohung und mehrere Verbesserungen im Gameplay mit sich.

Das Konzept des ersten Teils bleibt aber größtenteils unberührt. Ihr werdet mindestens zu zweit in eine Küche geschmissen und müsst so viele Bestellungen wie möglich abschließen. Dazu erhaltet ihr im oberen Bildschirmbereich die Kundenwünsche samt Zutaten präsentiert. Diese müsst ihr dann aus der Vorratskammer holen, zerhacken und gegebenenfalls anschließend auf der Pfanne brutzeln lassen. Manchmal bedarf es auch eines Kochtopfes, ein anderes mal kommt man lediglich mit dem Schneiden der Zutaten (beispielsweise für Tomaten, Käse oder Fisch) aus. Das Spiel wurde größtenteils davon geprägt, einen perfekten Ablauf zu finden, Zutaten immer zur Verarbeitung parat zu haben und natürlich die Bestellung so schnell wie möglich fertigzustellen und in richtiger Reihenfolge auszuliefern. Letzteres ist in Overcooked! 2 noch viel mehr von Bedeutung, da es nun einen Multiplikator für das Trinkgeld gibt, der sich mit jeder Bestellung erhöht, die in der richtigen Reihenfolge an den Tisch gebracht wurde. Tut man dies nicht, wird dieser wieder zurückgesetzt und es wird euch wieder etwas erschwert, die nötige Punktzahl für alle drei verfügbaren Sterne pro Level zu sammeln.

Alleine ist das Spiel recht hektisch und schöpft definitiv nicht das gesamte Spaßpotential aus, welches dieses in sich bergt. Ihr habt zwei Köche, die ihr abwechselnd kontrollieren müsst. Ihr könnt diese per Schultertasten umschalten, jedoch immer nur eine Aktion gleichzeitig ausführen. Ausgenommen sind Schneide- oder Abwascharbeiten, die der jeweilige Charakter zu Ende bringt. Richtig lustig wird es erst, wenn ihr das Spiel zu zweit angeht. Hierfür eignet sich der lokale Koop-Modus perfekt. Doch wer glaubt, dass die Aufgaben dadurch leichter werden, der irrt. Je mehr Spieler ihr seid, desto höher sind die Anforderungen, die begehrten Sterne pro Level abzuräumen. So ist gewährleistet, dass es ein ausgeglichenes Erlebnis bleibt, egal ob ihr alleine spielt oder mit bis zu vier Spielern. Dies geht übrigens in Teil zwei nun auch online und funktioniert recht gut. Einziger Nachteil der von uns getesteten Nintendo Switch Fassung ist, dass der fehlende Voice-Chat-Support massiv ins Gewicht fällt, da es in der Küche ohne Kommunikation schnell zu kränkeln beginnt. Alternativ könnt ihr auf eine Emoji-Steuerung zurückgreifen, die per Schnellauswahl eure aktuelle Aufgabe kund tut – eine perfekte Alternative ist dies aber dennoch nicht.

Aber das sind nicht die einzigen Verbesserungen, die euch in den mehr als 40 neuen Leveln erwarten. Zum einen könnt ihr nun rohe Zutaten durch die Gegend werfen, was einen enormen Vorteil gegenüber dem letzten Teil darstellt. So spart ihr euch unnötige Wege und könnt Zutaten nicht nur eurem Partner direkt in die Hände werfen, sondern auch geradewegs in den Kochtopf oder die Bratpfanne. Viele neue Umgebungen machen es ohnehin unerlässlich, das neue Feature zu nutzen. So kommt es nicht nur einmal vor, dass ihr auf dem Highway in zwei unterschiedlichen Trucks arbeitet und euch die Lebensmitteln hin und her werfen oder auch Fließbänder zu euren Gunsten manipulieren müsst. Außerdem könnt ihr nun Zutaten mischen, wenn ihr beispielsweise Dim-Sum zubereitet, welche dann in den neuen Steamer wandern, ehe sie zum Servieren bereit sind. Die Ideen sind den Entwicklern sicherlich nicht ausgegangen, auch wenn die ein oder andere Stage definitiv kein Favorit bei mir wird. Nicht, weil sie unfair wäre, sondern weil sie einfach keine Fehler verzeiht, wenn man auf Sternenjagd ist. Das Tüpfelchen auf dem “I” sind dann auch noch die Bonus-Level, welche ihr freischalten könnt und der Arcade- bzw. VS-Modus, in dem ihr gegen andere Hobby-Köche sowohl offline als auch online eure Kochkünste messen könnt. Alles in allem ist Overcooked! 2 seinem Vorgänger zum Verwechseln ähnlich, sticht dennoch mit neuen Ideen und Verbesserungen heraus und schafft so wieder unzählige lustige Stunden an Unterhaltung. Von uns gibt’s dafür eine ganz klare Empfehlung für alle Kochkünstler unter euch.


Wir bedanken uns beim Publisher für die Bereitstellung eines Testmusters. Bitte beachtet auch unsere Wertungs-Richtlinien, an denen wir uns orientieren.

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Overcooked! 2 für Nintendo Switch
Overcooked! 2 für PlayStation 4
Overcooked! 2 für Xbox One

The Good

  • Neue Rezepte und Kochuntensilien
  • Durchdachte Gameplay-Verbesserungen
  • Mehr als 40 neue und abwechslungsreiche Level
  • Koop-Modus sowohl offline als auch online

The Bad

  • Kein Voice-Chat auf der Nintendo Switch
  • Manchmal etwas lange Ladezeiten
9

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at