Out there: Ω The Alliance

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Out there: Ω The Alliance Review

Ein einsames Weltraumabenteuer.

In der Vergangenheit war mir der Publisher Raw Fury kein wirklich großer Begriff. Doch seit die Nintendo Switch in puncto Software-Lineup mit einem Geheimtipp nach dem anderen auf mich wartet, ist mir aufgefallen, dass sich darunter auch das ein oder andere Spiel des schwedischen Publishers befindet. Erst kürzlich hatten wir über Kingdom Two Crowns berichtet, welches sämtliche mir verfügbare Zeit gestohlen hat und einen absoluten Pflichtkauf für Fans des Rogue-like-Genres darstellt. Und nun tut es gleich der nächste Titel auf meiner neuen Lieblingskonsole: Out there: Ω The Alliance.

Ihr schlüpft in die Rolle eines Raumfahrers, der sich nach einem kleinen Missgeschick auf seiner Reise in den Untiefen des Weltalls wiederfindet. Nach einem kleinen Tutorial und einer knappen Erklärung der Situation übernehmt ihr auch bereits das Kommando über das Spielgeschehen. Eure Aufgabe ist es nun, den Weltraum zu erkunden und wieder zu eurem ursprünglichen Zielort zu finden. Dabei gibt es lediglich ein Problem: eure Ressourcen neigen sich stets dem Ende zu und eure nächsten Schritte müssen stets penibel genau kalkuliert werden. Das Reisen von Galaxie zu Galaxie und Planeten zu Planeten verbraucht nicht nur Treibstoff, sondern ihr selbst auch wertvollen Sauerstoff. Zudem müsst ihr darauf Acht geben, dass die Komponenten eures Raumschiffs in guter Verfassung bleiben und diese gegebenenfalls auch reparieren. Dazu benötigt es unterschiedliche Materialien und Elemente, die sich nur durch das Erkunden von Planeten finden lassen, was wiederum ein erhebliches Risiko mit sich bringt. Hin und wieder erlebt ihr nämlich ungewollte Begegnungen mit außerirdischen Lebensformen oder anderen Naturkatastrophen, deren Gefahr ihr klug einschätzen müsst und mit Bedacht eure nächsten Aktionen wählt. Sämtliche Entscheidungen eurerseits haben folglich Auswirkungen auf den Rest eurer Weltraumreise, woraus hunderte verschiedene Szenarien und letztlich vier verschiedene Enden resultieren. Der Wiederspielwert ist damit mehr als nur gegeben!

Die Präsentation des Spiels ist relativ simpel gehalten und wird überwiegend mit Textboxen präsentiert. Wunderschön gezeichnete Hintergründe und Bilder im Comic-Stil machen das Erlebnis zu einem doch recht spannenden Text-Adventure, das mich durchaus mit “nur noch eine Runde” begeistern konnte. Vor allem der Soundtrack ist sehr stimmig und unterstreicht die teils einsam-melancholischen, als auch angespannt-nervenkitzelnden Momente, die mir das Spiel beschwerte. Manchmal trifft man auch auf eine unbekannt Alien-Rasse, die nur unverständlich zu uns spricht, bis man nach und nach ihre Sprache entschlüsseln kann. Dies erinnerte mich ein wenig an No Man’s Sky und macht das Ganze dadurch etwas mysteriöser und immersiver. Das Entwickeln neuer Technologien für das eigene Raumschiff ist ebenso interessant, wie riskant. Einerseits könnte man bessere Ressourcen ergattern oder neue Gebiete einfacher oder überhaupt erst erforschen, andererseits könnte auf dem nächsten Planeten auch etwas schreckliches passieren und ihr benötigt eure Materialien für eine Reparatur oder einen anderen Notfall. So spielt sich das Spiel mit einer gewissen Anspannung bis ihr euer Ziel erreicht oder eben vorher sterbt. Doch auch eine Niederlage kann sich wie ein Erfolg anfühlen, wenn man Dinge bewältigen konnte, die davor unerreichbar waren.

Am Ende des Tages ist Out there: Ω The Alliance ein richtig gutes und spannendes Spiel für Zwischendurch. Durch die Rogue-Like-Elemente gibt es auch immer etwas Neues zu entdecken und so fühlt sich jeder Durchlauf frisch und ein vorzeitiges Ende eurer Reise nicht als Strafe an. Für die Nintendo Switch Version hat man extra noch was drauf gepackt. Ihr dürft euch insgesamt über drei neue Raumschiffe (mit einem netten und bekannten Cameo-Auftritt), mehr als 30 neuen Szenarien, neue Umgebungen, neue Missionen, neue Technologien und ein neues Ende freuen. Wer Out there also schon von anderen Plattformen kennt, darf sich hier über eine erweiterte “ultimative” Edition freuen, die euch sicherlich, genau so wie mir, etliche Stunden der Freizeit abluchsen. Von mir gibt es allenfalls eine Empfehlung, vor allem, nachdem das Spiel für lediglich rund 13 Euro zu haben ist. Entschuldigt mich nun bitte, mein Raumschiff braucht mich …


Wir bedanken uns beim Publisher für die Bereitstellung eines Testmusters. Bitte beachtet auch unsere Wertungs-Richtlinien, an denen wir uns orientieren.

The Good

  • Spannendes Text-Adventure
  • Schöner Comic-Stil
  • Stimmiger Soundtrack
  • Hoher Wiederspielwert

The Bad

  • Hin und wieder recht aussichtslose Szenarien
  • Recht hoher Schwierigkeitsgrad, der manchmal frustrierend sein kann
8

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at