Nioh

By on on DLC, 2 More

Nioh: Defiant Honor Review

Auch der zweite DLC zum Action-RPG-Hit Nioh geht hart mit euch ins Gericht.

Als ob Nioh nicht schon ein grandioses Spiel in seiner ursprünglichen Fassung wäre, beglückt uns Team Ninja auch weiterhin noch mit tollen Erweiterungen. Diesmal handelt die Geschichte von der Belagerung Osakas. Wie auch schon der erste DLC, setzt Nummer zwei direkt an die vorangehende Story an. Demnach gilt auch hier wieder: kein Vorankommen, wenn nicht das Hauptspiel und der erste DLC abgeschlossen sind!

Wer den ersten DLC und die darin befindlichen Bosse schon verflucht hat, wird mit Defiant Honor vermutlich keine Freude haben. Einige davon kehren nämlich wieder, stärker und gnadenloser. Manchmal stellt man sich dabei die Frage, wie ein normalsterblicher Spieler das alles schaffen soll, ohne den Controller gegen die Wand zu knallen. Dann sieht man sich aber einige Streams zum Spiel an und merkt: das Spiel ist bis zu einem gewissen Grad mittlerweile völlig ‚broken‘. Einige Builds machen so unglaublich hohen Schaden, dass Team Ninja es nicht mehr schaffen kann, das Balancing aufrecht zu erhalten. Somit ist es ein Ding der Unmöglichkeit, sowohl Gelegenheitsspieler, als auch Profis gleichermaßen zu bedienen. Der empfohlene Level für diese DLC-Erweiterung beginnt übrigens bei Level 180. Wer das noch nicht erreicht hat, sollte besser noch ein wenig Leveln, bevor er frustriert die Konsole abdreht.

Der Inhalt von Defiant Honor kann sich aber durchaus sehen lassen. Neben zwei Hauptmissionen dürft ihr euch auch an einer Nebenmission erfreuen, welche sich allesamt auch unterschiedlich präsentieren. Die beiden Hauptmissionen umfassen zum einen die Belagerung und zum anderen harte Kämpfe in einer Mine der immer noch belagerten Stadt. Die Nebenmission stellt euch dann vor das Rätsel eines mit Illusionen und Zauberei gespickten Labyrinths.

Auch die Gegnervielfalt wurde um einiges erweitert. So kreuzen nicht nur bekannte Widersacher euren Weg, sondern auch Füchse, Hunde und sogar Ninja-Hunde! Verrückt. Mit der Tonfa erhaltet ihr zudem auch noch eine neue Zweihand-Waffengattung, welche mit schnellen Schlägen und Kombos eine wahrliche Bereicherung für Profi-Spieler darstellt.

Alles in allem kann sich auch der zweite DLC zu Nioh durchaus sehen lassen. Viele nette, neue Ideen grenzen sich vom bisher Präsentierten ab und sorgen für frischen Wind. Leider entwickelt sich das Spiel fortwegs zu einem sehr unausgeglichenen Erlebnis. Wer jedoch den richtigen Build auf seiner Seite hat, sollte auch mit Defiant Honor keine Probleme haben. Alle anderen müssen noch üben oder die vorhergehenden Stories abschließen.

Wir bedanken uns bei Sony für die Bereitstellung eines Testmusters.


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The Good

  • Schöne, neue Ideen sorgen für frischen Wind
  • Neue Gegner

The Bad

  • Erst spielbar, wenn Hauptstory abgeschlossen wurde
  • Etwas unausgeglichen
8

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at