Nioh

By on on DLC, 2 More

Nioh: Bloodshed’s End Review

Der letzte DLC zum Action-RPG-Hit Nioh bittet zum Tanz.

Wir befinden uns immer noch im Belagerungsszenario der Burg Osaka im Jahre 1615, wie bereits im zweiten DLC des nun bald nicht mehr PlayStation 4 exklusiven Meisterwerks, welches in wenigen Wochen endlich auch für PC als Complete Edition erscheint. Wieder werden wir mit drei Hauptmissionen beschäftigt, welche uns in und über die üblichen Burgen und Schlachtfelder schicken. Dabei überrascht und beeindruckt die dritte Erweiterung nicht mehr ganz so sehr, wie zuletzt, da man eben alles schon einmal gesehen hat. Schade, denn so stark die ersten beiden Zusatz-Packs waren, so fast schon generisch wirkt der Abschluss der DLC-Trilogie.

Nun, es hat sicherlich wieder seine Höhepunkte. Vor allem die taktischen Gedanken hinter dem ständigen Kanonenbeschuss der bereits ersten Mission sind durchaus gelungen. Man kann den Kanonen entweder entfliehen oder sie auch klug gegen die Gegner am Schlachtfeld einsetzen. Auch neue Wege, die vormals versperrt waren, lassen sich so geschickt öffnen. Die Intensität eures Vorhabens nimmt dabei auch so schnell nicht ab. Für hitzige Unterhaltung sorgen nämlich auch die schier endlos vielen Boss-Gegner, von denen es allein in der letzten Mission fünf an der Zahl gibt – zwei Yo-kai inklusive. Wer sich also vor Unterforderung fürchtet, der sei schon mal beruhigt.

Auch wenn eine neue Waffengattung euch am Ende verwehrt bleibt (was aber vermutlich auch besser so ist), gibt es diesmal noch einige Nebenmissionen, die sich auch in Begleitung spielen lassen. Doch auch hier bedient sich Nioh wieder an den ersten beiden DLC Inhalten, als neue Ideen zu liefern, wie es noch bei Defiant Honor der Fall war.

Habt ihr euch dann auch durch die letzten Minuten eures Abenteuers gekämpft, gibt es noch einen netten und gleichzeitig auch völlig irren Bonus für euch. In einem Horde-ähnlichen Modus dürft ihr insgesamt in 100 Wellen gegen sämtliche Gegner im Spiel kämpfen. Darunter haben sich auch fünf Bosse geschummelt, die euch schneller den Garaus machen können, als ihr Amen sagen könnt. Der Clou dabei: ihr habt keine Verschnaufpause und auch keine Speichermöglichkeit.

Im Modus Der Abgrund könnt ihr dann das Spiel nochmals erkunden. Ihr dürft dabei sämtliche Level und Bosse abermals besuchen und euch auf Loot-Jagd begeben. Speichern ist auch hier kein Thema, dafür gibt’s auch richtig wertvolles Zeug abzustauben. Aber Vorsicht! Wer das Zeitliche segnet, darf wieder ganz von vorne ran. Die Formel zum Erfolg ist demnach die richtige Balance aus Wagemut und Vernunft.

Fazit

Auch wenn Bloodshed’s End nicht wirklich viel Neues an Ideen bietet, so ist es ohne Zweifel ein solider und gelungener Abschluss des Nioh-Kapitels. Wo alleine das Hauptspiel schon mehr als 100 Stunden eurer Zeit in Anspruch nehmen kann, gibt es bei sämtlichen DLC-Inhalten noch einige Stunden mehr drauf zu packen. In unseren Augen ist Nioh ein beispielloses Vorzeigeprojekt, das jeder, der genug Nerven aus Stahl und Geduld mit sich bringt, unbedingt ausprobieren sollte. Abschließend bleibt nur der Wehmut nach mehr übrig. Wir hoffen daher stark auf eine Fortsetzung!

Wir bedanken uns bei Sony für die Bereitstellung eines Testmusters.


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The Good

  • Drei neue Hauptmissionen
  • Endgame-Content

The Bad

  • Erst spielbar, wenn Hauptstory abgeschlossen wurde
  • Weniger Kreativität als zuvor
7

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at