Mugsters

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Mugsters Review

Die Ufos kommen.

Mugsters war eines der Spiele, welches mich über den recht simpel gehaltenen, aber dennoch ansprechenden Art-Style auf sich aufmerksam gemacht hatte – das Auge spielt ja immerhin mit. Aber das alles würde am Ende nichts nützen, wenn nicht auch das Spiel unter der Fassade überzeugen könnte. Und das tut es! Mugsters ist eine schräge Mischung aus einer Alien-Invasion und dem Puzzle-Genre. Ihr findet euch ohne viel Erklärung auf einer Insel wieder, welches als euer Hub dient. Von hier aus könnt ihr weitere Inseln ansteuern, die eine recht überschaubare Größe haben. Es gilt pro Insel drei Aufgaben zu erledigen: erfüllt die Hauptmission, rettet die gefangenen Menschen und sammelt alle versteckten Kristalle. Prinzipiell ist euer Ziel aber ein ganz anderes, da ihr lediglich die Insel mit einem Flugzeug verlassen müsst, um diese erfolgreich abzuschließen. Aber euch wird, solltet ihr keine der drei Missionen erfüllen, der Zugang zu weiteren Inseln bald verwehrt bleiben. Also seid ihr gut beraten, dass ihr all diese abschließt. Die letzteren beiden erklären sich von selbst. Menschen sind in Glaskapseln zu finden, die es zu zerstören gilt und die grün leuchtenden Kristalle liegen überall im Level rum. Manche lassen sich einfach so einsammeln, andere trotzen euch eure Jump’n’Run-Künste ab. Solltet ihr das Level vorzeitig verlassen, wird euer Fortschritt gespeichert und ihr müsst das nächste Mal nur das erledigen, was ihr ausgelassen habt. Sollte ihr demnach nur zwei von drei Menschen retten, bleibt für einen neuen Versuch lediglich einer übrig.

Selbes gilt natürlich auch für die Kristalle. Die Hauptaufgaben hingegen variieren von Insel zu Insel. Mal müsst ihr lediglich einen Schalter aktivieren, um eine Maschine einzuschalten, ein anderes Mal müsst ihr hingegen Steckverbindungen mit eurem Fahrzeug zum richtigen Gegenstück transportieren. Dann wiederum blockieren Bäume und andere Landschaftsmonumente einige Laserstrahlen, die es wegzusprengen gilt. Apropos wegsprengen: bis auf eure Fäuste habt ihr keinerlei Gegenstände zur Hand, die euch den Kampf gegen die Aliens erleichtern – außer Sprengfässer! Hebt ihr eines auf, könnt ihr damit rumlaufen und es gezielt platzieren oder werfen, um neue Wege freizusprengen oder Gegnern auch mal den Garaus zu machen. Und davon gibt es mit Fortlauf des Spiels einige verschiedene, davon auch Ufos oder riesige “Flugmonster”. Von Ufos solltet ihr euch im Übrigen nicht erwischen lassen. Hat euch ihr Strahl einmal erwischt, beginnt das Level von neu. Die Kurzweiligkeit der einzelnen Inseln ist aber eine gute Sache. Ihr werdet wohl maximal 5-10 Minuten pro neuer Aufgabe investieren müssen, um diese abzuschließen. Schlägt mal ein Versuch fehl, ist es also keine Tragödie, wenn ihr nochmals ran müsst. Außerdem werden die Level immer größer und erfordern auch strategische Planung, um nicht in eine Horde an Gegnern auf einmal zu rennen.

Euch stehen aber natürlich auch noch weitere Hilfsmittel zur Verfügung, um nicht nur die Aufgaben zu meistern, sondern auch ein wenig mehr Spaß zu haben. Verschiedene Vehikel, darunter auch Mähdrescher können von euch bedient werden, um Aliens abzumurksen oder Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Doch Obacht: sollte euer Gefährt Schaden erleiden, droht dieses ebenfalls zu explodieren und reißt euch und eure geretteten Gefährten gleich mit in den Tod. Und wo wir gerade bei Gefährten sind: leider ist deren K.I. nicht unbedingt die beste. Sie folgen euch zwar auf Schritt und Tritt, bleiben aber recht häufig an Mauern oder Kanten stecken, sodass ihr immer wieder zurücklaufen müsst, um sie wieder auf den richtigen Weg zu lotsen. Teilweise war es uns auch gar nicht mehr möglich, mit ihnen zu interagieren. Auch gab es oftmals einen Ausfall unserer Schlagfertigkeit, was den Kampf Alien vs. Mann nicht unbedingt fair sein hat lassen. Nachdem dies aber recht selten aufgetreten ist, vermuten wir, dass das Kampfsystem ebenfalls leicht verbuggt ist. Wie aber bereits erwähnt, ist der Neustart eines Levels aufgrund dessen zwar ärgerlich, aber nicht unbedingt schlimm. Ingesamt stellt Mugsters eine recht lustige Unterhaltung für Zwischendurch dar und bietet sich perfekt für den Konsum auf der Nintendo Switch an. Einerseits, weil ihr mit dem schnellen Erwachen aus dem Standby-Modus der Konsole immer schnell ein weiteres Level zwischendurch spielen könnt und vor allem auch, weil es unterwegs möglich ist. Wer auf verrückte Action steht, sollte mal einen Blick riskieren.


Wir bedanken uns beim Publisher für die Bereitstellung eines Testmusters. Bitte beachtet auch unsere Wertungs-Richtlinien, an denen wir uns orientieren.

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Mugsters für PC/Mac

The Good

  • Verrückte, abwechslungsreiche Levels
  • Cooler Art-Style
  • Kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch und unterwegs

The Bad

  • Teilweise dumme K.I. der geretteten Menschen
  • Kleinere Bugs hier und da
8

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at