Kirby Star Allies

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Kirby Star Allies Review

Der rosafarbene Kaugummiballon sucht sich neue Freunde.

Wer kennt ihn nicht, den knuffigen und familienfreundlichen Helden aus dem Hause Nintendo, welcher uns mittlerweile seit 26 Jahren begleitet. Sein Debut gab der vielschichtige Protagonist damals am GameBoy mit dem Titel Kirby’s Dream Land und behält das seither bekannte Unterhaltungsrezept bis heute bei. Es geht bei Kirby-Spielen vorrangig immer um den Spaß am Spiel, wodurch es nicht nur ein leichter Leckerbissen für Zwischendurch ist, sondern auch die ganze Familie damit Freude haben kann. Kirby Star Allies ändert daran nichts und wartet obendrein auch mit neuen Kniffen auf euch.

Diesmal könnt ihr nämlich eure Widersacher zu Freunden machen und mit ihnen durch die zahlreichen Levels hüpfen. Das Tolle daran: ihr könnt mit bis zu drei weiteren Freunden das Abenteuer auf der Couch durchspielen, da das gesamte Spiel nicht nur auf Co-op ausgelegt ist, sondern das von uns auch wärmstens empfohlen wird. Nicht nur, weil es einfach Spaß macht, sondern auch, weil die künstliche Intelligenz nicht immer glänzen kann. Es sind zwar keine groben Schnitzer dabei, die das Spiel unspielbar machen, aber es ist alleine einfach etwas mehr Aufwand und Geduld nötig, um zum gewünschten Resultat zu kommen. Doch hat man zumindest einen weiteren Partner gefunden, kann man gemeinsam mit jeweils einem JoyCon-Controller auf Freundesjagd gehen, was durchgehend problemlos funktioniert. Für weitere Spieler wird zumindest ein zusätzliches Paar an Eingabegeräten benötigt.

Doch was unterscheidet nun Kirby Star Allies vom Rest der Franchise? Nun, Kirby konnte schon immer die Fähigkeiten der feindlich gesinnten Gegner durch das Inhalieren und Schlucken dieser übernehmen. Doch diesmal könnt ihr nicht nur eure Herzchen auf eben jene Charaktere werfen, um sie für eure Seite zu gewinnen, sondern auch die Fähigkeiten aller kombinieren. Habt ihr beispielsweise einen Schwertkämpfer in euren Reihen und jemanden, der Feuer spuckt, so ist es euch möglich, kurzerhand beide Fähigkeiten zu vereinen und fortan einen Kämpfer samt Feuerschwert ins Gefecht zu schicken. Selbiges gilt natürlich auch für die Elemente Wasser, Elektro oder auch Eis. Habt ihr beispielsweise einen Steinkämpfer und haucht etwas Frost darauf, wird umgehend ein flinker Curlingstein daraus, mit dem ihr seitlich angebrachte Schalter aktivieren könnt. Und das ist auch der Sinn, hinter all dem: Rätsel zu lösen, die durch das Kombinieren der Fähigkeiten zum Ziel führen.

Abgesehen davon spielt sich Kirby Star Allies so, wie man es erwarten würde. Ein klassisches, seitlich scrollendes Jump ‘n’ Run mit jeder Menge farbenfroher Elemente, relative leicht durchschaubaren Rätseln und einem stimmigen Soundtrack. In insgesamt vier Welten gibt es zwar reichlich Levels, die immer wieder ihre eigenen Kniffe bieten, insgesamt ist man aber dennoch schnell mal durch. Ihr könnt zwar diverse Schalter finden, die Zusatzabschnitte freischalten oder auch Traumtempel erscheinen lassen, in denen ihr sogar mit euren Kontrahenten (wie beispielsweise König Dedede oder auch Meta Knight) auf Abenteuerjagd gehen könnt, doch das macht das Kraut nicht wirklich fett und ihr werden nach rund fünf Stunden bereits den Abspann sehen. Irgendwie schade, da das Spiel an sich richtig viel Spaß macht und man doch gerne etwas mehr davon hätte – vor allem für rund 60 Euro.

Zumindest bekommt man nach dem Durchspielen einige Minispiele und neue Modi freigeschaltet. Da wären zum Einen ein Holzfäller-Spielchen, bei dem ihr wahlweise mit Bewegungssteuerung des JoyCons einen Baum in seine Einzelteile zerstückeln müsst, um ein kleines, aber feines Häuschen zu bauen. Der Kniff daran: es befinden sich kleine Tierchen am Baum, wodurch ihr immer wieder die Seiten wechseln müsst, um nicht getroffen zu werden. Es gibt drei verschiedene Schwierigkeitsgrade und das ultimative Ziel ist es, die höchste Punktezahl zu erreichen.

Ein weiteres Minispiel wäre das Kometenschießen, bei dem ihr eure Schussstärke mittels perfekt getimten Knopfdruck auf das Maximum bringt und dann ebenfalls wahlweise mittels Bewegungssteuerung kräftig den Schläger schwingt. Der Komet wird daraufhin – in Smash Bros. Manier – in hohem Bogen durch den Kosmos fliegen und einen Planeten nach dem anderen zerkleinern. Wer am weitesten schlägt gewinnt. Das letzte Minispiel ist dann die Mutprobe mit der Schärfe. Wer hält am längsten durch? Ihr müsst eine Vielzahl an Bosskämpfen hintereinander absolvieren, ohne zu sterben und könnt den Schwierigkeitsgrad mittels scharfer Soße nachwürzen. Sterbt ihr, bekommt ihr nichts. Ansonsten winken euch Puzzleteile, die ihr auch schon im Verlauf der Story einsammeln könnt. Damit lassen sich verschiedene Bilder komplettieren, wie auch schon im Streetpass-Spiel für den Nintendo 3DS. Und zu guter Letzt könnt ihr noch das Abenteuer im ununterbrochenen Speedrun-Modus gänzlich ohne Kirby durchspielen. Dazu wählt ihr einfach vier beliebige Widersacher aus, mit denen ihr das Abenteuer erleben möchtet und könnt durch sämtliche Level nacheinander und ohne Unterbrechung durchhuschen und dabei drei verschiedene Upgrades aufsammeln, welche Angriff, Gesundheit und Schnelligkeit stärken. Pro Welt gibt es einen Speicherpunkt, damit ihr auch mal pausieren könnt. Am Ende zählt eure Zeit und nur die schnellste davon wird auch in die Highscore-Listen eingetragen.

Fazit

Alles in allem ein recht solides Paket, welches für den kleinen Spielehappen zwischendurch bestens geeignet ist. Dennoch ist es nicht das längste Abenteuer, woran die Minispiele und der Speedrun-Modus auch nicht viel ändern können. Für Komplettisten ist jedoch sicherlich genügend Inhalt vorhanden. Es dauert schon ein wenig, bis man sämtliche geheimen Ausgänge und Levels gefunden bzw. auch alle Puzzleteile gesammelt und damit die Bilder vervollständig hat. Der Endboss des Spiels ist wohl das absolute Highlight und kann ziemlich beeindrucken. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber so viel sei gesagt: dieser könnte auch aus einer anderen Action-geladenen Franchise von Nintendo stammen. Alleine dafür gibt es schon endlos viele Kudos! Für das familienfreundliche Abenteuer gibt es von mir dennoch den Daumen nach oben, auch wenn man preislich mit rund 40 Euro besser bedient gewesen wäre.


Wir bedanken uns bei Nintendo für die Bereitstellung eines Testmusters. Bitte beachtet auch unsere Wertungs-Richtlinien, an denen wir uns orientieren.

Wer uns unterstützen möchte, kann über unseren Amazon-Partnerlink oder direkt über folgende Auswahl einkaufen. Der Preis bleibt unverändert; uns kommt jedoch ein kleiner Betrag zugute, über den wir uns natürlich freuen würden :)

Kirby Star Allies für Nintendo Switch

The Good

  • Farbenfrohe Level für die ganze Familie
  • Stimmiger Soundtrack
  • Co-op mit bis zu vier Spielern
  • Freundesfähigkeiten klug genutzt

The Bad

  • Recht kurze Spielzeit ...
  • ... und daher etwas zu teuer
  • Für Spieleveteranen viel zu leicht
8

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at

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