Hidden Agenda

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Hidden Agenda Review

Ein Krimi für die ganze Familie.

Supermassive Games ist bekannt für seine Horrorschocker und Spiele, die unterschiedliche Wege gehen können. Ihr bekanntestes Werk ist bislang wohl Until Dawn, ein PlayStation 4 exklusiver Teenie-Horrortrip, welcher durch eure Entscheidungen einen anderen Story-Verlauf nehmen kann. Wie auch schon in Heavy Rain oder Beyond: Two Souls dürft ihr also erneut eure eigene Geschichte auf einer PlayStation-Konsole schreiben. Doch diesmal spielt ihr nicht zwingend alleine und mittels Controller, sondern könnt mit bis zu fünf weiteren Freunden und euren Smartphones am Spiel teilnehmen. Das gestaltet sich auch recht simpel, denn das einzige, das ihr tun müsst, ist, euren Daumen auf dem Smartphone für das Steuern eures Auswahlpunktes am Bildschirm zu bewegen. Dies wird einerseits dafür genutzt, um die Geschichte an Schicksalspunkten in eine gewisse Richtung zu lenken oder aber auch, um an Orten von Interesse nach Beweisstücken zu suchen. Außerdem müsst ihr eure Reaktionen beweisen, wenn ihr euch in hektischen Fluchtsituationen befindet und Objekten bzw. Hindernissen ausweichen müsst. Die Geschichte selbst handelt über den berüchtigten Serienmörder „The Trapper“. Dieser wurde zum Tode verurteilt, nachdem er auf frischer Tat ertappt wurde. Wenige Tage vor seiner Hinrichtung kommen jedoch neue Gerüchte und Hinweise zutage, sodass plötzlich Zweifel und Intrigen rund um die Verurteilung entstehen. Und wie es kommen musste, gibt es plötzlich Anzeichen auf einen Nachahmungstäter, welcher auch als tatsächlicher Serienmörder gehandelt wird, wodurch der Mann im Gefängnis zu unrecht hingerichtet werden würde.

Die Geschichte ist spannend erzählt und in mehrere Akte aufgeteilt. Wie viele davon ihr absolvieren dürft, liegt daran, wie ihr euch im Spiel entscheidet. Entscheidungen können nämlich niemals unentschieden ausgehen. Entweder es überwiegt die Mehrheit oder ihr könnt durch verdiente Einflusspunkte andere Mitspieler überstimmen und eure eigene Entscheidung durchsetzen. Doch wer nicht miteinander arbeitet, der kann durchaus daran scheitern, die Geschichte zu einem guten Ende zu bringen. Miteinander ist das Ziel, nicht gegeneinander, wie wir bei unserem Test in der Gruppe feststellen mussten. Es gibt im Übrigen auch Sequenzen, die nur ein einzelner Spieler bewältigen darf, der davor von der Gruppe gewählt wurde. Beispielsweise „wer ist am mutigsten?“ oder „wer behält in stressigen Situationen die Ruhe?“. Damit ihr nicht den Überblick über die Story und Geschehnisse verliert, dient die Smartphone-App auch als Nachschlagewerk, in dem ihr den Story-Verlauf und sämtliche Charaktere samt Ereignisse nachschlagen könnt. Das Gute an Hidden Agenda ist, dass es kein Spiel ist, welches ihr nach einmaligem Spielen zur Seite legen werdet. Es benötigt rund zwei Stunden, um zum besten Ende zu kommen. Doch viele Ereignisse werden nicht nach eurem Wunsch verlaufen sein oder ihr seid davor schon gescheitert. Außerdem bringen neue Mitspieler, neue Entscheidungen und Wege, welche die Story wiederum anders verlaufen lassen. Kurzum: der Wiederspielwert ist enorm hoch und durch die relativ übersichtliche Spielzeit auch an kurzen Spieleabenden gemeinsam bewältigbar. Von uns gibt es hierfür einen ganz klaren Daumen nach oben!

Wir bedanken uns bei Sony für die Bereitstellung eines Testmusters. Bitte beachtet auch unsere Wertungs-Richtlinien, an denen wir uns orientieren.


Wer uns unterstützen möchte, kann über unseren Amazon-Partnerlink oder direkt über folgende Auswahl einkaufen. Der Preis bleibt unverändert; uns kommt jedoch ein kleiner Betrag zugute, über den wir uns natürlich freuen würden 🙂

The Good

  • Tolles Erlebnis alleine oder mit Freunden
  • Grafisch absolut top
  • Hoher Wiederspielwert

The Bad

  • Steuerung tut manchmal nicht das, was der Daumen möchte
8

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at