Fitness Boxing

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Fitness Boxing Review

Das Fitnesscenter ist ab sofort immer und überall mit dabei.

Wer kennt es nicht? Die Völlerei der Weihnachtszeit hat sich wieder einmal bemerkbar gemacht und der Gang zur Waage wird bestenfalls gleich gemieden, um nicht völlig vom Glauben abzufallen. Kekse, Weihnachtsfeiern und auch die Silvesterjause haben nun einmal dafür gesorgt, dass euch bei den eisigen Temperaturen draußen auch kurzärmelig nicht mehr kalt wird. Doch um in einigen Monaten wieder eine ansehnliche Sommerfigur am Strand präsentieren zu können, muss eine Lösung her. Wer aber den Gang zum Fitnesscenter scheut oder wem das alles zu teuer ist, der hat nun eine weitere Möglichkeit: Fitness Boxing auf der Nintendo Switch!

Alles was ihr dafür benötigt, sind zwei eurer JoyCon-Controller, die Nintendo-Switch-Konsole und natürlich das Spiel selbst. Den Rest erledigt euer persönlichen Coach, der für euch ein spezielles Trainingsprogramm zusammengestellt hat. Eingangs werdet ihr auch sofort mit diesem loslegen, bevor ihr euch weiteren Modi widmen könnt. Jede Einheit besteht aus kurzen Aufwärmübungen, welche der ein oder andere bereits aus anderen Sportarten kennt. Danach geht es mit der richtigen Haltung weiter, die einem Schritt für Schritt und leicht verständlich erklärt wird. Hat man diese eingenommen, gibt’s auch schon die ersten Schläge. Was anfangs noch recht einfach aussieht, wird mit Fortlauf der Einheit recht intensiv. Es wechseln sich Jabs, Strikes und diverse Ausweichmanöver nicht nur regelmäßig ab, sondern kommen auch in Mehrfachausführung hintereinander oder gar in Kombos daher, die nicht nur eure präzise Schlagtechnik erfordern, sondern auch ein gutes Taktgefühl und die richtige Atemtechnik. Während eurer Einheit wippt ihr nämlich mit einem Bein vor und zurück, was das Ganze recht anstrengend, aber auch gleichzeitig dynamisch macht. Bei jedem Schlag solltet ihr bestenfalls also euren Körper nach vorne wippen, um so richtig kräftig zuschlagen und auch gleichzeitig ausatmen zu können. Jede Einheit dauert rund 20-40 Minuten lang und wird euch vor allem nach den ersten Versuchen regelrecht ermüden. Es ist verdammt anstrengend, aber am Ende auch lohnend.

Ihr habt eine recht schöne Übersicht über all eure Trainingseinheiten und die Kalorien, die bislang verbrannt habt. Beschwerden, wie beispielsweise Muskelkater, können durchaus auf der Tagesordnung stehen, wodurch sich sicherlich empfiehlt, es erstmal ruhig angehen zu lassen und nach jeder Einheit einen Tag Pause einzulegen. Erst wenn man seinen Körper an die unübliche Anstrengung gewöhnt hat, kann man es durchaus täglich versuchen. Sollte man mit den Einheiten alleine nicht ausreichend Training erhalten, gibt es nach dem Absolvieren der ersten Einheit auch den freien Modus, welcher euch zu einem der vielen recht bekannten Songs boxen lässt. Da stehen beispielsweise LMFAO, Lady Gaga oder auch Maroon 5 auf der Liste der insgesamt 20 Songs, welche ihr nach und nach freischalten könnt. Wer sich nicht gerne alleine abplagt, der kann dies auch jederzeit zu zweit tun. Schnappt euch einfach ein Paar weiterer JoyCon-Controller und steigt mit ein! Euer Motivationscoach wird euch dann durch den Song lotsen und euch situationsabhängig entweder die gleichen Abfolgen geben oder auch leicht variierende. Aber egal, welche Bewegungen ihr in klassischer Guitar-Hero-Manier punktgenau treffen müsst, der Spaß kommt dabei definitiv nicht zu kurz und ihr tut gleichzeitig auch was gegen euren Winterspeck.

Wem sein Trainer übrigens nicht zusagt, der kann diesen auch jederzeit ändern. Ihr habt eine kleine, aber recht abwechslungsreiche Auswahl an männlichen und weiblichen Coaches und könnt diese auch noch nach Belieben einkleiden. Zudem schaltet ihr mit jedem neuen Fitnesserfolg auch neue Kleidungsstücke frei, die ihr dann verwenden könnt. Ein nettes Gimmick für all jene, die auf so etwas Wert legen. Für das Training an sich macht es jedenfalls keine Unterschiede.

Fazit

Fitness Boxing für Nintendo Switch kann durchaus überzeugen. Wer nicht gerne trainiert oder wer das Fitnessstudio lieber meidet, der bekommt damit eine unterhaltsame und motivierende Unterhaltung für Zuhause geboten. Es fokussiert sich zwar lediglich auf das Boxen, aber wer das schon einmal gemacht hat, wird wissen, dass man am Ende einer intensiven Einheit nicht nur klitschnass ist, sondern sich auch verdammt gut fühlt. Für mich persönlich fügt sich das Spiel jedenfalls bestens in meinen Neujahrsvorsatz ein, schließlich möchte man im Sommer ja wieder auf dem Badetuch liegen und nicht darunter.


Wir bedanken uns beim Publisher für die Bereitstellung eines Testmusters. Bitte beachtet auch unsere Wertungs-Richtlinien, an denen wir uns orientieren.

Wer uns unterstützen möchte, kann über unseren Amazon-Partnerlink oder direkt über folgende Auswahl einkaufen. Der Preis bleibt unverändert; uns kommt jedoch ein kleiner Betrag zugute, über den wir uns natürlich freuen würden :)

Fitness Boxing für Nintendo Switch

The Good

  • Zeitlich gut gewählte Trainings-Einheiten, die sich nach und nach intensivieren
  • Passende Auswahl an 20 bekannten Songs für eure Trainingseinheiten
  • 2-Spieler-Modus für noch mehr Motivation
  • Kann sowohl im TV-Modus als auch Tabletop-Modus ohne Fernseher gespielt werden

The Bad

  • Preislich vielleicht etwas zu teuer für den Umfang

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at