Firewall: Zero Hour

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Firewall: Zero Hour Review

Counter-Strike in VR.

Die PlayStation VR ist ein faszinierendes Stück Hardware. Anfangs regelrecht in den Himmel gehyped und bald darauf von vielen Mainstream-Medien wieder fallen gelassen. Klar, man hatte das kostenfreie Rezensionsexemplar bereits in den Händen, aber wirklich auf Dauer auseinandersetzen wollte sich mit dem Thema niemand. Demnach wird die Plattform vielerorts auch als tot bezeichnet, was natürlich nur jemandem in den Sinn kommen würde, der schlichtweg keine Ahnung hat. Wir gehören weder zu jenen, die sich über ein kostenloses VR-Headset freuen durften, noch zu den Medien, die das Thema VR hämisch belächeln. Ganz im Gegenteil, seit dem ersten Tag an begeistert uns die Materie VR und die Masse an Spielen, die Monat für Monat das System erobert. Und wenn man an all den Tech-Demos vorbeischaut, die es definitiv gibt, kann man hin und wieder mal eine wahre Perle entdecken, die eindrucksvoll zeigt, was mit dem Ding alles möglich ist.

Das Studio First Contact Entertainment Inc. hat sich wohl dasselbe gedacht und zeigt mit Firewall: Zero Hour, was man alles auf die Beine stellen kann. Es ist ein schlichter vier gegen vier Online-Shooter im Stile von Counter-Strike oder auch Rainbox Six Siege (falls der jüngeren Generation unter euch Ersteres kein Begriff ist), doch mit dem Kniff, dass man eben alles in VR erleben kann. Ihr spielt entweder im Angreifer- oder Verteidiger-Team und müsst dafür Sorge tragen, dass ihr am Ende der Runde siegreich hervorgeht. Auf insgesamt neun verschiedenen Maps wird euch recht viel Abwechslung geboten und ihr müsst ständig mit eurem Team kommunizieren, um die Oberhand zu behalten. Es ist faszinierend, wie unterschiedlich man an die Sache rangeht, wenn man tatsächlich “mittendrin” ist, anstatt nur auf einen Flachbildschirm zu starren. Ihr könnt so leicht um die Ecke schielen und euch dann entscheiden, ob es klug ist, den Weg fortzusetzen oder doch eine andere Route zu wählen. Ihr könnt das Ganze mittels DualShock- oder auch VR-Ziel-Controller spielen und die Erkennung funktioniert beinahe tadellos. Nur hin und wieder “verrutschte” meine Waffe, wobei ich das eher auf ein Problem mit meinem VR-Setup zurückführe, da dies äußerst selten der Fall war.

Wie in den bereits erwähnten Spielen habt ihr auch hier die Möglichkeit, verschiedene Waffen mit euch zu führen und müsst aber gleichzeitig darauf achten, dass euch die Munition nicht ausgeht. Je nachdem, auf welcher Seite ihr spielt, werdet ihr die Maps aggressiver oder vorsichtiger erkunden, um nicht gleich in den Anfangssekunden einem gezielten K.O.-Schuss zum Opfer zu fallen. Ihr könnt neben den üblichen Waffen auch Granaten werfen oder C4 platzieren, welches sich dann im perfekten Moment fernzünden lässt. Die Kommunikation über das Headset lässt euch das Ganze auch völlig anders erleben, als wenn man lediglich einen normalen Shooter spielen würde. Es ist schwierig das jemandem zu erklären, wenn man VR nicht mindestens einmal schon selbst erlebt hat. Aber lasst es mich mal so formulieren: es fühlt sich verblüffend realistisch an. Fast so, als wäre man tatsächlich selbst ein Operator.

Leider ist das Spiel recht limitiert, was die Spielmodi betrifft. Neben dem vier gegen vier Online-Modus gibt es nur noch einen lokalen Trainingsmodus, bei dem ihr alleine Wellen von Gegnern besiegen und die Aufgabe abschließen müsst. Wer seine Schusskünste trainieren und verbessern möchte, der ist hier genau richtig – ansonsten wird man sich wohl kaum länger in diesem Modus aufhalten. Ob es jemals neue Modi für den Online-Bereich geben wird, bleibt offen. Derzeit muss man sich mit dem einzig verfügbaren anfreunden, wobei das nicht wirklich schwer fallen dürfte. Dieser ist technisch sehr beeindruckend und macht auch richtig viel Freude – vor allem, wenn man mit Freunden spielt und nicht nur mit wildfremden Spielern aus aller Welt. Für alle VR-Veteranen da draußen gibt es von mir eine absolute Empfehlung. Fans von Counter-Strike & Co., die noch keine PlayStation VR besitzen, sollten vielleicht mal einen genaueren Blick riskieren. Vielleicht ist gerade Firewall: Zero Hour das perfekte Einstiegsspiel in die Welt des VR für euch.


Wir bedanken uns beim Publisher für die Bereitstellung eines Testmusters. Bitte beachtet auch unsere Wertungs-Richtlinien, an denen wir uns orientieren.

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Firewall: Zero Hour für PlayStation VR
Firewall: Zero Hour für PlayStation VR + PS VR-Ziel-Controller

The Good

  • Eines der bestaussehenden VR-Spiele
  • Problemloser Online-Modus
  • Insgesamt neun Maps

The Bad

  • Lediglich ein Spielmodus
8

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at