Everybody’s Golf

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Everybody’s Golf Review

Die PlayStation Kult-Reihe Everybody’s Golf landet am Grün der PlayStation 4.

Everybody’s Golf feiert dieses Jahr das 20-jährige Jubiläum. Ursprünglich auf der PlayStation im Jahre 1997 erschienen, begeistert es bis heute Fans durch alle Alters- und Interessensgruppen. Selbst jene, die mit Sport oder Golf im Speziellen überhaupt nichts am Hut haben, werden davon begeistert sein. Es ist einfach, verständlich, ziemlich arcadig und mit der gewissen Portion Humor versehen. Kann eigentlich nichts schief gehen.

Alles beginnt mit der Erstellung eurer persönlichen Charakters. Der Editor hierfür ist ziemlich umfangreich und lässt euch jede Menge Möglichkeiten offen. Habt ihr eure Wahl dann getroffen, geht es mit eurer Platzreife weiter. Schlägerwahl, Abschlag, Backspins, Topspins, Putting – wem das alles kein Begriff ist, der wird in kürzester Zeit alle Fachbegriffe intus haben. Das Spiel sorgt dafür, dass eure Lernkurve stets nach oben geht, euch aber keinesfalls überfordert. Für Golf-Veteranen im Gegensatz hat sich nicht viel am üblichen Prinzip geändert.

Das Tolle an Everybody’s Golf ist – und hier hebt es sich stark von der Konkurrenz ab – die Vielfalt der Modifikatoren, welche das Ganze erst so einsteigerfreundlich machen. Abgesehen von der variablen Parcours-Anzahl und -Auswahl finde ich die Loch-Veränderungen ganz besonders interessant. Zum Einen kann sich euer Loch vergrößern, sodass ihr mehr Raum zum Kennenlernen der verschiedenen Begebenheiten habt, andererseits gibt es hin und wieder auch „Tornado-Löcher“, welche euren Ball im wahrsten Sinne des Wortes einsaugen, solltet ihr nur knapp verfehlen. So könnt ihr eure Schläge kontinuierlich verfeinern und trotzdem Frust-freie Erfolge einheimsen. Zu all dem gesellen sich natürlich noch die üblichen Verdächtigen, wie Wind, Wetter, Bodenbeschaffenheit & Co.

Um im Einzelspieler-Modus voranzuschreiten, ist jedoch etwas Grinding erforderlich. Ihr müsst leider immer und immer wieder die selben Parcours mit verschiedenen Begebenheiten spielen, um genug Erfahrung zu sammeln, damit ihr einen VS-Kampf austragen könnt. Dies sind Golf-Battles mit Herausforderern, von denen ihr nicht nur neue Ausrüstungen und Zeug für euren Charakter bekommt, sondern auch in der Stufe steigt, welche euch dazu berechtigt, neue Gebiete zu erschließen. Insgesamt gibt es fünf Gebiete mit je 18 Löchern, die ihr erkunden könnt.

Apropos Ausrüstung: Diese lässt sich, je nach Erfolg, hochleveln und zwar nicht im Gesamten, sondern jeder Schläger einzeln. Habt ihr beispielsweise beim Abschlag vom Tee immer wieder perfekte Treffer, so erhöht sich eure Distanz mit diesem Schläger. Schafft ihr exzellente Annäherungen mit eurem Eisen? Dann erhöht sich euer Gefühl. Puttet oder chipped ihr aus mehr als fünf Metern ein, gibt’s den Bonus auf Backdoor und wer sein Feingefühl mit dem Backspin beweist, darf sich auch hier auf dauerhafte Boni freuen. Zusätzlich gibt es auch noch spezielle Bälle, die beispielsweise dem Wind trotzen oder andere Status aufweisen, die euch hilfreich sein könnten.

Everybody’s Golf legt diesmal auch jede Menge Wert auf Online-Konnektivität. Praktisch nahtlos könnt ihr in dieses Erlebnis eintauchen und nicht nur selbst an Team-Gefechten teilnehmen, sondern dabei auch anderen live zusehen, wie sie sich schlagen. Der Online-Modus ist aber ein wenig hektisch, denn ihr müsst im Team arbeiten, um nach und nach die Parcours zu meistern. Außerdem müsst ihr euren Weg zum Ball und nächsten Parcours selbst bahnen. Entweder per pedes oder – solltet ihr dieses schon freigeschaltet haben – mit einem Buggy. Ihr könnt auch Warp-Punkte verwenden, die jedoch einen fahlen Beigeschmack haben, da die Tokens hierfür mit Echtgeld gekauft werden können.

Abseits hiervon könnt ihr auch noch auf dem Everybody’s Golf Hub rumlaufen und neben anderen Geheimnissen auch ein Fischen-Minispiel entdecken. Tieferen Sinn hat es wohl keinen, aber eine nette Abwechslung ist es allemal.

Fazit

Everybody’s Golf macht enormen Spaß und ist perfekt für zwischendurch. Leider ist es vor allem anfangs enorm repetitiv. Zwar gibt es genügend Upgrades, die euch bei Laune halten, aber dem hätte man besser entgegensteuern müssen. Bis man mal in das zweite Gebiet kommt, verfliegen so einige Stunden und man wird schnell von den immer gleichen Parcours angeödet. Es kann leider nicht mit dem Charme eines Mario Golf mithalten, dafür hat es andere Vorzüge, die man bei der Konkurrenz vermisst. Insgesamt ist Everybody’s Golf ein spaßiger Zeitvertreib für Hobby-Golfer, den man solchen durchaus ans Herz legen kann.

Wir bedanken uns bei Sony für die Bereitstellung eines Testmusters.


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The Good

  • Umfangreiches Areal mit vielen Möglichkeiten
  • Spielzeit
  • Eingängig für jeden Spieler

The Bad

  • Anfängliches langatmiges Grinding
8

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at