Chimparty

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Chimparty Review

Die Affen sind los.

Wer ein enthusiastischer Fan von Sonys PlayLink-Reihe ist, der hat sicherlich schon bemerkt, dass ein Freundschaftsbrecher à la Mario Party im Line-up fehlt. Doch eure Gebete wurden nun erhört und so machen ab sofort die Affen eure Smartphones unsicher. Chimparty heißt der heiße Scheiß und ist eine Mischung aus der englischen Bezeichnung für Schimpansen (Chimpanzee), welche auch eure Spielcharaktere repräsentieren, und dem Wort “Party”. Genau so witzig, wie dieses grenzgeniale Wortspiel, ist auch der Partymix an sich. Ihr habt ein großes Spielbrett mit unterschiedlichen Aktionsfeldern vor euch und müsst euch bis ans gemütliche Sofa, welches die Ziellinie darstellen soll, spielen und würfeln. Würfeln könnt ihr mit eurem Smartphone genau so wie ihr mit diesem euren Affen in Minispielen steuert. Die Variation dieser ist recht überschaubar und fordert von euch üblicherweise auch nicht mehr als einen Fingertipp. Mal müsst ihr mit eurem haarigen Alter Ego durch die Lüfte springen, euch irgendwo festhalten, um die Richtung zu wechseln oder auch einfach nur im Kreis drehen. Die Minispiele dazu passen sich der jeweiligen Steuerung recht gut an. So müsst ihr euch selbst in einen Basketballkorb werfen, vor den Blicken des großen Orang-Utan im heißen Bad flüchten, während ihr Schwimmenten einsammelt oder auch beim klassischen Fußball eure Stürmerqualitäten unter Beweis stellen. Mit einem zusätzlichen Tippen auf euer Smartphone pupst ihr euch zudem in ungeahnte Höhen, was wiederum beweist, dass sich das Spiel selbst nicht wirklich ernst nimmt.

Am Ende jedes Minispiels, welches meistens durch eine Zeitvorgabe begrenzt ist, wird abgerechnet. Es gibt immer drei verschiedene Ziele, die euch einen bis drei Sterne gewähren, wenn ihr diese erreicht habt. Für den Spieler mit dem besten Ergebnis gibt es obendrein noch einen weiteren Stern als Rundensieger-Bonus. Am Spielbrett selbst wird dann um die Anzahl der verdienten Sterne weitergezogen – wer an erster Stelle liegt, fängt an. Sollte sich ein anderer Spieler bereits auf dem Feld befinden, auf dem man landen würde, wird einfach so lange weitergehüpft, bis man ein freies Feld erreicht. Der letzte Spieler darf dann auch noch würfeln, um die gewürfelte Augenanzahl weiterziehen und bestimmt auch das nächste Minispiel. Somit hat dieser einen Vorteil, den man nicht unbedingt als fair einstufen kann, da bei unseren Spielen immer wieder mal eine Runde gewonnen wurde, obwohl der Spieler prinzipiell grottenschlecht war, nach dem Würfeln theoretisch noch drei Felder vor dem Sofa gelandet wäre aber alle anderen übersprungen und damit den Sieg eingeheimst hat. Hat das Spiel somit das Potential Freundschaften zu beenden? Definitiv! Ich denke, hier handelt es sich ganz klar um eine Designentscheidung und nicht um etwas, das übersehen wurde. Ich persönlich kann mich nur wenig damit anfreunden, aber vermutlich deshalb, weil ich jedes mal nur ein Feld vor dem Sofa auf meinen Pokal gewartet hatte und trotzdem noch durch die Finger schauen musste. Kann das Spiel damit aber ein Mario Party in den Schatten stellen? Wohl kaum. Aber für einen Titel zum günstigen Preis und dem Fokus auf schnelle, unkomplizierte Spiele kann es schon ganz unterhaltsam sein.


Wir bedanken uns beim Publisher für die Bereitstellung eines Testmusters. Bitte beachtet auch unsere Wertungs-Richtlinien, an denen wir uns orientieren.

Wer uns unterstützen möchte, kann über unseren Amazon-Partnerlink oder direkt über folgende Auswahl einkaufen. Der Preis bleibt unverändert; uns kommt jedoch ein kleiner Betrag zugute, über den wir uns natürlich freuen würden :)

Chimparty für PlayStation 4

The Good

  • Schnelle, unkomplizierte Brettspiel-Action
  • 90 verschiedene Minispiele
  • Ulkige Präsentation

The Bad

  • Unausgeglichenes Belohnungssystem
  • Viele Minispiele sind gleich und bieten nur eine andere Umgebung
  • Leider kein Mario-Party-Killer zum Budget-Preis
6

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at