Beat Saber

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Beat Saber Review

Die PlayStation VR wird rhythmisch.

Das Spieleaufgebot der PlayStation VR ist mittlerweile ein breit gefächertes. Zwischen einfachen Erlebnissen kann man mittlerweile nicht nur feine Indie-Spiele, sondern auch bombastische AAA-Titel, wie Resident Evil 7, Skyrim oder seit Kurzem auch Borderlands 2 genießen. Doch für mich fehlte ein ganz wichtiges Genre, bei dem Konkurrenten wie Oculus ganz klar die Nase vorn hatten: das Rhythmusspiel-Genre. Daher war ich seit Längerem bereits auf einen Titel gespannt, der seit seiner Ankündigung vielversprechend aussah: Beat Saber. Let’s get it on.

Das Konzept von Beat Saber ist simpel, doch unglaublich gut umgesetzt. Ihr steht in einem virtuellen Raum und haltet zwei Lichtschwerter in euren Händen. Eines davon ist rot, das andere blau. Die Farben erhalten spätestens dann ihre Bedeutung, wenn die ersten Würfel auf euch zufliegen. Diese sind ebenfalls in beiden Farben vertreten und ihr müsst, wie ihr euch wohl schon denken könnt, mit eurem Lichtschwert den gleichfarbigen Würfel zerschneiden. Doch der Clou daran: es sind auch Pfeile auf den Würfeln zu sehen, welche die Richtung angeben, von der ihr den Würfel durchschneiden müsst. Wer glaubt, dass es sich auf die vier Seiten des Würfels beschränkt, der liegt falsch. Würfel können auch einen Punkt aufgemalt haben, was euch die Entscheidung, von welcher Seite ihr den Würfel köpft, selbst überlässt. Außerdem können sich Würfel drehen, wodurch auch diagonale Hiebe notwendig sind. Zudem gibt es in höheren Schwierigkeitsgraden auch die Möglichkeit, dass Würfel plötzlich den Platz wechseln oder die Pfeile darauf kurz nach Erscheinen wieder verschwinden. Dann ist ein gutes Gedächtnis im ohnehin schon hektischen Spielfluss gefragt. Das Ganze wird von einem eigens kreierten Soundtrack mit 16 Songs untermalt, die sich alle passend im Electronica-Genre ansiedeln.

Ihr könnt aus verschiedenen Modi wählen, wie es euch gerade beliebt. Die Kampagne führt euch durch einen Herausforderungsbaum, welcher mit teils recht knackigen Aufgaben geschmückt ist. So reicht es bei einigen Aufgaben lediglich eine locker erreichbare Punktzahl zu übertreffen, wo hingegen es bei anderen auf perfektes Timing ankommt, um diese zu erreichen. Ohne Rhythmusgefühlt kommt man hier nicht weiter. Teilweise muss man auch mit einem Limit an Fehlern auskommen, was euch dazu zwingt, keinen bzw. nur wenige Würfel falsch zu schneiden bzw. zu verpassen. Oder es sind auch eure Bewegungskünste gefragt, um eine gewisse Strecke mit euren Lichtschwertern zurückzulegen. Soll heißen: bei einigen Aufgaben dürft ihr nur euer Handgelenk zum Schneiden verwenden, bei anderen hingegen müsst ihr Fuchteln, was das Zeug hält. Was wir noch nicht erwähnt haben: es gibt auch Wände, die auf euch zukommen und euren vollen Körpereinsatz fordern. So müsst ihr tatsächlich mit eurem Körper nach link oder rechts ausweichen bzw. euch auch ducken, um nicht einen Game Over zu erleiden. Das Fitnessstudio wird durch das Spiel quasi obsolet. Wer die Kampagne durch hat oder einfach nur so ein paar Runden spielen möchte, der kann das im freien Modus tun. Hier könnt ihr auch Songs im fehlerfreien Modus lernen oder diverse Einstellungen am Gameplay vornehmen, wie beispielsweise die verschwindenden Pfeile aktivieren, Blocke einfärbig aufkommen lassen oder Punktemultiplikatoren aktivieren.

Fazit

Beat Saber wird in meinen Augen seinen Erwartungen gerecht. Es ist ein Rhythmusspiel der Marke “easy to learn, hard to master”. Vor allem in der Kampagne kann es oft zu Punkten kommen, an denen man sich wirklich anstrengen muss, um zu bestehen. Hier ist purer Skill gefragt! Bis auf die Fuchtel-Missionen wurde ich von Beat Saber restlos überzeugt und empfehle es jedem PlayStation VR Besitzer wärmstens, wenn man sich für das Genre interessiert. Pflichtkauf!


Wir bedanken uns beim Publisher für die Bereitstellung eines Testmusters. Bitte beachtet auch unsere Wertungs-Richtlinien, an denen wir uns orientieren.

Beat Saber für PlayStation VR

The Good

  • Simple Idee perfekt umgesetzt
  • Easy to learn, hard to master
  • Toller Soundtrack
  • Viele weitere Möglichkeiten im freien Modus

The Bad

  • Fuchtel-Missionen sind etwas fehl am Platz
9

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at