Astro Bot Rescue Mission

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Astro Bot Rescue Mission Review

Ein lang ersehntes Wiedersehen.

Als ich zum ersten Mal Sonys budgetfreundliche VR-Brille für Zuhause aufsetzte, faszinierte mich vor allem ein Erlebnis: The Playroom VR. Es gab eine Menge zu entdecken, verschiedene Spiele und Möglichkeiten, welche die Zukunft des Gamings beeinflussen könnten. Vor allem ein Spiel hatte es mir besonders angetan: Roboter retten – ein Super-Mario-Klon mit einem kleinen Roboter, der auf der Suche nach seinen Gefährten ist. Ein simpler Jump’n’Run-Plattformer in der Third-Person-Perspektive, welcher mit Charme und einem fröhlichen Soundtrack alle meine Freunde beeindrucken konnte. Von da an war klar: es muss ein vollwertiges Spiel mit unserem kleinen Helden her! Und als hätte Sony meine Gebete erhört, es wurde tatsächlich in die Tat umgesetzt. Astro Bot, unser kleiner Racker, macht sich in Astro Bot Rescue Mission erneut auf die Suche nach seinen Freunden und hat dabei einige Hindernisse zu überwinden.

Das Spiel bietet euch ein einzigartiges Erlebnis. Konnte Moss als Plattformer in VR bereits vollends überzeugen, so legt Astro Bot Rescue Mission hier noch einen drauf. Ihr seht dabei die Welt durch die Brille eines schwebenden Roboters, welcher wiederum den kleinen Astro Bot steuert. Ihr selbst bewegt euch nur nach vorne im Level, sollte Astro Bot weit genug voranschreiten. Ansonsten habt ihr die Möglichkeit euch jederzeit 360° im Level umzusehen und unseren Helden über Plattformen, Abgründe oder Sprungpassagen zu führen. Selbst Missionen unter Wasser sind mit an Bord, in denen ihr geschickt an gefährlichen Strudeln oder Orten vorbei schwimmen müsst, die von nicht ganz so freundlichen Roboter-Tierchen bewohnt werden. Dabei gilt: in jeder noch so kleinen Ecke könnte sich einer eurer Freunde verstecken, welchen ihr retten müsst. Der Grund für die verstreuten Kammeraden ist einfach: ihr wart gemütlich mit eurem Raumschiff im Weltall unterwegs, ehe ein fieser Alien dieses in Stücke haute und sämtliche eurer Crew-Mitglieder auf diversen Planeten verstreut wurden. Nun ist es an euch, diese alle wiederzufinden und euer Raumschiff auf Vordermann zu bringen. Raumschiffteile erhaltet ihr von monumentalen und sehr gelungenen Boss-Kämpfen am Ende jeder Welt, solltet ihr bis dahin genügend Bots gerettet haben, um die Kämpfe freizuschalten. Beispielsweise erwartet euch dann ein Gorilla, dem ihr die Zähne ziehen und eine auf die Zwölf geben müsst.

Zähne ziehen könnt ihr mit einem Gadget, welches ihr im Laufe des Spiel immer wieder aus Schatztruhen erhaltet. Diese sind nicht permanent und wechseln sich mit Fortlauf eurer Missionen auch ab. So habt ihr beispielsweise einen Haken, mit dem ihr Abgründe überwinden, hoch springen, Plattformen zu euch herziehen oder eben auch Zähne ziehen könnt. Ein Wurfstern hilft euch dann nicht nur Spinnennetze zu durchschneiden, sondern auch neue Plattformen zu schaffen, damit Astro Bot sicher auf die andere Seite gelangt und eine Wasserspritze kann Pflanzen zum Wachsen und Blühen bringen. Die Level erfordern dabei jede Menge Geschick und tatsächlich euren vollen Einsatz vor dem TV. Viele Geheimnisse, wie beispielsweise Chamäleons, die euch Zeit-Herausforderungen freischalten, findet ihr nur an den abgelegensten Orten, die sich wahrlich hinter euch befinden. Wenn ihr dann den Kopf nicht um 180° dreht, werdet ihr diese niemals finden. Abgesehen davon hat euer Headset noch weitere Funktionen, wie beispielsweise dem Ausweichen von Wurfgeschossen, dem Abschütteln von klebrigen und sichtbehindernden Substanzen oder auch dem Pusten ins das eingebaute Mikrofon, um diverse Effekte im Level zu erzielen. Wehren könnt ihr euch klassisch mit einem Faustangriff oder auch mittels Laserstrahlen, die aus euren Füßen kommen, solltet ihr einen kurzen Jetpack-Flug hinlegen. Münzen, die ihr sammelt, könnt ihr gegen Kugeln aus dem Greifarm-Automaten eintauschen, um euer Raumschiff mit Figuren und Dioramen auszuschmücken. Astro Bot Rescue Mission bietet euch ein rund sechsstündiges Abenteuer, welches bislang seinesgleichen sucht. Für mich eines der Highlights bislang auf der PlayStation VR und ein absoluter Pflichtkauf für jeden!


Wir bedanken uns beim Publisher für die Bereitstellung eines Testmusters. Bitte beachtet auch unsere Wertungs-Richtlinien, an denen wir uns orientieren.

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Astro Bot für PlayStation 4

The Good

  • Lustige und familienfreundliche VR-Unterhaltung
  • Level mit der Liebe zum Detail und vielen Geheimnissen
  • Guter Einsatz des VR-Headsets
  • Toller, fröhlicher Soundtrack
10

Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at