1-2-Switch

Die obligatorische Minispiel-Sammlung zum Kennenlernen der Nintendo Switch.

Nintendo hat es die letzten Konsolen-Generationen über immer bestens verstanden, die Features, welche die jeweilige Konsole von der Konkurrenz abheben soll, den Spielern durch beigelegte Minispiel-Sammlungen zu vermitteln. So war es bei der Wii eben Wii Sports, bei der Wii U (zumindest im Premium-Bundle) Nintendoland und bei der Switch nun 1-2-Switch. Doch diesmal hat das Ganze einen kleinen Schönheitsfehler: 1-2-Switch liegt leider keiner Konsole bei und muss separat erworben werden. Die einzige Frage, die sich uns stellt: warum eigentlich?

Quick Draw vermittelt das Feeling des Wilden Westens

Quick Draw vermittelt das Feeling des Wilden Westens

1-2-Switch ist nämlich wieder mal ein perfektes Beispiel, wie man die Vision spielerisch vermitteln kann, die man vor Augen hat. 1-2-Switch fackelt nicht lange rum. Legt man das Modul in die Konsole ein, startet ihr im Schnelldurchlauf die ersten Minispiele. Gespielt wird übrigens immer mit mindestens zwei Spielern. Alleine geht es nicht und würde auch überhaupt keinen Sinn machen. Ihr dürft zwischen einer Handvoll Spielchen aussuchen (im späteren Verlauf werden dann alle freigeschaltet) und nach einer kurzen Videoerklärung geht es auch schon los. Gespielt wird dabei aber nicht mit dem Blick auf den Fernseher, sondern auf den Gegenspieler. 1-2-Switch funktioniert dabei tadellos und zeigt wieder mal, wie es Nintendo bestens versteht, Leute zusammen zu bringen, um einen spaßigen Abend mit Freunden zu haben, bei dem auch mal kräftig gelacht werden darf.

Das Murmelspiel demonstriert das neue HD-Rumble

Das Murmelspiel demonstriert das neue HD-Rumble

Man steht sich entweder wie im Wilden Westen gegenüber und versucht seinen Colt schneller zu ziehen, als sein nach Pferdeapfel müffelndes Gegenüber; beim Wett-Rasieren, darf der Joycon-Controller gerne mal als Rasierapparat missbraucht werden; das neue HD-Rumble Feature kann beim Murmel-Schätzspiel brillieren (und jeder sollte das zumindest einmal im Leben selbst ausprobiert haben, um es selbst zu fühlen!) und auch das Wettessen sorgt durch die eingebaute IR-Kamera für neue Möglichkeiten. Egal, wie bescheuert man dabei aussieht, es macht Spaß und durch die kurzweiligen Spiele hat auch jeder die Möglichkeit diese auszuprobieren – egal, ob man langjähriger Videospieler ist oder überhaupt nichts damit am Hut hat. Der Fokus von 1-2-Switch liegt auf dem Erlebnis und nur durch Fühlen oder Bewegen des Joycon-Controllers nimmt man Einfluss darauf. Keine komplizierten Kombos, die es auswendig zu lernen gilt; keine stundenlangen Tutorials; der Controller wird dabei einfach zum verlängerten Arm.

Der Esswettbewerb macht Gebrauch von der neuen IR-Kamera im Joycon-Controller

Der Esswettbewerb macht Gebrauch von der neuen IR-Kamera im Joycon-Controller

Insgesamt habt ihr Zugriff auf 28 verschiedenen Spiele, die sich mehr oder weniger von ihrem Prinzip her unterscheiden, aber insgesamt hält sich die Qualität derer die Waage. Im Team-Duell Modus könnt ihr dann auch mit mehr als nur zwei Spielern um den Sieg im Minispiel-Wettlauf kämpfen und weitere Spiele entdecken. Bleibt noch zu klären, ob es der UVP von rund 50 Euro gerecht wird. Nun, jein. Für unseren Geschmack hätte das Spiel als perfekte Beilage der Nintendo Switch gedient. Sucht man nun aber nach dem perfekten Party-Spiel für Zwischendurch, dann kommt man sicherlich nicht drum rum. Die Simplizität und Kurzweiligkeit kann in jedem Fall punkten und Spaß macht’s ja immerhin auch. Somit kann man mit 1-2-Switch eigentlich nicht viel falsch machen.

Wir bedanken uns bei Nintendo für die Bereitstellung eines Testmusters.


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Written by: Michael Pölzl

Geschichten-aus-dem-Leben-Erzähler Wenn mein Handy läutet, lese ich zumeist Namen am Display, die mir schlaflose Nächte bereiten werden. Dieses Mal war es aber gar nicht mal so schlimm, denn es ging um ein Projekt, an dem viel Nostalgie hängt und zugleich ein Thema behandelt, welches genau meinen Nerv trifft: Videospiele! Meine Laufbahn in der Branche hat nun doch schon einige Jahre am Rücken und auch diesmal konnte ich nicht "Nein" sagen. Das Extraleben musste abermals eingeworfen werden und Continue wurde endlich Realität. Aber was mache ich hier eigentlich? Nunja, ich werde mein Auge auf alle technischen Dinge hier werfen und wohl auch das ein oder andere Mal über meine Geschichten aus dem Videospielleben erzählen. Und davon habe ich viele auf Lager, stay tuned! Ach und Leserpost ist natürlich immer willkommen: poelzl@continue-magazin.at